Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

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Mikesch
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Mikesch » 20.10.2015 14:54

DerHagn hat geschrieben:--> 50 % zur PKV zahle ich ja bereits. Dann ändert sich ja nichts am Betrag?! ;)
Doch, die PKV ist Einkommensunabhängig, die GKV nicht. Die Merkelin zahlt genau so viel wie der Postbote.

Beispiel, nur überschlagen...
Ich gehe in einem Jahr in die Freistellung, meine Holde hört auf zu arbeiten. Ich zahle dann für uns beide rund 600 Euronen PKV und das von 2.000 Euronen netto!
In der GKV wär es knapp die Hälfte.
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DerHagn
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von DerHagn » 20.10.2015 15:01

Mikesch hat geschrieben:
DerHagn hat geschrieben:--> 50 % zur PKV zahle ich ja bereits. Dann ändert sich ja nichts am Betrag?! ;)
Doch, die PKV ist Einkommensunabhängig, die GKV nicht. Die Merkelin zahlt genau so viel wie der Postbote.

Beispiel, nur überschlagen...
Ich gehe in einem Jahr in die Freistellung, meine Holde hört auf zu arbeiten. Ich zahle dann für uns beide rund 600 Euronen PKV und das von 2.000 Euronen netto!
In der GKV wär es knapp die Hälfte.
Bin ja bereits mit 50 % in der PKV versichert. Beitrag bleibt also?

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Mikesch
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Mikesch » 20.10.2015 16:30

DerHagn hat geschrieben:Bin ja bereits mit 50 % in der PKV versichert. Beitrag bleibt also?
Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?
In der PKV zahlst Du einen Beitrag, egal wie hoch Dein Einkommen ist. Ob 1.000 oder 100.000 im Monat, völlig egal.
Drum landet ein Postbote fast in Hartz IV wenn er in Pense geht, geschweige mal davon, ein Beamter muss früher in die DDU, die Klötze lachen darüber...
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Torquemada
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Torquemada » 20.10.2015 18:21

Mikesch hat geschrieben:
DerHagn hat geschrieben:Bin ja bereits mit 50 % in der PKV versichert. Beitrag bleibt also?
Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?
In der PKV zahlst Du einen Beitrag, egal wie hoch Dein Einkommen ist. Ob 1.000 oder 100.000 im Monat, völlig egal.
Drum landet ein Postbote fast in Hartz IV wenn er in Pense geht, geschweige mal davon, ein Beamter muss früher in die DDU, die Klötze lachen darüber...
Deswegen wurde für die Postler die günstige Postbeamtenkrankenkasse eingeführt. Außerhalb des normalen PKV-Systems. Noch vor 30 Jahren waren fast alle Bundesbeamten des einfachen und mittleren Dienstes bei Post und Bahn beschäftigt.

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Mikesch
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Mikesch » 20.10.2015 18:47

Torquemada hat geschrieben:Deswegen wurde für die Postler die günstige Postbeamtenkrankenkasse eingeführt. Außerhalb des normalen PKV-Systems.
Schön für sie, aber was ist mit dem Rest?
Das Gro der Beamten befindet sich immer noch im mD, selbst der gD kann in unserem Verein keinen Blumentopf gewinnen.

Es ist einfach Fakt, dass das Beihilfesystem für Vater Staat immer noch günstiger ist. Die Frage stellt sich nach dem Warum? Bestimmt nicht, weil die Beamten weniger krank wären... :wink:
Nein, weil die unteren Gehaltsklassen das System Finanzieren und eben die "Macher" garantiert nicht an dem Ast sägen, worauf sie sitzen. Darum wird sich nichts ändern...

Überrascht bin ich ob der Beamtenschaft mit den Hungerlöhnen, dass sie es immer noch so toll finden und so gerne die Euros verbrennen...
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 01.11.2015 21:19

Wusstet ihr denn, dass MdB ohnehin ein Wahlrecht haben? Entweder PKV mit Beihilfe oder GKV mit Arbeitgeberanteil durch die Bundestagsverwaltung?

Es geht nicht nur um den Zahlbetrag der hohen Tiere: 50% aller in der PKV versicherten Menschen sind Beamte. Die würden zusammenbrechen wenn diese Masse fehlen würde. Das Gesundheitssystem müsste komplett neu ausgerichtet werden, da die Quersubvention verkleinert würde.

