Beginn des Studiums

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Shino
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Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 03.10.2013 10:31

Das Studium beginnt ja nächsten Montag.
Viele haben mir schon von ihren Erfahrungen erzählt. Ich habe nur so einige bedenken. Ich habe dieses Jahr erst die Schule abgeschlossen und habe zu Thema Steuern keine (und wirklich überhaupt keine) Erfahrungen und kein Wissen zum Thema Steuern. Damit bin ich auch nicht der einzige zum Glück.
Daher frage ich mich, ob die in der Hochschule da wirklich vom Nullpunkt anfangen oder die schon irgendwas voraussetzen zu wissen?

El Pocho
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von El Pocho » 03.10.2013 13:22

Ja es geht bei Null los. Aber ich rate dir, dass du von Beginn an am Ball bleibst. Der Stoff wird meist ziemlich schnell vermittelt.
Voraussetzungen sind nur lesen, schreiben und rechnen. :wink:

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 03.10.2013 13:47

Danke für die beruhigende Antwort =)
Ja ich schätze mich so ein, dass ich da von Anfang an dran bleibe. In Sachen Lernen, obwohl ich das natürlich nur von meinem bisherigen Erfahrungen aus der Schule beurteilen kann, habe ich das nie schleifen lassen.
Lesen, schreiben und rechnen sollte ich gerade noch hinbekommen :lol:

Carrington
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Carrington » 03.10.2013 18:47

Shino hat geschrieben:Das Studium beginnt ja nächsten Montag.
Viele haben mir schon von ihren Erfahrungen erzählt. Ich habe nur so einige bedenken. Ich habe dieses Jahr erst die Schule abgeschlossen und habe zu Thema Steuern keine (und wirklich überhaupt keine) Erfahrungen und kein Wissen zum Thema Steuern. Damit bin ich auch nicht der einzige zum Glück.
Daher frage ich mich, ob die in der Hochschule da wirklich vom Nullpunkt anfangen oder die schon irgendwas voraussetzen zu wissen?

Ein Studium fängt beim Bachelor praktisch immer bei Null an. Bei mir ging es beim Grundstudium Informatik mit Arithmetik los. ;) Dafür wird der Stoff schneller als in der Schule durchgedrückt. :wink:

DerHagn
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von DerHagn » 08.10.2013 15:15

Tag,

diese Fragen hätte man eig. schon im Vorfeld klären können/sollen... Oder?

Gruß

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 08.10.2013 17:33

DerHagn hat geschrieben:
diese Fragen hätte man eig. schon im Vorfeld klären können/sollen... Oder?
Das war doch nur eine Frage aus reinem Interesse. Wieso vorher klären?

DerHagn
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von DerHagn » 11.10.2013 07:40

Naja, man weiß ja nich erst ne Woch vor Beginn des Studiums, dass man keine Ahnung von Steuern etc. hat, oder?
Dann hätte man ja spätestens bei der ZUsage mal Informationen einholen können... hmm?

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 11.10.2013 22:32

Informationen zum Thema Steuern?
Das halte ich für einen großen Fehler, denn da wird man sicher von Informationen überhäuft. Ich habe grade die Schule beendet und es tut mir leid... aber es ist völlig normal NICHTS über Steuern zu wissen. Damit steh ich nicht alleine da.
Mittlerweile hat das Studium auch begonnen und ich bin überhaupt nicht überfordert mit den Stoff. Alles hat ganz langsam angefangen und die Dozenten erklären den Stoff sehr verständlich, anschaulich und in Ruhe.

Anwaerter
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Anwaerter » 12.10.2013 12:24

Hi shino,

du kannst ja weiter schreiben, wie es dir so ergangen ist.

Vielleicht hilft das ja einigen.
Darüber wie es bei Beamten vor allem in der Zeit als Anwärter abläuft erfährt man ja in der Regel wenig in Foren.

LG :D
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 12.10.2013 15:45

Im Prinzip ist es mir bisher gut ergangen.
Die Dozenten sind nett und lustig erklären alles super. Die Leute in meiner Klasse sind auch sehr nett, obwohl viele vorher beruflich schon was gemacht haben.
Die Stoffmenge die in einer bestimmten Zeit vermittelt wird ist auch in Ordnung... Zumindest bis jetzt.
Ich muss aber auch ehrlich sein. Obwohl der Unterricht eigentlich Spaß macht und eigentlich noch nichts schlimmes passiert ist habe ich oft komische Gefühle dabei und habe Zweifel. Zweifel, ob ich das schaffe. Ich rede mir immer ein, dass ich ja nicht alleine dort bin... dass da viele durch müssen und dass es ja eigentlich schon so viele vor mir geschafft haben und der größte Teil das Studium auch schafft. Trotzdem habe ich hin und wieder diese Zweifel und Angst, die sich hoffentlich in Laufe der nächsten Wochen legt.

