Neufassung BRZV

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maxg
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Neufassung BRZV

Beitrag von maxg » 29.05.2012 22:10

Hallo zusammen,

laut BDZ-Homepage von heute hat der HPR der Neufassung der - geheim erarbeiteten - Neuffassung der BRZV zugestimmt.
Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis mal wieder Beurteilungen stattfinden...
Und besser wird natürlich auch ALLES ... und gerichtsfest ... Amen.

Staatssklave
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Re: Neufassung BRZV

Beitrag von Staatssklave » 20.06.2012 15:55

Herzlichen Glückwunsch zum gewonnenen Orakel, heute pfiffen es die Spatzen von den Dächern, dass der Beurteilungswahn endlich wieder los geht. Für die ein oder andere Besoldungsgruppe ist der Stichtag 01.08. vorgesehen. Schön, meine Vorgesetzten sind dann in Urlaub. Welch ein Vollpfosten denkt sich soetwas überhaupt aus, mal vom Zeitfaktor abgesehen, bei A 10 ern hat sich fast gar nichts beförderungsmäßig getan, d.h. die Beurteilung ist für die Katz, da kaum Quoten (außer die Erhöhung aus der neuen BRZV) frei sind, bei den A 7 ner ist ganz gut abgeräumt worden, aber die die jetzt fast zur Beförderung heranstehen, sind richtig gear... denn mit der neuen Beurteilung reihen sie sich wieder schön in die Punkteliste ein. Gibt es bei der Beurteilung jetzt 8 Punkte, klappt es ja vielleicht so in 2 Jahren, falls, ja falls wir den Beurteilungsstichtag nicht wieder nach vorne verlegen. Also liebe Vorgesetzten es geht darum, das Geld, das ihr mehr bekommt zu verdienen, hängt Euch rein, kämpft wie die Löwen für Eure Mitarbeiter und am Ende heißt es, "sie sind ja noch so jung", "ich habe alles versucht, aber leider, naja sie wissen ja wie das läuft, "ich finde hre Leistungen wirklich sehr gut, aber andere ware in der Vergleichsgruppe leider besser" und und und.

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leonsucher
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Re: Neufassung BRZV

Beitrag von leonsucher » 20.06.2012 19:52

Staatssklave hat geschrieben:....... bei den A 7 ner ist ganz gut abgeräumt worden, aber die die jetzt fast zur Beförderung heranstehen, sind richtig gear... denn mit der neuen Beurteilung reihen sie sich wieder schön in die Punkteliste ein.
Was ist denn da bitte abgeräumt worden ?
Mehr als die Hälfte ! der beförderungswürdig beurteilen A7 ( bei A10 sicher ähnlich ) warten sicher noch bis Mitte 2013 meist umsonst auf ihre mögliche Beförderung, wo man in anderen Besoldungsstufen schon bis 7 Punkte runter ist und deshalb zeitnah neu beurteilen muss.
Und richtig erkannt, die meisten der dann nicht beförderten A7 mit 7 - 9 Punkte werden auch dann keine dazu nötige zweistellige Punktzahl bekommen, weil es prozentual gar nicht möglich ist.
Also wieder 3 verschenkte Jahre, für viele bereits der 4. - 5. Anlauf.
Das ist ein Skandal sondersgleichen, den die Verwaltung mit Berechnung betreibt.
Denn nicht umsonst ist A7/ A8 der Löwenanteil im m.D., wo man regulativ gut Kosten sparen kann.
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

Staatssklave
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Re: Neufassung BRZV

Beitrag von Staatssklave » 21.06.2012 19:52

Da war ich wohl falsch informiert, ich dachte, bei A 7 waren sie schon bis auf 7 Punkte runter. Jetzt wissen wir wenigstens wo die Einsparungen für die Besoldungserhöhungen herkommen, damit das aufkommensneutral gestemmt werden kann, bei den Kolleginnen und Kollegen, die auf ihre Beförderungen warten. Befördere ich A 7/A8 und A 9/A10 nicht, dann hat die Verwaltung so richtig schön Kohle gespart, da dort die Masse beschäftigt ist.

maxg
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Re: Neufassung BRZV

Beitrag von maxg » 24.06.2012 20:27

... habe jetzt auch noch mal das Janze nachvollzogen. Und i.d.T. ist die vorgezogene Beurteilung der A10er ein echter Schwachsinn, da dort fast noch nichts wegbefördert wurde und bis zum 31.01.2013 Zeit gewesen wäre, zumindest noch einen Noten-Block abzuräumen ... Bin zum Glück nicht Betroffener, so dass ich nur ahnen kann, wie sehr es bei den Kolleg(inn)en mit 10 und 11 Punkten aufstoßen mag. Denn dort wurde nur bis 12 Punkte herunter befördert ... ein Wahnsinn !!!

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Re: Neufassung BRZV

Beitrag von Eddy_HH » 20.07.2012 10:01

...und auch diese Beurteilungsrichtlinie ist wieder einmal Blödsinn. Solange es sogenannte "Gremiumsbesprechungen" gibt, die kein Entscheidungsorgang darstellen sondern lediglich Plapperrunden sind, über deren Tagungen keine Aufzeichnungen/Protokolle geführt werden, die kein bindendes Diskussionsergebnis geben, sondern bei denen der Beurteiler letztlich doch so entscheiden darf wie er will, solange ist dieses ganze eine Farce. Immer wieder werden Beurteilungsvorschläge der direkten Vorgesetzten durch den Beurteiler abgelehnt, dieser bestimmt dann nach seinem Gutdünken, wie er den Bediensteten beurteilen will und der Vortragende muss dann seinen Vorschlag auf die gewollte Form abändern. Zudem steht hinter allem auch die Befürchtung des Vortragenden, dass er bei seiner Beurteilung schlecht wegkommt, wenn er nicht dem Beurteiler genehm vorträgt. Hier wird noch immer nach Großbauerntum entschieden, der Beurteiler macht was er will und derjenige, dessen Nase ihm nicht genehm ist, wird abgesägt. Natürlich hat dieses wiederum auch Folgen auf die Besetzung von Stellen, womit zudem die ARZV ad absurdum geführt wird. Sitzt ein nicht gehmer Bediensteter auf einem Dienstposten, wird er umgesetzt und zudem seine Beurteilung passend dieser Maßnahme erstellt.
Da nutzen die Erstellung eines Leitbildes und die Bekundungen, wir sind eine offene, kritikfreudige und moderne Verwaltung, in der kooperativ gearbeitet wird, auch nichts. Wir entwickeln uns mit Riesenschritten zurück in die Autokratie, in der sogenannte Personalbewirtschaftungssysteme zum Selbstzweck und als Alibifunktion dienen. Das Personal wird verschoben und geknechtet, nur wer dem Herrschenden genehm ist, wird geduldet und eventuell noch gefördert. Traurig ist, was aus seinerzeitigen guten Ansätzen geworden ist.

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