Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

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Topgun
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von Topgun » 03.04.2014 13:53

KollegeKarl hat geschrieben:mal ein paar Worte an die (deutschen) Waschlappen,
http://www.youtube.com/watch?v=UhlryW_eEM0#t=167
Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, dieser Mann darf schreiben
was er will, ohne viel Gegenwehr, aber... das ist die Wahrheit.

http://www.youtube.com/watch?v=jzbVrWd8nTk

Und hier noch eine Leseprobe... (Quelle:Bild.de)
http://www.bild.de/storytelling/unterha ... .bild.html

MfG 8)
Hier steht die Wahrheit...pi-news.net

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Hauseltr
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von Hauseltr » 04.04.2014 09:41

Zitat Topgun: Nur ausgerechnet die Türken
(bis auf einige wenige) nicht. Andere Kultur,
andere Sitten.

Aber wenn schreibt Türk Akif in Gossensprach, große Hurrasprech von Topgun. Andere Türk schlech Türk.

Mal wieder rein populistisch.

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Bundesfreiwild
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von Bundesfreiwild » 07.04.2014 12:16

Zur "Abstammung" der Deutschen - bzw. Mitteleuropäer kann ich nochmal etwas sagen:

DER "Europäer" ist ein Sammelsurium aus aller Herren Länder zwischen der Westküste Irlands und ungefähr bis Indien.

Die neuesten DNA- und Sprachforschungsinstrumente zeigen folgendes an:

Es gab seit sozusagen vor, während und nach den letzten Eiszeitphasen der letzten 100.000 Jahre einen, heutzutage als "alteuropäisch" bezeichneten Bevölkerungspool, der sich - je nach Klimaphase - von der Westküste Irlands, über ganz Mittel- und Südeuropa bis zu den Gebieten vorm Himalaya hinzog. Der Pool war - je nach Klimaphase - auch mal weiter südlich verlagert, weil die Gletscherzonen, in der größten Ausdehnung, bis vor die Deutschen Mittelgebirge, bis in die Vorgebiete des Urals und des Himalayas reichten. Man nimmt an - was ich nicht unbedingt so sehe - dass die Bevölkerung untereinander in ihren Vorstellungen und Lebensweisen recht gleich gewesen ist.
(ICH denke: die letzten 3 Eiszeitphasen in 100.000 Jahren haben alles weggeschrubbelt und abrasiert, was man an Beweisen für höhere Kulturen hätte finden können, und der Rest - aus der Zeit der letzten Eiszeit - liegt möglicherweise in der Nordsee versunken oder im Golf von Morhihan oder der irischen See - weil mittlerweile vom nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg von rund 80-100 Meter verschlungen unter Wasser liegt.)

WAS man aber nach modernen Ermittlungen mittlerweile nachvollziehen kann: Der alteuropäische Gen-Pool wurde spätestens ab ca. 7000 vChr durchmischt.
Wir sehen um 7000 vChr (durch nacheiszeitliche Klimaänderungen) einen Zuzug von Siedlern aus dem heutigen türkischen Gebiet nach Griechenland. Wir sehen Zuwanderung aus dem Nahen Osten, vor allem über die Südeuropäischen Landstriche bis nach Portugal. Eine Auswanderungswelle - aller Wahrscheinlichkeit ausgehend vom Schwarzen Meer, dass um diese Zeit (durch die Meeresspiegelerhöhung) über den Bosporus überflutet wurde und der folgende Anstieg des damals rund 120 Meter ! niedriger liegenden Süsswasserseespiegel des Schwarzen Meeres kurzfristig und dramatisch erhöhte. Daher wohl auch die sämtlich gleichen Überlieferungen in den Nahöstlichen Schriften.
Die Menschen retteten sich und wanderten aus. Es gibt eine Zuwanderungwelle um 6200 vChr. aus dem Schwarzmeerraum und eine spätere um 5500 vChr, die dann die - heute als Indogermanischen Sprachanteile nach Mitteleuropa brachte. Die "Indogermanen" sind aller Wahrscheinlichkeit Steppenvölker gewesen, die kurz vorher -wegen der Austrocknung der heute ukrainischen und kasachischen Steppen nach Süden zogen - und die Schwarzmeerkultur massiv eroberten und beeinflussten: Mit ihrer Sprache, mit ihren männlich orientierten gesellschaftlichen Symbolen und Religion und der entsprechenden Machtausübung.