Besonders schwirrt mir immer durch den Kopf, ob ich das alles jetzt auswendig lernen muss (besonders die Paragraphen). Ich mach es jetzt immer so: Ich schaue was ich am nächsten Tag für Stunden habe und bereite mich dann so darauf vor, dass ich schaue was wir letzte Stunde gemacht haben und das dann wiederhole. Am Wochenende mache ich eigentlich nichts für die Schule, weil ich mich ja in der Woche stets auf den Unterricht vorbereite und auch mal abschalten muss, obwohl ich mit den Gedanken nur noch dort bin.
Für die Klausuren die ja irgendwann anstehen, werde ich natürlich intensiv lernen.

Was meint ihr dazu? Gerade zu meiner Strategie den Unterricht nachzubereiten? Ich hoffe ihr könnt mir etwas dabei helfen, mir meine Zweifel zu nehmen.

El Pocho
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von El Pocho » 12.10.2013 16:15

Die Paragraphen musst du nicht auswendig lernen. Du musst nur wissen wo es steht. Das wäre auch zuviel, denn es gibt ja nicht nur die Gesetze, sondern noch Durchführungsverordnungen, Richtlinien, Anwendungserlasse usw..
Es kann aber nicht schaden, wenn du die grundlegenden Paragraphen zitieren kannst, sprich du weißt wo die nichtselbständige Arbeit geregelt ist oder der Wohnsitz und der gewöhnlicher Aufenthalt um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Klausuren sind so gestrickt, dass du diese normalerweise nicht in der vorgegbenen Zeit komplett lösen kannst, sprich umso weniger du Nachschlagen musst, umso mehr Zeit hast du zum Denken und Schreiben.

Eine Nach- bzw. Vorbereitung des Unterrichts ist immer gut. Durch Wiederholung prägt man sich bekanntermaßen Dinge ein. Ich empfehle immer gerne auch gewisse Nachschlagewerke, die die Skripte aus dem Unterricht noch unterstützen und evtl. Lücken schließen. Ich denke, in Königs Wusterhausen wurden diese Bücher auch schon benannt.
Achso und das Lernen für die Klausuren macht sich am Besten mit alten Klausuren aus den Vorjahren, da sich die Themen und Aufgaben ähneln. Nicht zu Verachten ist auch eine aktive Mitarbeit im Unterricht, da die Dozenten auch die Note nach oben aber auch nach unten verändern können.

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 12.10.2013 16:37

Danke für die Antwort.
Ja die Literaturhinweise haben sie uns bereits empfohlen... Die sind auch in der Bibliothek erhältlich.
Ja durch das Wiederholen kann ich mir auch schon Paragraphen merken.
Also im Prinzip reicht das wiederholen und nachbereiten auf den Unterricht aus. "Ausreichen" klingt jetzt vielleiht wie das falsche Wort aber das würde mich beruhigen. Es ist also nicht so, dass man den neuen Stoff sofort und immer auswendig lernen muss? Denn ich denke daran würde ich kaputt gehen. Dann müsste ich ja wirklich jeden Tag mehrere Stunden lernen. Ich habe lernen nie vernachlässigt... das nicht falsch verstehen. Aber ich denke wenn ich mich jeden Tag 1-2 Stunden mit den Stoff nochmal auseinandersetze sollte das reichen oder? Ich bin eigentlich auch ein schneller Lerner der sich vieles und auf Dauer einprägen kann... das hab ich schon in der Schule gemerkt.

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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Bundesfreiwild » 13.10.2013 13:18

Ja, Nacharbeitung ist wichtig - nicht nur im Steuersystem.

Damit sich kein gewaltiger und unüberschaubarer Haufen an Informationen anhäuft, macht man nach dem Unterricht sozusagen ein Lernprotokoll.
Man sichtet nochmal alle Unterlagen, die im Unterricht verteilt oder genannt wurden, sichtet die Notizen, die man sich gemacht hat und bringt sie in eine Form, in der alle WICHTIGEN Informationen und die Rechtsquellen enthalten sind. Besonders grundlegende Passagen kann man in dieses Tagesprotokoll auch direkt aufnehmen.

Bedeutet: Man macht aus einem hohen Stapel Stoffmenge ein überschaubares Tagesreferat von angemessenem Ausmaß, in dem stichpunktartig alles Wichtige enthalten ist.

