Externe Personalgewinnung..?

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Harald444
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Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Harald444 » 26.09.2018 00:24

Hallo,

ich habe mich für eine Stelle als IT-Kriminaltechnik im Sachgebiet E beworben und eine Einladung erhalten für den schriftlichen Teil.

Meine Frage ist:

Was bedeutet dieses "Externe Personalgewinnung"? Ist man nicht direkt beim Zollamt dann beschäftigt? Ist dies so etwas wie eine Zeitarbeit für Zoll?

Dort steht Ihre Bewerbung vom 14.07.2018 auf einen nach E 5 / E 6 TV EntgO Bund bewerteten Arbeitsplatz beim Hauptzollamt...

E5/E6 bedeutet glaub das was ich verdienen würde...

Kann mir einer was zu dem schriftlichen Einstellungsverfahren sagen bzw tipps geben oder lektüre mit der man sich vorbereiten kann?

Ich habe den erweiterten Realabschluss und eine Fachinformatiker - Systemintegration Ausbildung hinter mir.

Zollkodex-Ritter
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 26.09.2018 13:05

Nein, es ist eine "externe Personalgewinnung", da diese Stellen nicht intern durch ausgebildete Zöllner besetzt werden sollen. Der Zoll setzt in fast allen Bereichen sonst nur Beschäftigte ein, die einen Vorbereitungsdienst oder Ausbildung beim Zoll durchlaufen haben. Keine Zeitarbeit und keine externe Firma oder dergleichen.

E5/E6 finde ich persönlich für IT-K unterbezahlt. Da würde ich mir bei Zusage die Tätigkeitsbeschreibung ansehen.

Hesse/Schrader soll sich bewährt haben.

Harald444
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Harald444 » 27.09.2018 16:45

Externe Personalgewinnung bedeutet also. Man stellt sogesehen unausgebildete Leute ein. Sprich man ist ganz normal beim Zoll eingestellt.

Daher wahrscheinlich auch der Niedrige Verdienst.

"E5/E6 finde ich persönlich für IT-K unterbezahlt. Da würde ich mir bei Zusage die Tätigkeitsbeschreibung ansehen."

Erstmal muss ich demnächst zum schriftlichen auswahlverfahren. Was meinst du genau mit "Tätigkeitbeschreibung ansehen? Sollte ich auf etwas achten bzw dann ansprechen?

Ich weiß ja nicht wie das mit dem Verdiernst ist ob das mal irgendwann steigt.

Postlerin
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Postlerin » 28.09.2018 10:16

Wenn etwas erst mal eingruppiert ist, bleibt es da auch.

Schau dir bitte mal die entsprechende Entgelttabelle an.

Wir reden hier von netto ca.1400 bis 1600 Euro.
Oder habe ich die falsche Tabelle erwischt?

Harald444
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Harald444 » 28.09.2018 13:05

So etwas habe ich auhc gelesen was von 1400-1600. Dafür müsste ich jeden tag 35km hin 35km zurück fahren...

Hätte nicht gedacht das man so wenig verdient beim Zoll gerade....
Kann man ja auch als Produktionshelfer bei einer Zeitarbeit arbeiten verdient auch soviel

Nick
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Nick » 01.10.2018 19:41

Das ist der Einstieg.
Ziel ist ja die Verbeamtung und die damit zusammenhängenden Beförderungen.

Zollkodex-Ritter
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 01.10.2018 20:33

Sprich das alles offen im mdl. Auswahlverfahren im Frageteil an, denn nur so können dir belastbare und verlässliche Antworten gegeben werden.

Eine Tätigkeitsbeschreibung benötigt der öffentliche Arbeitgeber, um die Arbeit des Arbeitsplatzes anhand der Entgeltordnung einer Entgeltgruppe zuzuordnen. Für die ITK dürfte Teil III 24. Beschäftigte in der Informationstechnik einschlägig sein, da die ITK meiner Meinung nach einzuordnen sein. Wie hoch der Anteil zu der übrigen Tätigekit non-IT sein soll, kann ich nicht bewerten.

Iltisschnurri
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Re: Externe Personalgewinnung..?

