klage gegen bzv

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Zollkodex-Ritter
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Beitrag von Zollkodex-Ritter » 07.09.2010 21:00

Mikesch hat geschrieben: Wenn es gegen Strukturen oder Verurteilungen geht, nur dann, wenn einem eine Klage am A... vorbei geht, so ne Art Hobby ist und einem das Geld auch egal ist.
Dieses Mal werd ich über die Gewerkschaftsschiene gehen. Nicht umsonst bieten die ja die kostenlose Rechtsberatung, auch anwaltlich, an. Die Note ist einstellig geworden, leider. Bei mir sind es auch schon 8 Jahre ZOS, obwohl ich erst 13 Jahre beim Verein bin.
Der Verwaltung ist das eigentlich alles egal, da ist niemand, der Zahlen oder ein Prozessrisiko tragen muss. Wenn die verlieren, na und? Dann wird was geändert und gut ist.
Och, wenn die Kosten dafür steigen und steigen, dann wird sich wohl irgendwann der Rechnungshof, die Innenrevision, das Controlling oder sonst wer dafür interessieren.

Der Zoll hat mir nichts mehr zu bieten als einen sicheren Job und ein halbwegs passendes Einkommen, wenn man das Einkommen mit ähnlichen Berufen in der Wirtschaft vergleicht. Mehr ist da nimmer.

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Mikesch
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Beitrag von Mikesch » 07.09.2010 23:36

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Mich kotzt diese Sache derart an, dass ich vor einigen Wochen fast zum Psychologen musste.
Nun, ich stand auch mal vor einer solchen Situation. Als man die Grenzen geklaut hatte, ich Haus, Hof und Frau verloren hatte und außer meinem Moped und der CD-Sammlung nichts mehr besaß. Da stand ich kurz vor dem Ausrasten...

Was die anderen Dinge anbelangt kann ich nur sagen, wie ICH damit umgehe. Vielleicht ist es eine Hilfe oder zumindest eine Anregung.
Ich will glücklich leben, da reibe ich mich nicht an Dinge auf, die ich nicht ändern kann.
Meine ganze Dienstzeit über gehörte ich zu den Losern, alle "Weinfeste" oder sonstige Nettigkeiten gingen an mir vorüber. Man hat mir die vorher rentenfähige Pol-Zulage geklaut, durfte 8! Jahre in einer Dienstalterstufe verbleiben und überhaupt schlägt die Salamitaktik unerbittlich zu. Ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, nach 48 Dienstjahren mit 9 +Z in Pension zu gehen, mal abgesehen davon, jemals eine "Braunhals"-Prämie gesehen zu haben.
Anerkennung für Leistung? Wo hast Du denn das her? ;-)

Nein, ich rege mich nicht mehr auf, der ganze Laden mit seinen skurrielen Auswüchsen interessiert mich nicht mehr. Ich bekomme ne Entlohnung für eine Tätigkeit, die mir zuweilen auch noch Spaß macht und gut ist. Ich will meine Ruhe und meinen Frieden!!!

Diese "asiatische" Einstellung habe ich bei meinen ganzen Aufenthalten dort gelernt: Rege Dich nicht auf über Dinge, die Du nicht ändern kannst, aber ändere die, die Du ändern kannst.

Anerkennung finde ich in meiner Freizeit und was die mir bis dato "geklaute" Kohle anbelangt, das sage ich immer wieder, die liegt auf der Straße, muss man nur aufheben. Da können die sich ihren "Z" in den A. drücken.
Doch, ich kann mittlerweile sagen, dass ich ein glücklicher Mensch bin...

Wie gesagt, nur meine Sicht der Dinge...

cu,
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dove
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Beitrag von dove » 11.09.2010 08:14

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Bei mir sind es auch schon 8 Jahre ZOS, obwohl ich erst 13 Jahre beim Verein bin.
Meine Güte Ritter,

NUR 8 Jahre, ich habs auf 13 geschafft OHNE das ich etwas angestellt hätte :twisted:

Jau Mikesch,

deine Ausführungen (Braunhalsprämie) sind wieder Supi :!: :!:

--------------------------------------------------------------------

Meine Bewertung liegt im einstelligen Bereich.