Zwischen 7000-5500 v.Chr. gelangen also größere Einwanderungswellen nach Süd- und Mitteleuropa. Die treffen sich ziemlich genau an der Mittelrhein-Linie. Lässt sich aus den archäologischen Funden so ermitteln. Anhand der DNA und Sprachforschung lässt sich zeigen, dass nun die INDOgermanisch genannte Sprache nach und nach Europa überzieht. Im Baskenland, in Finnland - das sind die Randgebiete der Zuwanderungswellen, lassen sich die alteuropäischen Sprachen noch im Ansatz ermitteln.

Die nächste Einwanderungswelle kommt wieder aus dem "Süden", nämlich aus dem Nahen Osten und aus Griechenland. Die Phönizier und paar Jahrhunderte später die Griechen überziehen sämtliche Küsten des europäischen und nordafrikanischen Kontinens mit Handels- und "Industrie"häfen. Diese Gründungen sind bis Mittelportugal, an den Küsten Spaniens und überall sonst am Mittelmeer zu finden und sind in der Regel heute noch die Großstädte am Meer.

Derweil mischt sich seit 8000 Jahren der Mitteleuropäische Genpool mit den Einwanderern. Die Volksgruppen, die mal in den ehemals trockenen Nordseegebieten zwischen England, Dänemark und Nordwestfrankreich lebten, musten zwischen spätestens 6000 vChr ebenfalls auswandern - in den europäischen Kontinent hinein. Dort mischten sie sich mit der dort ansässigen Bevölkerung.

Nächste Welle der Veränderung:
Während der Völkerwanderungszeit im 3. Jahrhundert vor Christus (auch wegen eines 300-jährigen Klimaeinbruches) sahen sich die nordeuroäischen Völker gezwungen, weiter in den Süden auszuwandern, wenn sie überleben wollten. Die "Burgunder", die Vandalen, die Goten, eigentlich so ziemlich alle nordischen Stämme aus Dänemark, Skandinavien, Westrussland, machten sich auf den Weg nach Süden (und stiessen auf das Römische Reich, dass infolge dieser Zusammenhänge 150 Jahre später auch unterging). Einige dieser Volksgruppen zogen auf dem Weg nach Land und Auskommen mehrmals quer durch halb Europa, die Vandalen sogar bis nach Nordafrika.

Umgekehrt lieferte das Römische Reich seit spätestens der Eroberung Galliens bis zum Rhein, einen Genpool -manifestiert in Legionären und nichtrömischen Hilfstruppen- einen Genpool nach Europa hinein, der Gene in die Bevölkerungen mischte, die wieder aus allen Regionen Europas kamen: Aus Thrakien (wieder Schwarzmeerküste), Bulgarien, Griechenland, von sämtlichen Adriaküsten, aus dem heutigen Tschechien/Slowakei, aus Nordafrika, aus Portugal, Spanien und Frankreich. In den Besatzungen der Kastelle waren sämtliche Nationen und Hautfarben und Sprachen vertreten, die es um die Zeit "auf der bekannten Welt" so gab.

Dann die Kriegsphasen in Mitteleuropa nach dem Fall des Römischen Reiches: Vor allem der sog. 30-jährige Krieg im 17. Jahrhundert durchmischte den Genpool Nord- und Mitteleuropas nochmal gut durch. Später: Die Franzosen, die Österreicher, die Russen, die Preussen schlugen sich durch halb Europa miteinander und im Kriegsgetümmel nach den eigentlichen Schlachten - ihr könnt euch vorstellen, was mit den Frauen überall passierte.
Der Koblenzer "Schängel" ist ein Beispiel für die -allerdings friedliche- Vereinigung zwischen Eroberern und Eroberten. Der "Jean", oft ein Bastardkind - wurde zum sprichwörtlichen "Schang", bzw. Schängel.