Diese Tagesreferate sammelt man in einem Ordner (heutzutage digital) mit einer Verlinkung auf die entsprechenden Steuergesetze, damit man die direkt findet und nachlesen kann. Die Gesetzeswerke sollte man natürlich nach und nach auch lesen und sich die wichtigsten Stellen markieren. (Bitte daran denken, täglich eine externe Kopie der digitalen Tagesberichte anlegen, damit bei einem Absturz oder Verlust der Daten ein Backup möglich ist und man nicht seine ganze Arbeit und Lernbasis verliert!)

Ich empfehle, sich pro Quartal oder mindestens Semester ein Wochenende hinzusetzen und diese gesammelten Werke nochmal zu sichten und ggfs - auf dem dann jeweils höheren Lern- und Erkenntnisniveau - nochmal neu zu strukturieren und in einem einzigen Schriftstück zu vereinen. Damit gewinnt man eine auf aktuellen Stand gebrachte Lernbasis, die man immer wieder zu Rate ziehen kann. Bis zum Ende des Studiums hat man diese Lernbasis dann mehrmals durchgearbeitet und seinen Wissensstand vertieft. Die dabei immer wieder erweiterte Link-Sammlung hilft zu wissen, wo man ggfs. die Gesetzespassagen findet, die das Thema näher ausführen.

Mit dieser gewachsenen Grundlage, die man während des Studiums so mehrmals von vorne durcharbeitet und aktualisiert hat, kann sich sagen: DAS ist DAS, was ich tatsächlich auswendig wissen muss, und alles andere, da muss ich nur wissen, wo es steht.

Das Gute daran ist: Wenn man keinen Lernrückstand hat und am Ende der Woche seine "Berichte" geschrieben hat, dann kann man auch beruhigt die Entspannungsphase geniessen, die Körper und Geist brauchen, ohne permanent dran zu denken, ob man auch wirklich genug getan hat.

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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Anwaerter » 13.10.2013 19:08

Hi shino,

das wichtigste ist einfach, dass du das am Finanzamt auch wirklich machen willst. Dass du auch bereit bist da Zeit und Energie reinzustecken, aber das bist du ja. :)

Das ist nicht so wie bei einer kaufmännischen Ausbildung, die man so la la über sich ergehen lassen kann (weil aus dem was man werden wollte nichts geworden ist), und es dann trotzdem schafft.
Das am Finanzamt ist schon ein bisschen anspruchsvoller. Im gD gleich zweimal.

Es ist enorm wichtig, dass du dir viele §§ Verweise in deine Gesetze machst das erleichtert die Klausuren um einiges.
Frag einfach mal bei euch nach, in wie fern sogar §§ Ketten erlaubt sind.

Gar nicht so unwichtig ist es auch jemanden oder mehrere zu haben mit denen du gut klar kommst, auf Lehrgang oder Amt.
Es ist nämlich nicht so toll, wenn man schlecht drauf ist die riesigen Stoffmengen zu lernen.
Manchmal werden auch wichtige Informationen nur einmal und sehr gehäuft an die Anwärter weitergegeben.
Da merken sich mehrere einfach mehr als nur eine Person.

Schlecht ist es auch nicht, wenn du schaust, dass du alte Klausuren sehr frühzeitig bekommst. So kannst du dir diese Anschauen und dein Augenmerk auf spezielle Punkte legen.

LG
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 13.10.2013 21:18

Hi Anwaerter,

Ich habe mir übrigens auch teilweise schon Klebezettel in die Gesetze reingemacht und bei einen paar Paragraphen auf andere verwiesen... das ist erlaubt sagte man uns.

Ja das im Finanzamt will ich unbedingt machen und die Praxis wird mir sicher auch Spaß machen, weil die Leute bei mir im Finanzamt alle sehr nett und locker sind.
Auch der Unterricht macht eigentlich Spaß. Ich habe halt nur hin und wieder diese Zweifel... verstärkt vermutlich, weil es das erste mal ist, dass ich regelmäßig von meinen Eltern jetzt getrennt bin. Obwohl ich natürlich jedes Wochenende zuhause bin. Es ist schon ein komisches und mulmiges Gefühl allein hier zu sein. Ich habe natürlich hier auch 2-3 Freunde denen ich Fragen stellen kann.

Im Moment bin ich ja grade mal eine Woche hier... Es ist also noch zu früh, um über irgendwelche Klausuren nachzudenken. Das will ich auch noch nicht.
Aber ja ich bemühe mich an alte Klausuren ran zu kommen, wenn es soweit ist.

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