Aber das ist mir inzwischen egal :!:

Wichtiger (auch wenn viele [vor allen jüngere] dies nicht verstehen) ist doch wie es "mir" geht und wie es zuhause läuft :twisted:

Erst dann hat die Verwaltung keine Macht mehr über einen und hat verloren :twisted: :twisted:
JEFTA gefährlicher als TTIP

https://www.youtube.com/watch?v=1c9yFM-YnBo
11:15 min
Der EU Grenzen aufzeigen JEFTA STOPPEN
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leonsucher
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Beitrag von leonsucher » 11.09.2010 08:42

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:
NUR 8 Jahre, ich habs auf 13 geschafft OHNE das ich etwas angestellt hätte :twisted:
Naja, 13 Jahre ohne A8 werde ich sicher auch bald schaffen.
Vielleicht geht da mal was so um die 50.......................:roll:
Selbst wenn jedes Jahr Beurteilungen wären, bin ich zuweit weg vom Trog.

Einstellige Punktzahl weit entfernt von 13 - 15 Punkten.

Personalakte ist sauber ( hab ich geprüft ), nie Verfehlungen oder Beschwerden.

Klagen kratzt nur an der eigenen Seele und es macht krank, wenn man sich ( selbst im Recht ) hineinsteigert.

Leistungen deshalb zurückfahren liegt mir nicht.
Ich muss den Dienstalltag so schnell wie möglich und problemlos hinter mich bringen, anstatt bewußt oder leichtfertig Chaos zu produzieren.

Ob Andere dies schätzen, interessiert mich nicht mehr.
Geld kommt immer pünktlich zum Monatsersten und das Leben beginnt nach Dienstschluß.
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

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Beitrag von Zollkodex-Ritter » 11.09.2010 11:05

Also Innere Emigration, Maul halten, Kopf einziehen, nie auffallen und weiter arbeiten... Wenn das euer Weg ist, bitte, aber ich ertrage das nicht mehr länger.

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leonsucher
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Beitrag von leonsucher » 11.09.2010 12:01

Zollkodex-Ritter hat geschrieben: Maul halten, Kopf einziehen, nie auffallen
Das hat damit gar nichts zu tun.

Ich habe selbst schon einem bornierten Amtsrat oder meinem direkten Vorgesetzten meine persönliche Meinung über ihre menschliche/ fachliche Eignung ins Gesicht gesagt.

Das dies im Zuge von Klatsch und Tratsch auf Gremiumsbesprechungen dann irgendwann entsprechend "honoriert" wird, sollte nicht weiter verwundern.

Zumindest kann ich in den Spiegel schauen.
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

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Ossikind
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Beitrag von Ossikind » 11.09.2010 13:47

leonsucher hat geschrieben:
Leistungen deshalb zurückfahren liegt mir nicht.
Geht wirklich nicht gegen Deine Person "leonsucher", aber warum musste ich über so ein geilen Spruch herzhaft darüber lachen.
Ich konnte mich gar nicht wieder einkriegen, sorry.... :lol: :lol: :lol:
Früher konnten Frauen kochen wie meine Mutter, heute können sie saufen wie mein Vater!

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Beitrag von Zollkodex-Ritter » 12.09.2010 13:18

leonsucher hat geschrieben:
Zollkodex-Ritter hat geschrieben: Maul halten, Kopf einziehen, nie auffallen
Das hat damit gar nichts zu tun.
Also ich finde schon. Es geht ja nicht gegen bornierte Amtsräte, direkte Vorgesetzte oder andere Personen, sondern gegen die Regelungen an sich.

Also schön zur Beurteilung ja und amen sagen, sich brav bedanken wenn 10 Punkte herauskommen, das Maul halten, Kopf einziehen, nie auffallen und weitermachen...

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Früchtchen
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Beitrag von Früchtchen » 12.09.2010 21:19

Naja, ob man nun den Kopf einzieht und sich aufs private konzentriert oder sich den Kopf einrennt, weil man was ändern will, ist sicher eine Frage der persönlichen Erfahrungen. Glücklich wird jeder anders.
Ich habe allerdings den Verdacht, daß die Verwaltung sehr dankbar ist über jeden, der einfach schnell seine Arbeit macht und nichts dafür fordert oder sich zufrieden gibt - womit und warum auch immer.
Meine Erfahrung ist, daß man ab einem gewissen Punkt kaum eine andere Wahl hat, als nach oben zu nerven, auf Zehen zu treten, Krawall zu machen etc. denn manchmal werden Beförderungen und Prämien vergeben, einfach damit jemand endlich mal Ruhe gibt. Vorgesetzte sind Menschen und Menschen mögen keine Nerverei...
Muß hier leider gestehen, daß ich nicht der Typ dafür bin und auch nicht die Nerven für Dauerkrawall habe, aber ich kenne Kollegen, die damit sehr erfolgreich vorwärts kommen.