Wer IRGENDwelche Gedanken zu einer GERMANISCHEN oder "arischen" Abstammung äußert, der kennt die Geschichte Europas nicht. Der hält an Gedankengut fest, dass wirrer Blödsinn ist. Es GIBT den "Arier" oder "Germanen" nicht, schon gar nicht in einer irgendwie bedeutsamen, genetisch feststellbaren "Reinheit" oder "Abstammung".
Der Genpool Europas ist relativ gleich von der Nordspitze bis zur Südspitze, von der Westküste bis zum Ural.
Dahinter allerdings, in Richtung Osten, gewinnen die asiatischen Gene einen größeren Einfluss, bedingt dadurch, dass der alteuropäische Genpool durch mehrere Wellen asiatischer Steppennomadenkrieger (die letzten waren die Hunnen, die übrigens bis ca. zur Rheingrenze - ebenfalls einen Anteil zum derzeitigen Genpool Mitteleuropas betragen), die natürlich alles niedermachten, bzw. "flachlegten", was sich auf ihrem Weg gen Westen bot.

Es gibt keine "Germanen". WENN es sie überhaupt mal gegen haben sollte, müsste man sie im ALTeuropäischen GenPool von vor 10.000 Jahren suchen.
Allerdings war DEREN Genpool auch schon ziemlich einheitlich. Nach neuesten Forschungen war der gemeine Alteuropäer eher schwarzhaarig UND blauäugig. Ein Typ, der heute gar nicht mehr so oft vorkommt.
Ja, okay. Wir haben mehr Blonde und Quadratschädel im Norden Europas. DAS ist aber wahrscheinlich eher eine Mutation, die sich eher durch eine gewisse Inzucht unter kleinen Siedlungsgruppen im Norden verbreitet und erhalten hat. Denn das blonde Gen ist rezessiv. Das heisst, es wird fast immer durch die "dunkelhaarigen" Erbmerkmale dominiert. Es hält sich also nur so lange, wie genügend blonde Gene mehrheitlich miteinander "verheiratet" werden. Trotzdem ist das "blonde", oft als germanisch/arisch gekennzeichnete, überhaupt kein Hinweis auf den restlichen Genpool, den jemand in seinen Fortpflanzungszellen mit sich führt. Die äußere Fläche des Menschen zeigt sich in einem SO absolut winzigen Teil der DNA, dass sie erstens nicht permanent ist und zweitens auch nicht unveränderbar ist.
Also: Egal, ob blond ob braun, es ist nicht die Oberfläche, die unbedingt einen Hinweis auf die örtliche und genetische Zugehörigkeit gibt, sondern der gesamte Genpool.

Und wenn man bedenkt, dass der Genpool des modernen Menschen schon nur 2 Prozent von den restlichen Primaten abweicht, dann wird einem auch klar, dass die Unterschiede INNERHALB der Menschen auf der ganzen Welt DERartig Minimal sind, dass man -wenn überhaupt- nur von lokal und in gewisser Abgeschiedenheit verstärkten äußerlichen Merkmalen reden kann, als von einer, irgendwie bedeutsamen innerlichen Abweichung.

Viel entscheidender sind offensichtlich für Unterschiede im Verhalten sind die Merkmale der Kultur und Religion, deren Gesetze und Vorschriften, in denen man aufwächst.
Eine "Rassenzugehörigkeit" kann man nirgendwo feststellen, nur eine Ausprägung der örtlich entstandenen und durch lokale Abgeschiedenheit verstärkten äußerlichen Merkmale.
Wenn überhaupt könnte man alle rechtsrheinisch lebenden Europäer als Germanen bezeichnen, im politisch-räumlischen Sinne, denn der Rhein war vor allem in der Neuzeit eine vor allem politische Grenze, über die allerdings auch immer Handel getrieben wurde.

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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von Hauseltr » 10.04.2014 14:45

Topgun hat geschrieben:
Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, dieser Mann darf schreiben
was er will, ohne viel Gegenwehr, aber... das ist die Wahrheit.
Akif Pirinçcis Hass-Buch "Deutschland von Sinnen" Der Pöbler und die Neue Rechte

Akif Pirinçci wütet in seinem Buch „Deutschland von Sinnen“ gegen Frauen, Schwule und Zuwanderer. Erschienen ist das Pamphlet in einem Verlag, der Demokratiegegner und Sozialstaatshasser vereint.

