Stellenbesetzung nach Elternzeit . Fühle mich hintergangen

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Bronki87
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Stellenbesetzung nach Elternzeit . Fühle mich hintergangen

Beitrag von Bronki87 » 01.03.2019 21:26

Meinen bisherigen Diensposten in einer MIttelbehörde, hatte ich nach meiner ersten Elternzeit angetreten, da die ihren Kollegin in Mutterschutz angetreten hatte. Ich war dann ca. 1,5 Jahre auf dieser Stelle tätig, bis ich erneut schwanger wurde. Zeitlich passte es so gut, dass meine Vorgängerin wieder ihren alten dienstposten antreten durfte. Ihr Glück und mein Pech und hier liegt das Problem.

Es war für unseren Bereich die Stelle einer Kollegin zu besetzen, meine RL hatte mir im November mitgeteilt (alles nur mündlich), dass sie mich gern auf der stelle hätte, jedoch die Kollegin bereits Mitte Februar wechseln soll und meine Elternzeit noch bis Mitte April geht. Sie meinte, dass man aufgrund dessen die Stelle ausschreiben muss, weil schnellstmöglich Ersatz gefunden werden muss.. wir haben privat hin und her überlegt und ich dann hatte angeboten, meine Elternzeit frühzeitig zu beenden und Mitte März anfangen zu können. So die Zusammenfassung. Meine Chefin selbst, ist dann leider ins Beschäftigungsverbot und die Referentin hat mir dann Dezember mitgeteilt, dass die stelle ausgeschrieben wird und ich mich bewerben kann und nach bestenauslese entschieden wird. Ausgeschrieben wurde die Stelle letztlich erst im Januar mit Frist Ende Januar. Im Februar war ich zum Gespräch und die Kollegin ist immer noch nicht gewechselt,weil die Entscheidung über die stellenbesetzung noch nichtmal beim Personalrat liegt. So die Zusammenfassung.

Als man mich im Dezember anrief, hab ich mich bereits veräppelt gefühlt. Man möchte mich auf der stelle haben, schreibt jedoch trotzdem aus, das hat nicht zusammengepasst. Es gab auch das ok von der Personalabteilung, für diese stelle, die kurze Zeit zu überbrücken, wäre aus deren Sicht völlig ok gewesen.

Nunmehr habe ich leider die stelle nicht bekommen. Die Begründung liegt angeblich darin, dass ich erst eine a7 habe und meine Konkurrenten in höheren besoldungsgruppen sind, auch besser beurteilt natürlich. Warum wurde ich überhaupt erst eingeladen, das sieht man doch schon vorher?! Hätte ich denn überhaupt eine Chance gehabt?????

Ich fühle mich total hintergangen, ich war verfügbar und hätte auf die stelle gesetzt werden können. So zieht sich der ganze Prozess noch weiter hin und vor Ende meiner Elternzeit ist niemand auf der stelle. Das ist doch die reinste verarschung. Man schreibt nicht aus, wenn man jemanden möchte. Viel. Diente es der Absicherung und das vorgehen ist sicher korrekt aber wenn man mich hätte gewollt, dann wäre es auch so geworden.

Ich habe im Gefühl, dass jemand für die stelle vorgesehen war, denn eine Person muss wohl besonders gut in allem angeschnitten haben. Weiterhin glaube ich es liegt daran, dass ich nur Teilzeit wieder komme. In der Abteilung sitzen mittlerweile dann fast ausschließlich Kollegen in Teilzeit und ein neuer Kollege in Teilzeit muss sich wohl dazu geäußert haben, dass das gar nicht geht, wenn ich noch komme in Teilzeit. Diese Info ist nicht offiziell, habe ich hinterem erfahren. In der Ausschreibung War erwähnt, dass die stelle für Teilzeit geeignet ist.

Meine frage, kann ich irgendwas tun? Meine quelle meinte eine Klage wäre erfolglos und ich möchte das eigentlich auch nicht. Die Frau vom personal und der Personalrat können nicht verstehen, weshalb ausgeschrieben wurde,, obwohl ich ja hätte auf die stelle gepasst usw. .....es stinkt alles bis zum Himmel.....mich hat nichtmal jemand aus der Abteilung angerufen, also die Referentin, dafür das man eigentlich zum Referat gehört??? Das ist so ein Armutszeugnis :cry:

Ich weiß dass es den Grundsatz der bestenauslese gibt usw. aber zählt. Denn nur die besoldungsgruppe, sind Erfahrung im Bereich egal????

Ich hoffe es gibt jemanden, der mir antwortet.

DANKE

Postlerin
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Re: Stellenbesetzung nach Elternzeit . Fühle mich hintergangen

Beitrag von Postlerin » 05.03.2019 12:28

Sehe ich ähnlich mit den Erfolgsaussichten einer Klage.

Was die Stellenbesetzung angeht, kann ich ähnliches berichten. Ich habe mich auf eine Stelle beworben bei der ausdrücklich der sichere Umgang mit PC und den Office-Anwendungen Voraussetzung war, bekommen hat den Job jemand, der davon keinen blassen Schimmer hat und nicht wie ich mehr fast 20 Jahre mit den Programmen gearbeitet hat. Mir wurde mehrfach im Bewerbungsgespräch mitgeteilt, man suche genau mich.

Ist halt Mist gelaufen. Abhaken und weiter geht es. Es lohnt sich nicht hinter so etwas hinterher zu laufen.

Die Entscheidung wird sich nicht ändern und es ist nur ärgerlich um die Zeit, die man für die Bewerbung verwendet hat.

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