Ich habe für mich auch eher die Variante gewählt: ich arbeite, wie ich beurteilt werde und hebe mir Energie und Nerven für mein Privatleben auf. Ich hatte Jahre dabei, da hab ich mir als A6 und A7 (nach 8 Jahren :lol: ) voll den A... aufgerissen und dann mein e.d.A. abgeholt. Das mach ich nicht mehr!!! Ich kann mir ausrechnen, daß ich mindestens drei, vier Beurteilungen knicken kann, bevor es mal im Ansatz was brauchbares gibt. Egal ob ich keule wie blöde oder es ruhiger angehe. Also kann ich die nächsten 10 Jahre erstmal die Bremse anziehen. Das gilt um so mehr, als ja nun mit Kriterien zur Person bei der neuen Art der Bewertung eh nur das Nasenprinzip legalisiert wurde.
Natürlich bedeutet Bremse nicht, daß meine Kollegen meine Arbeit machen müssen. Nur mir ist jetzt egal, ob wir unterbesetzt sind oder nicht. Ich mache MEINE Arbeit und nicht mehr. Und unser SGL mit seinem A 14 kann sich um mehr Leute kümmern. Das ist SEINE Arbeit.
Da ich meine Arbeit durchaus mag, gefällt mir diese Scheuklappenart nicht, aber die wollen das doch so haben. Andernfalls würden sie ja mal dazu übergehen, tatsächlich zu honorieren, wenn man sich den A... aufreißt, statt die Prämien und Punkte an Krawallmacher oder (noch schlimmer) Schauläufer zu verplempern.
Nur das erfordert von Vorgesetzten natürlich fachliches Wissen, um das einordnen zu können. Ein Volljurist als SGL macht ja viel her, aber fachlich kann man dem natürlich mit etwas Geschick schnell die simpelste Tätigkeit als Mammutaufgabe verkaufen und sich teurer verkaufen, als man ist.
Lange Rede, kurzer Sinn:
ärgert euch nicht so viel über den ganzen Mist!!! Das Leben ist zu kurz, um der Arbeit zu viel Bedeutung zu geben. Macht eure Arbeit so, daß ihr euch dabei im Spiegel ansehen könnt. Vergesst nicht: Beurteilungen sagen immer auch viel über den, der beurteilt.

Guts Nächtle an die ganze Gemeinde!
Euer Früchtchen :D

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Mikesch
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Beitrag von Mikesch » 13.09.2010 00:21

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Also schön zur Beurteilung ja und amen sagen, sich brav bedanken wenn 10 Punkte herauskommen, das Maul halten, Kopf einziehen, nie auffallen und weitermachen...
Zumindes was meine Wenigkeit betrifft, ist das so nicht richtig...
Nicht aufregen und Ruhe an den Tag legen ist nicht gleichbedeutend mit nichts sagen. Durch meine Losgelöstheit ist es viel leichter, alles sagen zu können. Manche Gespräche mit Oberen sind schon recht lustig... ;-)
Aber es findet auf einer anderen Ebene statt, ohne diesen ganzen Zorn oder dass Chefs prinzipiell Feinde sind. Jeder Mensch wird mit Respekt behandelt, egal wer das ist. Im Gegenzug läuft das genau so, wie war das mit dem Wald...
It`s my style...
...und macht das Leben angenehm. Es ist eine einfache Bilanz, soll und Haben.

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leonsucher
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Beitrag von leonsucher » 13.09.2010 18:41

Hey Mikesch, alter DuZ - Hai, bist Du eigentlich privat Nachtaktiv oder eher beruflich...................... :wink:
Weil fällt voll auf ............... :lol:
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

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Mikesch
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Beitrag von Mikesch » 13.09.2010 22:31

leonsucher hat geschrieben:Hey Mikesch, alter DuZ - Hai, bist Du eigentlich privat Nachtaktiv oder eher beruflich...................... :wink:
Weil fällt voll auf ............... :lol:
Ooooch, musste ich schon oft hören ;-)
...war doch noch vor Mitternacht ;-)
Ne Krankenschwester meinte mal zu mir, ich würde unter seniler Bettflucht leiden ;-)
Echt, seit ein paar Jahren reichen mit 3-4 Stunden. Ist auch gut so, habe ja nicht mehr so lange... ;-)
Hier das ist die Entspannung zwischendurch. Brauche ja auch meine Zeit um mich um meine Hobbies zu kümmern.
Vielleicht auch ein Virus, kaum zu glauben, wie viele Leute aus der Teppichbodenetage größerer Unternehmen Nachts arbeiten mit denen ich mich so austausche ;-)

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