Offenbar sind tatsächlich beachtliche Anteile der Bevölkerung Deutschlands von Sinnen, diejenigen, die emotional mit dem pathologischen Wirrwarr dieser Publikation korrespondieren

http://www.tagesspiegel.de/kultur/akif- ... 44444.html

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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von Bundesfreiwild » 10.04.2014 19:23

Um auch mal etwas zum Genpool des Nahen Ostens - speziell Israel, bzw. der religiös jüdisch orientierten Bevölkerung zu sagen:
Die neueren DNA-Forschungen haben (bestimmt zum Missmut der fundamentalistischen Juden) festgestellt, dass der Genpool der jüdischen Bevölkerung Palästinas zum grössten Teil identisch ist mit dem der Palästinenser und der restlichen Bevölkerung im Nahen Osten.
Bedeutet nix anderes: Auch der "orthodoxe Jude" ist KEINE genetisch reinrassige oder besondere Gen-Darstellung. Ist ja auch klar: Auch der jüdische Patriarch wird sich seit Salomos Zeiten mit hübschen, jungen Mädels aus aller Herren Länder versorgt haben. Und der nahe Osten war seit ZIG-Tausend Jahren - zwischen Türkei und Ägypten gelegen - der Haupthandelsweg und DAS Schlachtfeld zwischen Hethitern, Ägyptern, Persern und was sonst noch so "vorbei kam".

Demzufolge machen auch die Juden ein absolut nicht nachvollziebares genetisch-religiöses Theater, das keine wirkliche Grundlage hat.

Meiner Meinung nach wird überall Religion oder Rassen"bestimmungs"wirrwarr politisiert, um -meist männlich orientierte Vorstellungen - in Politik und Realität umzusetzen.
Dabei sind wir alle SOWAS von FUNDAMENTAL ähnlich, dass es fast zum Piepen ist. Ich hab da so meine Theorien, warum das so ist und warum es bislang 100.000 Jahren Geschichte des modernen Menschen überall NUR zu äußerlichen Anpassungen gekommen ist (wobei ich glaube, dass der Zeitraum selbst dazu zu kurz ist).

Mir scheint es eher so zu sein, dass beim Ausbruch des Tomba vor 75000 Jahren tatsächlich überall auf der Welt Massen von Menschen UND evtl. sehr unterschiedlicher Ausprägung (Zwerge, Riesen, etc.) ausstarben und nur sehr kleine Menschengruppen überlebten (dieses genetische Nadelöhr ist übrigens definitiv bewiesen).
Zu kleiner Genpool in einem abgeschlossenen Gebiet bedeutet fast immer eine Verstärkung gewisser Merkmale negativer und positiver Art - auch Inzucht genannt.

Und die Forscher haben festgestellt, dass doch tatsächlich im Genpool gewisse DNA-Abschnitte tatsächlich auf aktuelle Belastungen (wahrscheinlich auch ENTlastungen) reagieren und in der Folgegeneration entsprechende Änderungen im Erbgut auftreten können. Dies nennt man EPIGenetik (Epi bedeutet so viel wie "nach". Also eine Auswirkung auf die nachfolgende Generation).

Dadurch könnten sich gewisse Anpassungen recht schnell einstellen, wenn der Druck aus der Umwelt stark ist und eine geringe Bevölkerung sich intern fortpflanzt.
Z. B. dunklere oder hellere Haut als Anpassung an die UV-Strahlung, Schlitzaugen, polynesiche Merkmale, sogar Stoffwechseländerungen hat man als Folge von zwei Weltkriegen im europäischen Gen-Pool festgestellt. Das Erbgut des Menschen (aller Lebewesen) ist anpassungsfähiger, als man bis unlängst dachte.
Die Epi-Genetik erklärt uns also, dass praktisch 99,99 Prozent des Erbgutes aller Menschen gleich ist und nur Anpassungsmerkmale veränderbar sind.

