PKV Huk oder DeBeKa?

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Krueml0r
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PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Krueml0r » 26.02.2016 22:37

Hallo,bin neu hier :D ,

Ich werde zum 1.4. in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf einsteigen. Gerade steht die Wahl einer Krankenversicherung an. Ich habe mich umgehört und mal die großen angeschrieben: Huk, DeBeKa und DBV.

Bei der DBV ist nur ein Angebot per Mail gekommen. Fand ich unseriös für ein so doch sehr umfangreiches Thema.
Ich hab schon gesucht hier im Forum und ein ähnliches Thema gefunden.

Ich bin Brillenträger und aktuell gesund und mache nur Zahnvorsorge Untersuchungen.
Was mir positiv bei der Huk aufgefallen ist, ist die Bezahlung der Vorsorge ohne eben diese Anrechnung mit dem Selbstbehalt. Außerdem zahlt sie Brillen 100% bis 700€.

Macht die DeBeKa beides nicht. Leider weiß ich nicht, ob die anderen Leistungen alle vergleichbar sind, da das alles in den Versicherungsbedingungen sehr versteckt ist.

Was würdet ihr empfehlen? Die Erfahrungsberichte aus dem Netz scheinen größten Teil gefaked zu sein.

Gruß Benjamin

Varetek
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Varetek » 27.02.2016 01:31

Tu dir selbst einen große Gefallen und hole dir professionelle Hilfe von einem unabhängigen Makler, oder Honorarberater.

Du hast offenkundig wenig bis gar keine Ahnung von der Materie und wirst dir auf diese Weise selbst ins Knie schiessen. Das zeigt schon deine Fixierung auf das Thema "Brille", die in Relation zu anderen Positionen fast bedeutungslos ist.
Gerade der Kram in den Versicherungsbedingungen ist wichtig, nicht das was auf irgendwelchen Werbe-Flyern steht.
Mach dir bewusst, dass die PKV dich sehr wahrscheinlich bis an dein Lebensende begleiten wird. In dieser Zeit wirst du weit über 100.000 Euro an Beiträgen entrichten und mit etwas Pech noch deutlich mehr an Kosten verursachen (die dann ggf. nicht übernommen werden!). Das ist nichts, was man - wie eine KFZ-Versicherung - "mal eben" kurz abschließt und dabei primär auf den Preis guckt!

Davon aber einmal abgesehen, solltest du dich zuallererst fragen, ob die PKV für dich überhaupt das Richtige ist. Als Beamter musst du nicht in die PKV wechseln, dass kann nur innerhalb gewisser Konstellationen besser für dich sein. Abgesehen von persönlichen und familiären Umständen, dürfte das oftmals schon mit der Frage losgehen, was finanziell interessanter ist. Zwar müsstest du sowohl AG als auch AN Anteil allein tragen (also ~16% vom Brutto), aber gerade in niedrigeren Besoldungen kann das dennoch günstiger sein, als der fixe PKV_Beitrag, der bei einem brauchbaren Tarif im Bereich 230,- Euro aufwärts liegen dürfte.

Aber wie gesagt, lass dich bitte in den Kernfragen unbedingt vom Fachmann beraten!

Krueml0r
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Krueml0r » 27.02.2016 11:11

Vielen Dank für deine Ausführung.
Wie finde ich denn einen guten Versicherungsmakler in meiner Umgebung? Und kosten die etwas?

Varetek
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Varetek » 27.02.2016 11:45

Ich würde dir empfehlen einen auf Beamte spezialisierten (oder zumindest einen mit Erfahrung in dem Feld) Makler/Berater aufzusuchen, da es z.B. nicht ganz unerheblich ist, dass der gewählte Versicherungstarif mit der für dich gültigen Beihilfe-Verordnung kompatibel ist. Eine so genannte "Restkosten-Versicherung" in Kombination mit einer "Beihilfe-Ergänzungsversicherung" wie du sie als Beamter abschließt ist eben doch etwas anders, als eine Vollversicherung wie sie z.B. ein Selbstständiger abschließen würde.
Die "Restkosten" bezeichnen den prozentualen Anteil deiner Gesundheitskosten, die nicht von der Beihilfe getragen werden (als Single eigentlich immer 50%, als Pensionär z.B. meist 30%), während die "Beihilfe-Ergänzung" Kosten abdeckt, die die Beihilfe gar nicht erst übernimmt und du somit auf dem Anteil der Beihilfe sitzen bleiben würdest (hier wären z.B. Zuzahlungen bei Zahnersatz zu nennen, oder Behandlungen die über dem 3,5fachen Satz abgerechnet werden)

