Kündigung Polizei

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cheercat01
Beiträge: 1
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Kündigung Polizei

Beitrag von cheercat01 » 18.06.2011 21:31

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe direkt ein "dickes" Problem:

Ich bin zur Zeit in der Ausbildung bei der Polizei NRW. Im September bin ich fertig- wie habe ich es mir immer gewünscht. Doch nun ist mein größter Traum zu meinem größten Alptraum geworden.

Ich merke jedes Mal wenn ich im Praktikum, dass es absolut nicht mein Beruf ist. Ich fühle mich so unglaublich unwohl. Mich begleitet eine ständige Angst, dass mir etwas passiert oder das ich in eine gefährliche Situation komme. Dieses Unbehagen legt sich mittlerweile schon psychosomatisch nieder: Magenschmerzen, Herzprobleme, latente Übelkeit- um nur ein paar Anzeichen zu nennen.

Ich habe auch schon mit der Ausbildungsleitung gesprochen, dass die nicht unbedingt begeistert war, versteht sich von selbst. Aber was soll ich machen? Ich möchte nicht eine Dauerkarte beim Psychologen inne haben!

Ich weiss, dass ich Geld zurückzahlen muss. Wieviel, dass muss ich noch in Erfahrung bringen.

Meine Frage wäre, wie ich diese Kündigung am Besten schreibe?! Möchte bei dem nächsten Gespräch schon etwas vorbereitet sein.
Weiss jemand, ob es vielleicht auch eine Möglichkeit gibt, direkt nach der Ausbildung in eine andere Behörde zu wechseln und wie das von Statten gehen würde?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen! Und ich wäre dankbar, wenn man mir Vorhaltungen und Vorwürfe ersparen könnte...

Vielen Dank und viele Grüße!!

schäferhund
Beiträge: 346
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Beitrag von schäferhund » 19.06.2011 08:49

Hallo cheercat01,

zunächst mal herzlich willkommen, hier im Forum. Ich hoffe, dass man dir hier irgendwie helfen kann.

Nun, es ist sehr bedauerlich, dass sich Dein beruflicher Werdegang so ungünstig entwickelt hat und ich kann Deine Bedenken sehr gut verstehen (war vor über 30 Jahren in einer vergleichbaren Situation - bin jedoch kein Polizeibeamter). Innerhalb relativ kurzer Zeit war aber wieder alles ok.

Wichtig ist, dass Du Deine Ausbildung mit Abschluß beendest und so wie ich dies herauslese, ist das ja auch Dein Ziel . Das ist gut so !!
Gibt es innerhalb der Polizei evtl. Abteilungen / Tätigkeiten die für Dich besser geeignet wären ?
Ein Wechsel an eine andere Behörde ist zwar möglich, kommt aber meines Wissens nicht so oft vor. Häufig dürfte dies mit einer erneuten Ausbildung verbunden sein und man wird Dich zu 100 % fragen, weshalb Du nicht mehr im Polizeidienst bleiben möchtest. Du kannst aber sicherheitshalber schon mal vorsichtig bei anderen Behörden unverbindlich anfragen. Sollte dies klappen, müssten sich die beteiligten Personalchefs ohnehin absprechen.
Meinen Beamtenstatus würde ich jedenfalls nicht so einfach aufgeben und eine Kündigung wäre aus meiner Sicht die schlechteste Lösung. Eine Kündigung, so wie in der Privatwirtschaft, gibt es im Beamtenrecht ohnehin nicht. Man müsste um seine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis bitten (so zumindest habe ich es in den 70er Jahren gelernt). Sinnvoll wäre evtl. auch noch zu versuchen, ältere, erfahrene Kolleginnen u. Kollegen zu befragen, sofern man sich ihnen anvertrauen kann. Evtl. kennen sie einen vergleichbaren Fall aus ihrem Berufsleben und können Dir weiterhelfen.
So wie Du es schilderst, könnte es sich evtl. um ein psych. Problem bei Dir handeln und dies ist heutigen Zeit nun wirklich keine Schande !!!
Bevor man schlaflose Nächte hat und ständig nur am Grübeln ist, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Du bist da mit Sicherheit kein Einzelfall und Gesundheit ist das wichtigste Gut.

Ich wünsche Dir alles Gute

Gruß
Schäferhund

Nevele
Beiträge: 1
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Beitrag von Nevele » 07.07.2011 13:11

Hey,
Ich bin ebenfalls im September mit meiner Ausbildung fertig und habe leider das selbe Problem wie du...
Wenn du magst können wir uns ja so irgendwie in Verbindung setzen, da ich auch nicht wirklich weiß, was ich im Moment tun soll!
Meld dich bitte

Lg

mamajo
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...Angstzustände...

Beitrag von mamajo » 05.10.2011 19:22

Halli Hallo..

wenn ich an meine Anfänge zurückdenke fallen auch mir Situationen ein, in denen ich angstähnliche Zustände hatte.

Für mich habe ich damals festgestellt, dass es aus reiner Unsicherheit meinerseits zu diesen "Zuständen" gekommen ist.
Dazu muß ich gestehen das ich "damals" an einen "Bärenführer"/Ausbilder geraten bin der nicht wirklich geeignet war-aus meiner jetztigen Sicht.

Auch nach mittlerweile 17 Dienstjahren komme ich immer wieder (so wie wohl viele von uns^^) in Situationen, in denen auch ich mich nicht wohlfühle.

Ich kann dir nur raten, in deinen Praktikas (sagt man das so ?) mit Arbeitskollegen zu diensteln, die dir (auch optische) Sicherheit geben, mit denen du quatschen und die Situationen besprechen kannst die gewesen sind.
Reden ist aus meiner Sicht in unserer Branche sehr wichtig. Mir hilft es immer noch Situationen zu verarbeiten.

PTBS kann jeden erwischen !

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