Allerdings scheint es mir so zu sein, dass irgendwann auch in jeder biologischen Art der Punkt eintritt, an dem ein EPI-Merkmal in ein Dauermerkmal eingebaut wird.
Nur so könnte man erklären, dass es irgendwann auch mal eine neue ART gibt, die sich nicht mehr mit der vermehren kann, aus der sie ursprünglich entstanden ist.

ANSCHEINEND - ich garantiere nicht für diese Annahme, kommt es DANN zu einem Sprung im Erbgut, wenn entweder eine gewisse große Anzahl von Individuen gleicher Art entstanden sind und gewisse Änderungen dann in Massen überall auftreten und vererbt werden, ODER wenn eine Art SO unter Druck gerät, dass sie entweder ausstirbt oder praktisch sofort dazu in der Lage ist, ihre Epigonen (also ihre Nachfolger der nächsten Generation) mit einem passenden und dauerhaften Anpassungs-Gen-Satz zu versorgen.
Das sind die neuesten Ansätze zur Genforschung.

Man könnte auch sagen: Alles fliesst innerhalb unserer Biospähre der Erde. Und die Menschheit fliesst ebenfalls genetisch mit. Nichts bleibt für immer und alles ist veränderbar.

Da ist es doch völliger Wahnsinn, auf irgendwelchen angeblichen "Stammes"zugehörigkeiten herumzutanzen, auf kulturellen und religösen Traditionen zu beharren, die mit der heutigen realen Welt nicht mehr in Deckung zu bringen sind, WEIL man eben nicht mehr in getrennten Kulturen leben kann und wird. Wer das will, der soll sich ne abgelegene Wüste suchen und sich mit Seinesgleichen befassen und keinen Kontakt mit der "bösen" Umwelt und den "anderen" suchen.

Die Frage wird sein: Wer passt sich an, wer verändert sich, wer "gewinnt" am Ende?
Gewinnen können wir das Spiel nur gemeinsam.

Und in Anbetracht der Situation Erde/Weltall/Klimawandel/Kometen und unabsehbare weitreichenden Ereignisse - sollten wir mal alle schön versuchen, miteinander auf einer gemeinschaftlichen Ebene auszukommen und ZUSAMMENarbeiten, um - wenns drauf ankommt - die menschlichen Gene ins Weltall hinaus zu tragen und vor einem Kathastropenereignis auf der Erde zu sichern.

Ich hatte gedacht, meine Generation würde es mal wenigstens bis zum Mars schaffen.
Aber leiderleider ging während meiner bisherigen Lebenszeit wieder der allergrößte Geldhaufen in den Rüstungswettlauf des kalten Krieges (bis 1989) und danach in die beiden Golfkriege, Afghanistan und den Balkankrieg (die anderen Kriegsschauplätze zähl ich da nichtmal mit).

Mit ALL diesen Tausenden BILLIONEN Dollars und Euros hätte man Dinge finanzieren können... Ach... man hätte SO viele Probleme aus der Welt schaffen können!
Um "Men in Black" zu zitieren: "Aber NÖÖÖÖÖÖÖ!" Man hatte nix anderes zu tun, als sich mal wieder flächendeckend die Rübe einzuschlagen.

Ich bin gespannt, was die nächsten 50 Jahre laufen wird. Ich sehe da schwarz:
*Lach* es findet ja nicht mal mehr eine Kommunikation im Bus statt, weil 9 von 10 der Schüler und Studenten den Knopf im Ohr haben. Und DIE sollen in den nächsten 50-60 Jahren eine Entwicklungs- und Friedenspolitik machen? Die können sich ja nicht mal mehr mit sich selbst unterhalten! Geschweige mit anderen.

Naja... von mir aus kann uns auch ein nächster Komet hinwegfegen. Dann fangen halt paar kleine Menschheitsgruppen (falls die ART Mensch dann Glück hatte) wieder bei 50000 Menschen/Welt von vorne an. Mit Veränderungen im Genpool, vielleicht mit anderen psychischen Entwicklungen.