Finden kann man entsprechende Makler/Berater z.B. über entsprechende Berufsverbände, oder schlicht google. Einige sind auch "online" sehr engagiert und in vielen themenbezogenen Foren anzutreffen, wo man sich direkt schonmal einen ersten Eindruck über deren "Kompetenz" verschaffen kann.
Ein Makler kostet dich nichts, da er von der jeweiligen Versicherung bezahlt wird. Er erhält eine einmalige "Abschluss-Provision" und danach jährliche (sehr geringe) Zahlungen für die Betreuung deines Vertrages (du kannst dich also an ihn wenden, wenn du Fragen hast, oder es Probleme mit der Abrechnung gibt).
Ein Honorar-Berater wird hingegen von dir bezahlt, wie das Wort "Honorar" ja schon vermuten lässt. Dafür hast du bei zweiterem allerdings das finanzielle Interesse des Vermittlers als Risiko-Faktor eleminiert. Zusätzlicher Vorteil kann sein, dass er dir einen so genannten "Netto-Tarif" heraussucht. Das sind Tarife, in denen die Kosten für den Makler herausgerechnet wurden und die deshalb etwas günstiger sind. Davon gibt es allerdings nicht allzu viele am Markt und ich würde im Zweifel auch immer lieber die zusätzlichen Kosten tragen, als einen "suboptimalen" Tarif zu wählen, nur weil ich damit am Ende über 30-50 Jahre vielleicht ein paar Euro eingespart hätte.

Ideal wäre es wohl, du suchst dir einen brauchbaren Makler (Nimmt er sich Zeit für dich/Kann er deine Fragen erschöpfend beantworten/Dir konkrete Unterschiede verschiedener Tarif aufzeigen/Fragt er deine Bedürfnisse ab, bevor er etwas vorschlägt etc.) und sobald sich dabei 1-2 mögliche Tarife herauskristallisiert haben, lässt du diese nochmals auf eigene Kosten durch einen Honorarberater überprüfen. Dieser kostet dich am Ende vielleicht um 500,- Euro, aber glaube mir bitte, wenn ich dir sage, dass das definitiv gut angelegtes Geld ist! Im Prinzip geht es hier um Summen, die mit denen beim Hauskauf vergleichbar sind und dort würde wohl auch jeder vernünftige Mensch einen Sachverständigen beschäftigen, der den Bau überwacht, bzw. den Altbau vorm Kauf genau in Augenschein nimmt.

Und auch wenn das bedeutet, dass du noch 1-2 Monate in der GKV verbleibst und dort die hohen Beiträge von 16% deines Bruttos zahlst: Überstürze das nicht! Nimm dir Zeit, lies dich ggf. selbst ein wenig in die Thematik ein und geh' deinem Makler ruhig richtig auf die Nerven. Wenn er etwas taugt, wird ihn das nicht stören.

Adler
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Adler » 27.02.2016 11:45

Die Favoriten der Makler sind ganz andere:
*** Gelöscht, keine gewerblichen Links ***

HUK und Debeka liegen bei Maklern nicht vorn. Gibt wohl zu wenig Provision.
Beamtenrecht ist nur mein Hobby.

Krueml0r
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Krueml0r » 27.02.2016 11:58

Auf diese Seite bin ich auch gestoßen. Das bringt ja dann schon wieder viel mehr Versicherungsunternehmen in den Topf.
Die Makler scheinen also nicht die Versicherungen zu wählen, die beispielsweise gut im Focus Money abschneiden.

Frage ich im Bekanntenkreis rum, wo die Beamte PKV versichert sind, kommt meist DeBeKa raus.
Letztendlich kann ich da ja keinem Vertreter oder Makler vertrauen, wenn ich diese doch nur ihre Provision sehen.

