Ärztestreik

Hier kommen politische Themen zur Sprache.

Moderator: Moderatoren

Zollwolf1960
Beiträge: 497
Registriert: 01.12.2005 10:23
Behörde:
Wohnort: Goch

Ärztestreik

Beitrag von Zollwolf1960 » 15.05.2006 12:07

Hallo ihr Mündigen,

na super, die Menschen werden gesund, zumindest sterben jetzt weniger. Ich halte es mit Robert Koch: Wenn ein Arzt hinter dem Sarg des Patienten herläuft, folgt wahrscheinlich die Ursache der Wirkung.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh darüber, dass die Ärzte streiken. Wenn die Statistik stimmt, lässt es nur einen Schluss zu und den soll jeder selber ziehen.

Hier noch ein netter Link:
http://www.psychiatrie-erfahrene.de/aerzte_streiken.htm

Innige Grüße
Der öffentliche Dienst und der gesunde Menschenverstand schließen einander aus.

Man sollte sich die Gelassenheit eines Stuhles zulegen können, der muss auch mit jedem A.... klarkommen.

Zolli
Beiträge: 72
Registriert: 23.11.2005 17:51
Behörde:

Beitrag von Zolli » 15.05.2006 18:54

Mit dem Ärztestreik ist es leider nur so, dass -wie überall- Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch in anderen Foren ist zu lesen, dass es ja den Ärzten ach so gut geht und überhaupt. Dies mag für einen Teil der (streikenden) Ärzte vielleicht sogar zutreffen, und nicht zu vergessen: auch auf die niedergelassenen Ärzte mit einem Haufen Privatpatienten oder gar Chefärzte, die selbst abrechnen.

Die armen Schweine in den Krankenhäusern, die für ein Butterbrot 24-Stunden-Schichten schieben (und mehr!), die tun mir leid. Patriotismus hin oder her, ich persönlich finde es gut, dass diese Ärzteschaft auf die Barrikaden geht.

Wenn ich mal ins Krankenhaus müsste, wäre meine erste Frage: "Wie lange sind Sie schon im Dienst" - und je nach Antwort ... Ein LKW-Fahrer muss nach 8 oder 9 Stunden seinen Lastzug stehen lassen, aber ein Krankenhausarzt soll nach 23 Stunden Arbeit noch eine Diagnose stellen, bei der es im schlimmsten Fall um Leben und Tod geht? Nein Danke.

Also, wie geagt, ich finde den Ärztestreik richtig gut und Hut ab vor diesen Leuten.

Zolli
Wir müssen sparen, koste es was es wolle.

Benutzeravatar
asphaltcowboy
Moderator
Beiträge: 77
Registriert: 12.12.2005 07:18
Behörde:
Wohnort: Hessen

Beitrag von asphaltcowboy » 15.05.2006 21:56

Zolli, ich gebe dir voll und ganz Recht
"... wir brauchen dringend radikale Reformen, es darf sich aber nichts verändern ..."
(Dr. Vranitzky, ehem. österr. Bundeskanzler)

Angelfire
Beiträge: 402
Registriert: 15.11.2005 23:35
Behörde:

Beitrag von Angelfire » 16.05.2006 02:38

Schade nur das keiner unserer Politiker die Lösung sieht:

- Krankenkassen von 300 auf 4 reduzieren! (frei gewordenes Personal geht in den Service der Krankenhäuser und Gemeinschaftspraxen bzw. wird zum Pfler oder zur Krankenschwester umgeschult.)

- Jeder Patient erhält eine Kopie der Rechnung an die Krankenkasse

- Punktesystem abschaffen. Dafür Festbeträge nach Leistung einführen. Krebs- oder Rheumapatienten sind nun mal teurer als jemand mit Schnupfen.

LG

Angelfire
Was du nicht willst das dir getan, das tu auch keinem andren an!

Werbung