Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gelandet

Hier kann man sich vorstellen.
rechtspfleger
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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon rechtspfleger » 25.09.2013 00:49

Vielen Dank @Anstaltszauber für die Klarstellung.

In der seinerzeitigen Bewerbungssituation stand ich unbestritten schon etwas unter Druck, aber hier ging alles ganz fix, und davon war ich sehr angetan. Mein erstes Staatsexamen war nicht so toll, das zweite ist ok. Wenn schon nach Examensnoten gesiebt wird, stehe ich etwas doof da, sonst nicht.

Ich verdiene wahrscheinlich mehr als mancher angestellte Anwalt (oder zumindest in gleichem Rahmen; von dem einen oder anderen selbständigen Anwalt ganz zu schweigen), da hier nach Lebensalter und nicht nach Erfahrungsstufen besoldet wird. Daneben sind natürlich auch die Rahmenbedingungen zu beachten (Gleitzeit, Anzahl der Urlaubstage).

Im Gegensatz zu dem eingangs von freshair genannten Beispiel der Volljuristen auf EG9-Stellen im Jobcenter war hier von Anfang klar, dass ein dauerhaftes Beamtenverhältnis begründet werden soll. Bei juraforum.de kann man diverse (ältere) Threads zur befristeten Einstellung von Volljuristen zur befristeten Einstellung als Rechtspfleger im Angestelltenverhältnis in Berlin nachlesen. Da habe ich es hier sicherlich deutlich besser angetroffen.

Ein großer Vorteil der Tätigkeit ist auch die sog. sachliche Unabhängigkeit (= für Sachentscheidungen inhaltliche Weisungsfreiheit).

Was den möglichen Aufstieg angeht, warte ich einfach auf die Ausschreibung und darauf, was dann nach der Bewerbung passiert. Ich habe ja letztlich nichts zu verlieren.

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afo1
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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon afo1 » 25.09.2013 14:06

(nur) @ Rechtlerin:
klick mich
:lol:
Ein guter Tropfen maßvoll genossen, schadet auch in großen Mengen nicht!

Anstaltszauber
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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon Anstaltszauber » 25.09.2013 21:41

rechtspfleger hat geschrieben:Was den möglichen Aufstieg angeht, warte ich einfach auf die Ausschreibung und darauf, was dann nach der Bewerbung passiert. Ich habe ja letztlich nichts zu verlieren.


Ich würde mich darauf einstellen, dass es nichts wird. "Ochsentour-Aufstiege" ohne "Ochsentour" werden auch beim Personalrat gerne kritisch gesehen. Der Dienstherr steht auch immer vor dem Problem, wo er nun die Grenze ziehen soll: Reicht zwei Mal befriedigend (drunter wirds wohl eh nichts) oder muß mindestens ein vb dabei sein. Auf dem Markt befinden sich ausreichend Prädikatsjuristen und insbesondere -juristinnen....

Gruß aus der Anstalt.

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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon rechtspfleger » 01.02.2014 20:01

Ich schaue hier wegen Zeitmangel nur sporadisch rein, daher erst jetzt der Vollständigkeit halber:

Die Ausschreibung war - was ich vorher nicht wusste - mit der Einschränkung "bitte zwei 'vollbefriedigend'" o.ä. besetzt. Daher habe ich mich dann doch gar nicht erst beworben.

Daher habe ich mich Alternativen zugewandt und Bewerbungen für höher besoldete gD-Stellen laufen. Eine gerade abgegeben, bei der anderen habe ich die (vermutlich stattgefundene) Vorauswahl passiert und demnächst einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. :mrgreen:

rechtspfleger
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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon rechtspfleger » 19.09.2014 23:07

rechtspfleger hat geschrieben:Eine gerade abgegeben,


Da kam nicht einmal eine Einladung zum Gespräch bei heraus. Hat mich etwas geärgert, da es ressortintern war.

rechtspfleger hat geschrieben:bei der anderen habe ich die (vermutlich stattgefundene) Vorauswahl passiert und demnächst einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. :mrgreen:


Sehr angenehmes Gespräch: Gleiche fachliche Fragen für alle eingeladenen Bewerber und freies Gespräch über sonstige Dinge (persönliche Vorstellung, Motivation für die Bewerbung usw.). Ich hatte den Eindruck, dass die Kommission durchaus Verständnis für mein Ansinnen aufbrachte, dass ich auch vor dem Hintergrund meiner Ausbildung eine höherwertige Stelle haben möchte. Im Ergebnis wurde dann nach meinen interessehalber angestellten Nachforschungen allerdings doch ein Bewerber genommen, der A11 hat, so dass ich (A10) per Definition als "schlechter" qualifiziert gelte. Aber egal: ich denke, wenn ich für eine A12-Stelle zum Gespräch eingeladen werde, wird da irgendwann noch was gehen.

rechtspfleger
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Re: Quereinsteiger - als Volljurist im gehobenen Dienst gela

Beitragvon rechtspfleger » 15.01.2016 22:05

Geduld zahlt sich aus:

Bin ab demnächst für mehrere Jahre zur Hälfte auf eine Volljuristenstelle in einem anderen Ressort in das dortige Ministerium abgeordnet. Was sich daraus auf Dauer ergibt, wird sich finden.

8)


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