Gruß Benjamin

Torquemada
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Torquemada » 27.02.2016 13:31

Varetek hat geschrieben:
Und auch wenn das bedeutet, dass du noch 1-2 Monate in der GKV verbleibst und dort die hohen Beiträge von 16% deines Bruttos zahlst: Überstürze das nicht! Nimm dir Zeit, lies dich ggf. selbst ein wenig in die Thematik ein und geh' deinem Makler ruhig richtig auf die Nerven. Wenn er etwas taugt, wird ihn das nicht stören.
Sehe ich nicht so. Am Anfang als Beamter auf Widerruf einfach den wirklich billigen Anwärtertarif von z.B. der Debeka nehmen und sich dann in aller Ruhe über die verschiedensten Sachen aus Beamtensicht informieren.
Ich würde generell keinen Zusatzschnickschnack empfehlen, der überflüssig ist. Die Beamten-Krankenversicherung soll die Lücke zur Beihilfe schließen. Sachen, die die Beihilfe nicht übernimmt, müssen auch nicht durch eine PKV abgedeckt werden.
Beim Arzt gibst du an, dass du Beamter mit der XXXX PKV bist. Zusatzbehandlungen, die weder GKV noch die Beihilfe bezahlen, braucht kein Mensch.

Das Verbleiben in der GKV ist in fast allen normalen familiären Konstellationen ungünstig. Ausnahme ist, wenn du eine späte typische "Hausfrauenehe" mit vielen Kindern führst.
Dann wäre nämlich die PKV für die tätigkeitslose, ältere Ehefrau sehr teuer und eine freiwillige Versicherung bei ihrer bisherigen GKV teuer, weil die Hälfte deines Einkommens zur Beitragberechnung des Beitrages angesetzt wird.

Baumschubser
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Baumschubser » 27.02.2016 13:55

Sehe ich ähnlich, mach keine Wissenschaft draus. Die GKV ist absolut sinnfrei, wenn man jung und gesund in die PKV einsteigen kann. Die Debeka wirbt recht intensiv um junge Beamte, was sich in den Beiträgen aller Versicherten positiv niederschlägt. Entscheidend ist immer das Eintrittsalter und ob es Zuschläge wegen Vorerkrankungen gibt. Wenn das beides aber passt, kannst du nicht wirklich etwas falsch machen. Einen Makler brauchst du keinesfalls, der vermittelt auch nur Veträge, die sich für ihn lohnen. Da die Debeka schon bei ihren eigenen Leuten komplett anders arbeitet als andere Versicherungen (Debeka hat fest angestellte Mitarbeiter mit eher kleinen Provisionen), bekommen Makler von denen gleich gar nichts. Das Thema Brillen kannst du ausklammern, die Kosten dafür sind im Vergleich zu anderen Sachen eher lächerlich.

PS: Ich bin seit 1998 Beamter und bei der Debeka versichert. In all diesen Jahren habe ich bei denen kein einziges Mal abgerechnet, weil immer die Beitragsrückerstattung höher war.

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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Varetek » 27.02.2016 15:15