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Mikesch » 01.11.2015 22:27

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Das Gesundheitssystem müsste komplett neu ausgerichtet werden, da die Quersubvention verkleinert würde.
Das Gesundheitssystem nicht, aber das der PKV :)
...die würden dann wohl den Bach runter gehen. Allerdings hätte ich da kein Problem mit :D
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Torquemada » 01.11.2015 23:48

Mikesch hat geschrieben:
Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Das Gesundheitssystem müsste komplett neu ausgerichtet werden, da die Quersubvention verkleinert würde.
Das Gesundheitssystem nicht, aber das der PKV :)
...die würden dann wohl den Bach runter gehen. Allerdings hätte ich da kein Problem mit :D
Richtig. Ich wäre sofort für die Eingliederung aller Beamter in die gesetzliche Krankenkasse.
Der Dienstherr zahlt seinen Beitrag als Arbeitgeber und fertig.

Wenn ich mir meinen Dauerärger mit falschen Abrechnungen so anschaue, wünsche ich mir die Karte....wäre prima.
Da ich jetzt in Ruhestand bin, unterschreite ich endlich den magischen Bruttowert und meine Kinder können bei meiner Frau familienversichert werden.
Wir überlegen, ob wir das machen. Aber es wäre schon mal eine Entlastung, wenn nur noch einer den Rechnungmist hätte.

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von DerHagn » 02.11.2015 07:27

Dann aber bitte mit der "Chance" auf Zusatzversicherungen (Einbett etc.) ohne Risikozuschläge, Ablehnungen, Leistungsausschlüsse)...

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Torquemada » 02.11.2015 17:35

DerHagn hat geschrieben:Dann aber bitte mit der "Chance" auf Zusatzversicherungen (Einbett etc.) ohne Risikozuschläge, Ablehnungen, Leistungsausschlüsse)...
Klar.

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 02.11.2015 20:07

Mikesch hat geschrieben:
Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Das Gesundheitssystem müsste komplett neu ausgerichtet werden, da die Quersubvention verkleinert würde.
Das Gesundheitssystem nicht, aber das der PKV :)
...die würden dann wohl den Bach runter gehen. Allerdings hätte ich da kein Problem mit :D
Doch, schon das Gesundheitssystem.

Das, was mein Hausarzt von der GKV im Quartal bekommt bei einem Besuch wegen einer Erkältung, bekommt der Hausarzt für einen Besuch von mir. Würden die Leistungserbringer plötzlich 50% der Quersubvention verlieren, würde sich das negativ auf den Sektor auswirken.

Aber mei, selbst schuld. Wer Apothekenpreise haben will, bekommt sie halt...

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von Mikesch » 02.11.2015 22:47

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Würden die Leistungserbringer plötzlich 50% der Quersubvention verlieren, würde sich das negativ auf den Sektor auswirken.
Anders, das zeigt nur den Fehler im System, ohne Privatpatienten würden die Ärzte auf Krücken gehen.
Gäbe es Deine sog. Quersubvention nicht und die Beamten wären Beitragszahler in die GKV, könnten auch die Ärzte vernünftig entlohnt werden, da der Pott größer würde. Das ist lediglich eine Umverlagerung...
Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Aber mei, selbst schuld. Wer Apothekenpreise haben will, bekommt sie halt...
Hab ich ja jetzt schon durch die vermaledeite PKV. Dürfte ich auf die PKV verzichten, könnte ich mir für die Beiträge etliche OPs leisten...
Ich versteh auch den Zusammenhang mit Preisen nicht...

Offensichtlich verdienen die Befürworter genug Geld und werden keine Pensionäre.
Wenn in 18 Monaten für mich Sabbat ist, darf ich für mich und meine Frau von meinen 2000 Öcken noch rund 500 für die PKV ausgeben. Rechne mal aus, um wieviel das bei 2 Personen über Harz IV liegt!
Hätte ich in meinem Leben nicht vernünftig gewirtschaftet, könnte ich mir dann die Kugel geben, weil außer einem Dach und was zu futtern nix mehr bleibt.
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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von tollpatschkoenigin » 18.08.2016 13:50

Als deutscher Beamter hat man auch einige weitere Vorteile (Unkündbarkeit, Fürsorgepflicht, Höhe der Mindestpension - auch schon nach 5 Jahren etc.pp.).
Dieses "Rechtskonstrukt Beamter" ist an sich in Europa einmalig. Dass hier weitere Sonderregelungen gelten wie mit der Beihilfe ist dann nur rechtens.

Unabhängig davon, dass es ein "Geschmäckle" hat, dass hier ein Lehrer wieder seine obstrusen Rechtsansichten verkaufen will (erlebe ich im Alltag oft genug), wenn ich im Ausland leben möchte, dann darf ich das. Genau das verlangt die Freizügigkeit. Dass es dann vielleicht einige Unannhnehmlichkeiten gibt, wie z.B. dass man einen Vertreter beauftragen sollte oder die Rechnungen auf Englisch sein müssen, ist durchaus verständlich aus Sicht der Behilfe. Es sind für mich jetzt auch nicht unmögliche Forderungen.

