Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

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TonyG
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Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

Beitragvon TonyG » 17.02.2016 20:20

Hallo,

wurde für den mD genommen aber bin mir noch nicht sicher ob ich zusagen soll, vorallem weil ich von den kaum möglichen Aufstiegsmöglichkeiten höre und von der "Akkordarbeit". Habe Fachhochschulreife und muss sagen, dass ich mich im Vorfeld kaum informiert habe und mich nur spontan beworben hatte. Irgendwann war es zu spät für eine Bewerbung zum gD, dann habe ich mich für den mD beworben. Ich weiß nicht ob es das richtige für mich ist und ich habe noch paar Tage Zeit meinem Finanzamt meine Entscheidung mitzuteilen. Meine Noten sind gerade in einem guten Bereich 1,7 - 2,5 und hoffentlich bald wieder besser durch mehr Engagement. Nun, das eigentliche Problem für mich ist, wird es verschwendetes Potenzial sein wenn ich jetzt meine Arbeit im mD anfange? Ich weiß auch nicht, ob das Gehalt später für ein Familienleben reichen wird o.ä.. Möchte auf keinen Fall auch unterfordert werden und das dann 40 Jahre lang aushalten müssen. Ich bin echt am Verzweifeln. Bis jetzt habe ich nur Absagen erhalten und plötzlich kommt da eine Zusage und ich weiß gar nicht ob ich das möchte, ob es überhaupt gut für mich wäre.

Kann man sich in dem Bereich irgendwo Beratung holen?

Brauche unbedingt Meinungen von Beamten in der Finanzverwaltung, kenne nämlich niemanden aus dem Bereich.
MfG

El Pocho
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Re: Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

Beitragvon El Pocho » 17.02.2016 21:28

Schau mal ein paar Themen unter deinem "mD trotz Abitur".
Ähnlich gelagerte Fälle.

Ob es verschwendetes Potential ist...wir kennen dich nicht, aber mit Fachhochschulreife wäre halt der gD möglich.
Die Ausbildung dauert nur zwei Jahre somit wäre es zumindest keine große zeitliche Verschwendung und Geld gibt's ja nebenbei auch noch.
Bevor man am Ende nichts macht, würde ich die Ausbildung im mD machen.
Ob das Geld reicht...kannst dir mal die Besoldungstabelle anschauen und gucken was so bei A6 bis A9 hängen bleibt. Alle Bedienstete des mD bekommen ihr Leben auch geregelt. :wink:

TonyG
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Re: Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

Beitragvon TonyG » 17.02.2016 22:33

El Pocho hat geschrieben:Schau mal ein paar Themen unter deinem "mD trotz Abitur".
Ähnlich gelagerte Fälle.

Ob es verschwendetes Potential ist...wir kennen dich nicht, aber mit Fachhochschulreife wäre halt der gD möglich.
Die Ausbildung dauert nur zwei Jahre somit wäre es zumindest keine große zeitliche Verschwendung und Geld gibt's ja nebenbei auch noch.
Bevor man am Ende nichts macht, würde ich die Ausbildung im mD machen.
Ob das Geld reicht...kannst dir mal die Besoldungstabelle anschauen und gucken was so bei A6 bis A9 hängen bleibt. Alle Bedienstete des mD bekommen ihr Leben auch geregelt. :wink:


:( Wie siehts denn mit der Arbei aus kann man ein Leben lang damit leben? Was macht man so im Alltag. Wie steigt man Stufen oder Besoldungsgruppen auf? Wie hoch sind die Chancen da und wie weit wäre man mit 30

Noob
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Re: Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

Beitragvon Noob » 18.02.2016 11:11

Hallo TonyG!

Die Fragen sind pauschal nicht so einfach zu beantworten.
Ich kenne Leute, die hatten schon sehr früh keine Lust mehr auf den Job, ebenso kenne ich genug Leute, die den Job nach Jahren noch gerne machen.
An meinem aktuellen Arbeitsplatz habe ich mit dem Steuerrecht kaum noch was zu tun, aber manchmal vermisse ich es ein wenig, mit den Gesetzbüchern zu arbeiten. Das liegt mir irgendwie.

Im Alltag wirst du eben Steuererklärungen bearbeiten und auch die Post, die täglich so für dein Teilbezirk reinkommt. Das sind u.a. Anträge, Änderung der Bankdaten eines Steuerbürgers, welche du in dessen Grunddaten anpassen musst etc.
Natürlich erlebst du nicht unbedingt jeden Tag etwas völlig neues, aber da die Fälle nicht alle 1 zu 1 gleich sind, ist es doch abwechslungsreicher als es klingt. Unterm Strich machst du aber Jahr für Jahr das gleiche, allerdings egal ob mD oder gD.
Sofern du nicht gerade einen Arbeitsplatz hast, in welchem du dich von einem Projekt ins andere stürzt, wirst du eigentlich in jedem Job täglich das Gleiche machen. Ein Beamter in der Veranlagung bearbeitet täglich Fälle. Ein Vollziehungsbeamter geht jeden Tag raus und treibt Steuergelder ein. Ein Lehrer unterrichtet jeden Tag. Ein Mechaniker tüftelt eben jeden Tag. Ich bin in der Buchhaltung tätig und buche eben jeden Tag. Daher sollte das nicht unbedingt gleich ein K.O.-Kriterium sein (Ansichtssache).

Die Besoldungsstufen steigen zunächst alle 2 Jahre, dann alle 3 Jahre, dann alle 4 Jahre. Ist auch im gD so. Das mit den Besoldungsgruppen ist nicht so einfach zu beantworten, da es von vielen Faktoren abhängt. Der eine wird schneller befördert, der andere langsamer. Manche steigen früher in die Beamtenlaufbahn ein, andere später. Ich denke, mit 30 wirst du höchstwahrscheinlich in A7 sein, sofern du nicht schon Ende 20 bist. Wenn es gut laufen "sollte", vielleicht auch schon A8 (kenne da den einen oder anderen).

Ich persönlich bin im mD zufrieden. Die Bezahlung finde ich jetzt auch nicht mies. Viele Büroangestellte in der Privatwirtschaft verdienen weniger. Wer 3.500 Euro netto verdienen will, ist hier natürlich falsch. Wenn das dein Ziel ist, dann geh lieber studieren. Bevor du jetzt aber nichts in der Hand hast, würde ich die Ausbildung im mD machen. Die 2 Jahre sind recht schnell vorbei und den gD kannst du danach immernoch anstreben. Oder du bewirbst dich für den gD und machst so lange irgendwas anderes zur Überbrückung.

Hoffy
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Re: Beruf Finanzwirt im mD lohnenswert?

Beitragvon Hoffy » 24.02.2016 19:41

Hallo TonyG,
da ich in einem anderen Beitrag von Dir gelesen habe, dass Du aus NRW kommst, würde ich gern wissen wann Du das Vorstellungsgespräch hattest bzw. wann Du die Zusage erhalten hast.
Darf ich fragen wo Du dich beworben hast?
Ich hatte mein Gespräch Anfang Dezember im Raum Bergisches Land und habe leider noch keine Nachricht erhalten.
Gruß
Hoffy


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