Torquemada hat geschrieben: Sehe ich nicht so. Am Anfang als Beamter auf Widerruf einfach den wirklich billigen Anwärtertarif von z.B. der Debeka nehmen und sich dann in aller Ruhe über die verschiedensten Sachen aus Beamtensicht informieren.
Wie sähe das bezogen auf die "Öffnungsaktion" aus? Angenommen man hat relevante Vorerkrankungen, nutzt die Öffnungsaktion um einen Anwärter-Tarif der Debeka abzuschließen und möchte sich dann doch noch umentscheiden? Nehmen die anderen Unternehmen einen dann überhaupt noch, oder verweisen die zurück an die Debeka?
Ich würde generell keinen Zusatzschnickschnack empfehlen, der überflüssig ist. Die Beamten-Krankenversicherung soll die Lücke zur Beihilfe schließen. Sachen, die die Beihilfe nicht übernimmt, müssen auch nicht durch eine PKV abgedeckt werden.
Beim Arzt gibst du an, dass du Beamter mit der XXXX PKV bist. Zusatzbehandlungen, die weder GKV noch die Beihilfe bezahlen, braucht kein Mensch.
Über "Zusatzschnickschnack" kann man sich natürlich streiten. Ich denke allerdings nicht, dass alles was die Beihilfe nicht übernimmt, automatisch in diese Kategorie fällt. Darüber hinaus ist die Beihilfeverordnung im Verlauf der Zeit immer wieder Änderungen unterworfen, der Leistungsumfang des PKV-Tarifs bleibt hingegen gleich. Übernimmt also beispielsweise die Beihilfe zum Zeitpunkt meiner Verbeamtung noch sämtliche Materialkosten für Zahnersatz und reduziert diesen Anteil später auf 80%, bleibe ich ohne "Beihilfe-Ergänzung" auf den nun fehlenden 10% der Gesamtsumme sitzen. Das wird einen tendenziell nicht ruinieren, aber in Anbetracht der Kosten von gerade mal ein paar Euro für den Ergänzungstarif, würde ich das nicht als "überflüssig" abtun.
Das Verbleiben in der GKV ist in fast allen normalen familiären Konstellationen ungünstig. Ausnahme ist, wenn du eine späte typische "Hausfrauenehe" mit vielen Kindern führst.
Dann wäre nämlich die PKV für die tätigkeitslose, ältere Ehefrau sehr teuer und eine freiwillige Versicherung bei ihrer bisherigen GKV teuer, weil die Hälfte deines Einkommens zur Beitragberechnung des Beitrages angesetzt wird.
Man sollte allerdings auch bedenken, dass die GKV z.B. während der Elternzeit, oder während der Rente (Dienstunfähigkeit) dann wiederum deutlich günstiger ist. Selbst während des Berufslebens kann sie deutlich günstiger sein, wenn z.B. Kinder dort mitversichert werden können und man selbst nicht viel verdient als Beamter. Das war allerdings meinerseits auch nicht als Ratschlag im Sinne von "Bleib in der GKV" zu verstehen, sondern lediglich als Punkt, den es (auch) zu bedenken gilt.
Baumschubser hat geschrieben: Sehe ich ähnlich, mach keine Wissenschaft draus. Die GKV ist absolut sinnfrei, wenn man jung und gesund in die PKV einsteigen kann. Die Debeka wirbt recht intensiv um junge Beamte, was sich in den Beiträgen aller Versicherten positiv niederschlägt. Entscheidend ist immer das Eintrittsalter und ob es Zuschläge wegen Vorerkrankungen gibt. Wenn das beides aber passt, kannst du nicht wirklich etwas falsch machen. Einen Makler brauchst du keinesfalls, der vermittelt auch nur Veträge, die sich für ihn lohnen. Da die Debeka schon bei ihren eigenen Leuten komplett anders arbeitet als andere Versicherungen (Debeka hat fest angestellte Mitarbeiter mit eher kleinen Provisionen), bekommen Makler von denen gleich gar nichts.
Dass die Debeka fast ausschließlich über deren eigenen Vermittler arbeitet ist korrekt. Ich würde das allerdings nicht als Positivmerkmal betrachten, da logischerweise jedwede Vergleichsmöglichkeit wegfällt. Während es dem Makler im Zweifel noch egal ist, welcher Versicherer nun seine Provision zahlt (die sind gedeckelt), solange nur das Maximum ausgeschöpft wird und damit am Ende auch nur eine handvoll Versicherer in Frage kämen, hat der Vermittler der Debeka nicht einmal diese Wahl. Ein vernünftiger Makler wird allerdings im Normalfall auch darauf bedacht sein, seine Kunden bedarfsgerecht zu beraten, die sind nicht alle böse ;-)

Die Debeka ist sicherlich nicht schlecht, aber eben auch nur eine von vielen Möglichkeiten, die nicht immer auch für den Einzelfall das beste Paket bietet. Das kann man mit "Mach keine Wissenschaft draus" wegwischen und hoffen, dass man niemals Probleme bekommt, oder sich eben vielleicht doch die Zeit nehmen und eine Entscheidung von größerer Tragweite als eine Eheschließung oder den Hausbau, mit dem gebotenen Respekt angehen.

Und ohne das nun böse zu meinen @Baumschubser, aber wer in nun bald 18 Jahren noch keinen Kontakt zu seinem Krankenversicherer hatte, taugt nicht unbedingt als Quelle brauchbarer Erfahrungswerte.