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PaulOSNABR
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft (Doppelpaß)

Beitrag von PaulOSNABR » 08.09.2014 15:21

Staatsbürgerschaft kann doch nur was mit Nationalismus zu tun haben. Irgendein Pass bekommt doch fast jeder. Ich will auch einen Doppelpaß und weiss, wie ich ihn bekomme.

In Europa ist der Nationalismus erst ein Thema im 15. und 16. Jahrhundert gewesen, auch wenn später behauptet wurde, es gab eine Germanisierung schon vorher.

Wegen fehlender sprachlicher, kultureller oder ethnischer Homogenität in den Regionen gehe ich davon aus, dass Herrscherwillen zu den Nationalstaaten geführt haben und nicht der Bevölkerungswillen.

Die Frage danach woher meine Vorfahren und ich komme, mag ein Grund dafür sein, mich dafür zu interessieren. In der NS Zeit nannte man dies Ahnenforschung, was mir überhaupt nicht passt. Meine Familien waren "Volksdeutsche" aus Masuren Ostpreußen und die Namen hatten häufig ein -ski.
Bestimmt haben viele aus dem Westen uns aus dem Osten als Polaken beschimpft, obwohl wir keine waren. Die Bevölkerung in Masuren kam zu großen Teilen aus Masowien / Polen , in meiner Familie auch aus dem Rheinland und Westfalen. Nachbarn meiner Eltern kamen aus dem Salzburger Land / Österreich oder waren Hugenotten aus Frankreich. Es waren Protestaten und Glaubensflüchtlinge, zum Glück hatte sie der preußische König aufgenommen.
Litauer und Holländer gab es auch einige.

Ab 1710 nach der großen Pest, wo mehr als 90 % der Bevölkerung aus der Region verstarben, machte sich meine Familie dort seßhaft.
Nationalistische Strömungen ergaben, dass gezielt die deutsche Sprache gefördert wurde, bis zu 30 % der Bevölkerung in der Region meiner Familie gaben 1910 an, dass Polnisch ihre Muttersprache war. Meine Großeltern und meine Eltern haben Polnisch als 2. Sprache gesprochen.

1945 wurden sie vom polnischen Staat hinausgeworfen, wobei es noch einige gab, die in Russland als Reparationsdeportierter verschleppt wurden. Meine Mutter mußte in Sibirien 2 Jahre lang Sklavenarbeit leisten.

Vor diesem familären Hintergrund würde ich keine polnische Staatsangehörigkeit bekommen.

Meine Frau hat die russische Staatsbürgerschaft und in ihrer Familie gab es Polen, die von Stalin verschleppt wurde, inzwischen weiss ich, dass es 1 000 000 Polen so ergangen ist. Viele ihrer Familienangehörige haben eine POLSKA KARTA vom polnischen Behörden bekommen, was ihnen als Angehöriger der POLONIA ermöglicht in Polen zu arbeiten, einige von ihnen haben auch die polnische Staatsangehörigkeit bekommen.

Diese Möglichkeit hat auch meine Ehefrau und ich würde so auch die polnische Staatsangehörigkeit bekommen. Was der polnische Staat wegen meinem familären Hintergrund nicht unbedingt will.

Das sind die ersten beiden Möglichkeiten, einen russischen und einen polnischen Pass zu bekommen.

Viel Geld müßte ich für einen maltesischen Pass zahlen müssen, ohne nach Malta einreisen zu müssen. Allerdings habe ich die finanziellen Möglichkeiten nicht.

Menschen aus der ehemaligen Sowjetrepublik Moldawien haben es einfacher eine EU Pass zu bekommen, sie können unbürokratisch sehr preiswert einen Rumänischen Pass bekommen, wenn sie rumäischer Abstammung sind.



"Die Prinzipien des internationalen Rechts besagen, dass jedes Mitgliedsland selbst die Bedingungen für den Erwerb ihrer Staatsbürgerschaft festlegen darf."
Ihr seit als EU Bürger willkommen, oder auch nicht.
... Entweder sind die meisten ahnungslos oder sie ahnen sehr wohl, was sich damals zugetragen haben mag und wollen ganz bewußt nicht zuviel wissen oder gar damit belastet werden. Ich lerne mit dieser Lüge zu leben.

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