Und ein bisschen was auf Kante sollte doch jeder haben, um seine Arztrechnungen direkt zahlen zu können. Das kann ja sogar ich mit meinen nicht mal 30 Lenzen (ja, auch KH-Aufenthalte!).
Nicht jeder Arzt räumt einem ein Zahlungsziel von 4 Wochen ein - auch nicht in Deutschland!

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von herr b » 18.08.2016 13:53

tollpatschkoenigin hat geschrieben: Und ein bisschen was auf Kante sollte doch jeder haben, um seine Arztrechnungen direkt zahlen zu können. Das kann ja sogar ich mit meinen nicht mal 30 Lenzen (ja, auch KH-Aufenthalte!).
Nicht jeder Arzt räumt einem ein Zahlungsziel von 4 Wochen ein - auch nicht in Deutschland!
Na ja, nimm den verheirateten Familienvater im mittleren Dienst der Alleinverdiener ist, da bleibt aber nix mehr über zum sparen. Ist heutzutage gar nicht mehr so einfach was auf die hohe Kante zu legen!
Ich bin befördert worden...
Aus dem Dienst!

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Re: Beihilfe im Ausland: Mitstreiter gesucht

Beitrag von tollpatschkoenigin » 19.08.2016 08:03

herr b hat geschrieben:
tollpatschkoenigin hat geschrieben: Und ein bisschen was auf Kante sollte doch jeder haben, um seine Arztrechnungen direkt zahlen zu können. Das kann ja sogar ich mit meinen nicht mal 30 Lenzen (ja, auch KH-Aufenthalte!).
Nicht jeder Arzt räumt einem ein Zahlungsziel von 4 Wochen ein - auch nicht in Deutschland!
Na ja, nimm den verheirateten Familienvater im mittleren Dienst der Alleinverdiener ist, da bleibt aber nix mehr über zum sparen. Ist heutzutage gar nicht mehr so einfach was auf die hohe Kante zu legen!
Das Familenmodell "Alleinverdiener mit Hausfrau" ist m.E. ein Auslaufmodell. Zumindest Teilzeit sollte jede Frau doch arbeiten. Wenn man nur ein Gehalt hat, kann man trotzdem Geld zurück legen.
Man muss seinen Lebensstil einfach seinem Gehalt anpassen.

Ich sehe es ja im Bekanntenkreis. Da wird dann eine Immobilie für über 400.000 Euro ohne EK gebaut und dann wundert man sich über die hohen laufenden Kosten. Beide sind Beamte, planen Nachwuchs und kommen jetzt schon kaum über die Runden. Es reicht auch (wenn überhaupt notwendig) ne günstigere, kleinere Bestandsimmobilie. Ich habe mit meinem Mann vor dem Hauskauf (Rhein-Main-Gebiet) in einer 60qm Wohnung gelebt, weil wir die teuren Frankfurter Mieten nicht zahlen wollten und lieber EK aufbauen wollten. Es geht alles, wenn man nur will.

Genauso sieht es mit Autos aus. Viele finanzieren ihre Fahrzeuge oder leasen. Das würde ich niemals machen. Mein Mann und ich brauchen beide ein Fahrzeug um zur Arbeit zu kommen. Nach dem Hauskauf war natürlich wenig Geld da und ich brauchte ein Auto. Da gibt es eben ein älteres kleines Auto.
Handyverträge haben wir auch nicht, sondern nur monatliche Prepaid-Tarife die auch gewechselt werden, wenn es günstigere Optionen gibt. Und unser Smartphone bezahlen wir auch bar. Finanzierungen - auch 0%-Finanzierungen - machen wir nicht. Es ist natürlich verlockend, aber wenn man gespart hat, überlegt man sich eher ob man diese und jene Anschaffung wirklich benötigt.

Unsere Fixkosten können bei uns von einem Gehalt bezahlt werden und es wäre immer noch Geld zum Leben übrig.

Grade im Rhein-Main-Gebiet werden wir mit dieser Einstellung gerne belächelt. Klar könnten wir einen anderen - teureren - Lebensstil pflegen, aber wir sind so wie es jetzt ist einfach zufrieden.

Anschaffungen machen wir übrigens erst, wenn 3 Nettolöhne meines Mannes auf dem Sparkonto liegen. Das ist die eiserne Reserve. Er ist Angestellter in der Privatwirtschaft und genießt nicht die Vorteile eines Beamten.

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