Edit: Nochmal zur Debeka: Es ist der größte Beamten-Versicherer und eben wegen der aggressiven Werbung in diesem Bereich (vor einigen Jahren gabs da mal nen "Skandal", als herauskam, dass die Debeka Provisionen an Beamte gezahlt hat, die ihren "frischen" Kollegen die Debeka empfohlen haben) wird sie oft genannt. Das aber eben wiederum oft von Leuten, die sich weder damals noch heute großartig mit dem Thema PKV auseinandergesetzt haben und aus Bequemlichkeit, oder weil es die Kollegen empfohlen haben, direkt zur Debeka gegangen sind.
Das ist dann in etwa so, als würde man bei der Wahl des Telefon-/Internetanbieters die Telekom empfehlen, weil dort (immer noch) die meisten Menschen Kunde sind und das Telefon ja reibungslos funktioniert. Fragt man aber mal einen "jüngeren" Menschen wie zufrieden er mit dem Internetanschluss ist, wird relativ schnell klar, dass es doch noch bessere Alternativen am Markt gibt. Das macht die Telekom und ihr Produkt nicht schlecht, bedeutet aber wiederum auch nicht, dass es nichts besseres gäbe und ein Vergleich nicht lohnt.

Baumschubser
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Baumschubser » 27.02.2016 17:34

Ums vorweg zu nehmen, ich vertreibe keine Versicherungen im Nebenberuf. :mrgreen:
Für die Debeka muss man aber in der PKV mal eine Lanze brechen. So knickerig die sich z.B. bei Hausrat etc. auch haben, in der PKV zahlen die kulanter als andere. Dass ich selbst damit keine großen Erfahrungen habe, sagt ja nicht, dass ich keine Kenntnis vom Zahlungsverhalten der Versicherung habe.

Aber mal ganz ehrlich, was soll passieren? Selbst die größte Schleudertruppe in der PKV zahlt mehr als jede GKV. Wichtig ist nur, dass man möglichst ohne Risikoaufschläge einsteigt. Ob man dann am Ende 170 oder 180€ im Monat für seine PKV zahlt, macht in meinen Augen den Kohl nicht mehr fett. In der GKV dürfte beim Einkommen eines Beamten locker das 3fache fällig sein.

Die HUK ist aber definitiv nicht schlechter als die Debeka. Das ist also eher Geschmackssache. Viele Kollegen hier sind auch bei der Signal oder der Bayerischen Beamtenversicherung. Die zahlen allerdings doch um einiges höhere Beiträge. Wirklich schlecht versichert sind aber auch die nicht. Habe noch nie gehört, dass es irgendwo größere Probleme mit Auszahlungen gab. Ebenso verliefen Krankenhausaufenthalte etc. in den allermeisten Fällen problemlos von der finanziellen Seite her. Mir ist da im Kollegenkreis kein Fall bekannt, wo ein Kollege deshalb ins straucheln gekommen ist.

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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Varetek » 27.02.2016 18:47