Beitrag von Iltisschnurri » 13.09.2020 10:38

Servus an alle,
ich hätte einmal eine Anfrage zur externen Personalgewinnung.
Der Zoll ist ständig auf der suche nach neunen Mitarbeitern.
Ich habe das auch so mitbekommen, als die Kfz-Steuer 2013 oder 2014
vom Land zum Bund gingen. Dabei wurden Kollegen von der Post, Telekom,
Bahn, Bundeswehrverwaltung,... übernommen.
Jetzt werden bei uns (Telekom) wieder wöchentlich mehrmals über die 1.000
Stellenausschreibungen beim Zoll intensiv beworben.
Allerdings kenne ich einen Zöllner, welcher vor einigen Jahren zur Kfz-Steuer
gewechselt ist, recht gut. Dieser sitzt auch inzwischen im Personalrat beim HZA.
Er meinte, dass erstmals die Stellen im größeren Umfang auch für Angestellte
ausgeschrieben sind. Der Focus liegt nach seiner Aussage auch auf jüngeren
Angestellten, da diese die Hälfte eines älteren Beamten verdienen und auch
noch viel leichter "biegbar" wären. Er hakte diesbezüglich bei der Chefin des
HZA nach und diese reagierte auf die Einstellungschancen von Beamten der PNU
gar nicht.
Mein Bekannter meinte weiterhin, er sei überrascht, dass die Stellen bei der
Telekom ausgeschrieben würden, es sollten eigentlich im größeren Umfang
Zeitungsannoncen in regionalen und überregionalen Zeitungen geschaltet werden.
Ich habe mich auch schon 2013 zum Zoll zur Kfz-Steuer auf verschiedene Posten
beworben, wurde aber nicht eingestellt.
Letztes Jahr waren Stellen bzgl. der Stromsteuer bei kleinen Blockheizkraftwerken
ausgeschrieben, diese passten auf mich wie die Faust auf's Auge. Dabei wurden
Stellen im gehobenen Dienst mit technischem und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen
gesucht, ich selbst bin Dipl.-Ing. (FH) Nachrichtentechnik und Dipl.-BetrW. (FH)
europäische BWL, welches ich nebenberuflich absolviert habe. Allerdings wurde
ich mit 34 Jahren schon A12 bei der Telekom und ich will mich keinesfalls rückernennen
lassen. Erstens habe ich da ein schlechtes Gefühl dabei und zweitens schon aus Prinzip
nicht. Obwohl mir vom Personalressort immer wieder gebetsmühlenartig eingetrichtert
wird, dass eine Rückernennung keinerlei Nachteile hätte. Diese Stelle wäre mit A11
bewertet gewesen und eine Rückernennung habe ich kategorisch ausgeschlossen.
Weiterhin habe ich noch erfahren, dass der Personaler nach meinem Namen gegoogelt
hat und bei auch fündig geworden ist, wie ich äußerst gut gelaunt bei einem Feuerwehrfest
mit einem Weißbier am Tresen stehe,... Vielleicht war das auch ein No Go ;-)))))).
Jetzt hätte ich eine bzw. mehrere Anfragen:

1. Ich gehe einmal davon aus, dass der Zoll primär lieber jüngere Angestellte als ältere
Beamte der Telekom einstellt. Dies wird zwar bei den Propaganda-Veranstaltungen der
Telekom und des Zolls immer bestritten, ich sehe das aber so.

2. Eine Rückernennung sehe ich immer negativ an, liege ich hier richtig?

3. Ich denke einmal, so schlecht habe ich es z. Zt. bei der Telekom auch wieder nicht.
Ich habe eine 36-Stundenwoche (Zoll 41 Stunden), also 30 Tage EU und 14 Tage EZA-Tage
(Erweiterter Zeitausgleich), d. h. ich arbeite 38 Stunden in der Woche und habe de facto
44 Tage Urlaub. Außerdem bin ich seit Mitte März im Home-Office, irgendwann dann einmal
2 Tage im Büro und 3 Tage zu Hause. Der Job ist auch relativ locker, paßt so.
Der Teamleiter ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, v. a. hat er mitbekommen, dass ich
doch einiges mehr verdiene als er, da hat er ein Problem damit ;-))))))).

Ich werde dann halt auf Gedeih und Verderb bei der Telekom verbleiben,... etwas anderes
wird mir in meiner Situation nicht übrig bleiben. Also nicht besonders negativ auffallen,
aber auch nicht besonders positiv.

Gruß
Iltisschnurri

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