Baumschubser hat geschrieben:Ums vorweg zu nehmen, ich vertreibe keine Versicherungen im Nebenberuf. :mrgreen:
Für die Debeka muss man aber in der PKV mal eine Lanze brechen. So knickerig die sich z.B. bei Hausrat etc. auch haben, in der PKV zahlen die kulanter als andere. Dass ich selbst damit keine großen Erfahrungen habe, sagt ja nicht, dass ich keine Kenntnis vom Zahlungsverhalten der Versicherung habe.
Das wollte ich dir auch sicherlich nicht unterstellen :D
Und es ist auch völlig in Ordnung kundzutun, dass man zufrieden ist - das Internet wird ansonsten ja vorwiegend für Beschwerden genutzt. Ich finde es nur wenig hilfreich jemandem wie dem Fragesteller hier, einfach eine Versicherung zu empfehlen. Wir wissen doch im Grunde nichts über ihn (Alter, Besoldung, Familienstand, Familienplanung, Vorerkrankungen, Wünsche etc.). Zumal du ja auch nicht auf einzelne Tarife eingehst (du wirst z.B. noch einen Bi-Sex-Tarif haben), sondern nur vom Hörensagen über Erstattungen berichtest.
Im Übrigen ist gerade eine "kulante" Erstattung alles andere als ein Qualitätssiegel, besagt das doch im Prinzip nur zweierlei:
1) Einzelne Versicherte werden zu Lasten des Kollektivs besser behandelt, als es ihnen auf Grundlage ihrer Beiträge/Verträge zusteht
2) Es gab in deinem "Bekanntenkreis" bereits einige Fälle, die nicht durch den versicherten Tarif abgedeckt waren und nur aus "Kulanz" übernommen wurden. Auf die hat man aber keinen Anspruch und was "heute" noch übernommen wird, wird "morgen" vielleicht schon rundheraus abgelehnt.
Aber mal ganz ehrlich, was soll passieren? Selbst die größte Schleudertruppe in der PKV zahlt mehr als jede GKV. Wichtig ist nur, dass man möglichst ohne Risikoaufschläge einsteigt. Ob man dann am Ende 170 oder 180€ im Monat für seine PKV zahlt, macht in meinen Augen den Kohl nicht mehr fett. In der GKV dürfte beim Einkommen eines Beamten locker das 3fache fällig sein.
Im Prinzip hast du Recht, das Leistungsniveau in der PKV ist im Durchschnitt besser, als in der GKV. Es gibt aber dennoch eine Menge Tarife, die in bestimmten Bereichen weniger leisten als die GKV und das sollte man wissen. Und 170/180 Euro halte ich auch nicht für einen "normalen" Beitrag, das klappt vielleicht bei 70% Beihilfeanspruch mit Ende 20, oder eben in einem Tarif der wahlweise genau diese Unterversicherung in Teilbereichen aufweist und/oder schlecht kalkuliert wurde.
Für einen Beamten mit z.B. A9 (Bund) würde der GKV-Beitrag etwa 425,- Euro betragen, da wäre also nichtmal das doppelte fällig und Partner/Kinder könnten mitversichert werden. Aber ich schrieb ja bereits, dass ich das nicht als "Regel" vorgeben wollte, sondern lediglich darauf hinweisen möchte.
Die HUK ist aber definitiv nicht schlechter als die Debeka. Das ist also eher Geschmackssache. Viele Kollegen hier sind auch bei der Signal oder der Bayerischen Beamtenversicherung. Die zahlen allerdings doch um einiges höhere Beiträge. Wirklich schlecht versichert sind aber auch die nicht. Habe noch nie gehört, dass es irgendwo größere Probleme mit Auszahlungen gab. Ebenso verliefen Krankenhausaufenthalte etc. in den allermeisten Fällen problemlos von der finanziellen Seite her. Mir ist da im Kollegenkreis kein Fall bekannt, wo ein Kollege deshalb ins straucheln gekommen ist.
Auch ein "schlechter" Tarif bringt dich nicht gleich finanziell ins Straucheln, auch wenn das im Einzelfall durchaus passieren kann (Stichwort "geschlossener Hilfsmittelkatalog"). Ich möchte hier auch gar nicht gegen einzelne Versicherer argumentieren, insbesondere deshalb nicht, weil es, wenn überhaupt, um einzelne Tarife geht. Die HUK wird, ebenso wie eigentlich jeder andere Versicherer, auch gute Tarife anbieten, aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass man nicht auch bei der HUK einen schlechten Tarif abschließen könnte. Deshalb ist aus meiner Sicht professionelle Beratung bei diesem Thema unabdingbar.

Das perfide beim Thema PKV ist eigentlich die Tatsache, dass etwaige "Fehler" beim Abschluss sich meist erst Jahrzehnte später bemerkbar machen (ein junger Mensch hat selten schwerwiegende Erkrankungen) und dann ist es für einen Wechsel eigentlich immer zu spät (Altersrückstellungen).

Krueml0r
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Krueml0r » 27.02.2016 19:08

Vielen Dank für die ganzen Beiträge. Alter ist 29 und es geht zur Feuerwehr in den gD.
Mir ist bewusst, dass ich als junger Mensch oft keine Probleme haben werde, wenn ich gesund bin.

Letztlich sind die Angebote beider Versicherungen in einem ähnlichen Rahmen, Anwärter 74€ bzw. 67€ nachher dann 240€ bzw. 226€ . Ich frage mich, wo die Versicherungen in ihren Bedingungen Unterschiede machen. Worauf sollte ich speziell Acht geben? Im Endeffekt weiß man nie ob und welche Erkrankungen einen treffen...

Gruß
Benjamin

Torquemada
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Torquemada » 27.02.2016 19:09

Varetek hat geschrieben:
Das perfide beim Thema PKV ist eigentlich die Tatsache, dass etwaige "Fehler" beim Abschluss sich meist erst Jahrzehnte später bemerkbar machen (ein junger Mensch hat selten schwerwiegende Erkrankungen) und dann ist es für einen Wechsel eigentlich immer zu spät (Altersrückstellungen).
Ich halte deine Äußerungen, die du hier wiederholst, für total übertrieben. Mit der Angst vor Schersterkrankungen willst du hier darauf hinweisen, dass die GKV die in Einzelfällen bessere Behandlung hat?
Irgendwie ist mir nicht klar, warum du dich mit langem Geschreibe hier reinhängst.
Dass die sogenannten Versicherungsmakler gerade bei den Beamten-KV wenig Nutzen bringen, wurde dankenswerterweise oben schon erwähnt.
Wer bei einer klassischen Beamtenversicherung einen ganz normalen Tarif abschließt, wird nicht in gesundheitliche Nöte kommen. Auch als älterer Mensch nicht.

Varetek
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Varetek » 27.02.2016 19:50

Torquemada hat geschrieben:
Ich halte deine Äußerungen, die du hier wiederholst, für total übertrieben. Mit der Angst vor Schersterkrankungen willst du hier darauf hinweisen, dass die GKV die in Einzelfällen bessere Behandlung hat?
Irgendwie ist mir nicht klar, warum du dich mit langem Geschreibe hier reinhängst.
Dass die sogenannten Versicherungsmakler gerade bei den Beamten-KV wenig Nutzen bringen, wurde dankenswerterweise oben schon erwähnt.
Wer bei einer klassischen Beamtenversicherung einen ganz normalen Tarif abschließt, wird nicht in gesundheitliche Nöte kommen. Auch als älterer Mensch nicht.
Ich verstehe deine latent unhöfliche Art mir gegenüber nicht. Habe ich hier irgendein Hoheitsgebiet betreten und mich unangemessen verhalten? Lass es doch meine Sorge sein, ob und inwiefern ich mich hier "reinhänge" - vielleicht habe ich bloß Langeweile :)

Wenn ich mir allerdings schon die Mühe mache und mich wiederhole, könntest du dies ja zumindest honorieren indem du es wenigstens einmal liest: Ich schrieb, dass man es sich generell überlegen sollte, ob die PKV überhaupt die richtige Wahl ist, weil dies von mehreren Faktoren abhängt, die uns in Bezug auf den Fragesteller nicht bekannt waren. Weiterhin habe ich darauf hingewiesen, dass es auch in der PKV einen Haufen Tarife gibt, die partiell noch unterhalb des GKV-Niveaus operieren - die PKV also kein "totsicheres" Ding ist, wie Baumschubser das dargestellt hat. Das hat mit "Panikmache" überhaupt nichts zu tun, wenngleich man eine Krankenversicherung ja in der Regel gerade mit Blick auf diese Fälle von "Schwersterkrankungen" abschließt - eine neue Brille, ne Krone oder die jährliche Grippe bedroht niemanden finanziell in dem Maße, dass es überhaupt einer Versicherung bedürfte.

Desweiteren habe ich nicht gesagt, dass Versicherungsmakler generell nichts für Beamte tun können, ich riet nur dazu sich einen zu suchen, der sich mit dem Thema auch auskennt. Wer sich auf Basis der Aussage eines anonymen Typens aus einem Internetforum darauf verlässt mit einer "klassischen Beamtenversicherung und einem ganz normalen Tarif" (was ist bitte "klassisch" oder "normal"?) schon nicht in gesundheitliche Nöte zu kommen, der kann auch gleich aufhören zum Arzt zu gehen und sich via Google therapieren.

Torquemada
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Re: PKV Huk oder DeBeKa?

Beitrag von Torquemada » 27.02.2016 20:09

Irgendwas läuft hier quer.

Bei den normalen Beamtenversicherern gibt es für den ganz normalen Beamten eben keine fast unübersehbare Anzahl von Tarifen für die es einer angeblich qualifizierten Beratung durch eine selbständige Honorarkraft bedarf.
Es gibt bei diesen Versicherungen die einzelnen Bausteine für die Absicherung der nicht durch die Beihilfe gedeckten Kosten der Arzt-, Zahnarzt- und stationären Behandlung.
Jeder halbwegs intelligente Konsument kann bei diesen Versicherungen durch die Lektüre des Leistungskatalogs erkennen, ob hier noch irgendwelche Deluxe-Leistungen mit verkauft werden sollen.

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