Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

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frank63
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von frank63 » 05.08.2017 09:09

Genau so isses. Da lob Ich mir doch mein fürstliches Schmerzensgeld, was mir im vorraus überwiesen wird. Und wenn man/frau nicht mehr weiterweiss hilft dir gewiss der Allgemeingott in Weiss. schönes WE

connigra
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von connigra » 07.09.2017 18:55

Wenn ich den Beitrag von Torquemada lese stellen sich bei mir sämtliche Haare auf ???? Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht glauben. Bei uns sind Leute in den Vorruhestand gegangen, die sind so was von gesund- da träumen manche nur davon. Alle verdienen dazu - und dies ist auch gestattet. Ein 450 € Job ist zudem noch lang nicht voll dienstfähig - kuriose Geschichte. Vielleicht haben die im Amt was vertauscht.

Torquemada
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Torquemada » 07.09.2017 19:00

connigra hat geschrieben:
07.09.2017 18:55
Wenn ich den Beitrag von Torquemada lese stellen sich bei mir sämtliche Haare auf ???? Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht glauben. Bei uns sind Leute in den Vorruhestand gegangen, die sind so was von gesund- da träumen manche nur davon. Alle verdienen dazu - und dies ist auch gestattet. Ein 450 € Job ist zudem noch lang nicht voll dienstfähig - kuriose Geschichte. Vielleicht haben die im Amt was vertauscht.
Meinst du meinen kleine satirische Bemerkung vom 4.8. ? Das war ein Beitrag in "Telekom-Sprech". Natürlich wird ein Postbetriebsarzt ohne jede Bereitstellung von Attesten auf volle Dienstfähigkeit erkennen müssen. Ist doch logisch.

dibedupp
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von dibedupp » 07.09.2017 19:58

Connigra,
wenn ich es richtig gelesen habe, dann bist du vor 26 Jahren wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden. Damals war das Fernmeldeamt noch eine Behörde.
In den letzten 26Jahren hat sich da viel geändert.

connigra
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von connigra » 18.09.2017 15:26

Hallo Dibedupp,
kein bestimmter Beitrag - sondern allgemein die Nachuntersuchung wegen einer Reaktivierung, die macht mich so fassungslos.
stimmt ich bin mit 30 in den Ruhestand abgeschoben worden. Ich konnte das damals gar nicht fassen - für mich war es unbegreiflich. Klar konnte ich nach zahlreichen Ops nicht mehr 8 Stunden täglich arbeiten. Naiv wie ich war, dachte ich, ich komme halt freiwillig, helfe in der Dienststelle mit und wenn die Schmerzen überhand nehmen, geh ich heim. Für mich war das ganz logisch - schließlich bekam ich ja auch die Mindestpension und wollte dafür auch was tun. Bis mir der Amtsarzt erklärte: ich käme günstiger wenn ich ganz daheim bliebe.....Damals dachte ich wie unverschämt, ich war doch eine gute und fleißige Mitarbeiterin. Erst später wurde mir bewusst, dass Telekom nur gesunde Leute will und der Staat ab dato für mich Geldmäßig zuständig war. 1991 musste man schon den Arm unterm Kopf tragen um pensioniert zu werden.
Was später abging, meine ganze alte Dienststelle wurde pensioniert, da es scheinbar alle auf den Nerven hatten - sorry, das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich möchte da keinen Kollegen angreifen, sondern das System passt nicht mehr. Telekom baut Stellen auf Kosten der Steuerzahler ab - in meinen Augen eine riesen Schweinerei. Bekommt ein gesunder Mitarbeiter eines Pleitebetriebes Rente? Never!! Ich kann schon verstehen, wenn dem Normalbürger bei der Telekompraktik der Hut hoch geht. Ich bin ehrlich genug - ich hätte mich wahrscheinlich in die Reihen der psychisch kranken Kollegen vor 10-15 Jahren auch eingereiht, ehe ich irgendwo quer durch Deutschland verschoben werde. Jeder ist sich selbst der Nächste. Viele meiner Kollegen sind vor 10 bis 15 Jahren pensioniert worden (Bayern). Ich habe von keinem bisher gehört, dass er wegen einer Reaktivierung vorgeladen wurde und alle arbeiten sie nebenher. Viele weit mehr als die 450€.
Noch eine Frage: Wo ist der Unterschied ob ich vom Fernmeldeamt oder von der Telekom pensioniert wurde - ich habe bei meinen Kollegen keinen Unterschied bemerkt - oder sehe ich da was falsch?

viele Grüße

connigra
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von connigra » 18.09.2017 15:31

hallo nochmals,

mich würde jetzt aber interessieren was aus fragero und dem Termin beim Postarzt wurde?? Weiß das jemand?
Grüße

Siggi09
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Siggi09 » 18.09.2017 16:59

connigra hat geschrieben:
18.09.2017 15:26
Was später abging, meine ganze alte Dienststelle wurde pensioniert, da es scheinbar alle auf den Nerven hatten - sorry, das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich möchte da keinen Kollegen angreifen, sondern das System passt nicht mehr. Telekom baut Stellen auf Kosten der Steuerzahler ab - in meinen Augen eine riesen Schweinerei. Bekommt ein gesunder Mitarbeiter eines Pleitebetriebes Rente? Never!!
Das kann man sich auch schön in einer Statistik ansehen:
http://www.demografie-portal.de/SharedD ... eamte.html

Betrifft aber alle PNU.

AndyO
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von AndyO » 19.09.2017 11:27

connigra hat geschrieben:
18.09.2017 15:26
ich hätte mich wahrscheinlich in die Reihen der psychisch kranken Kollegen vor 10-15 Jahren auch eingereiht, ehe ich irgendwo quer durch Deutschland verschoben werde. Jeder ist sich selbst der Nächste. Viele meiner Kollegen sind vor 10 bis 15 Jahren pensioniert worden (Bayern). Ich habe von keinem bisher gehört, dass er wegen einer Reaktivierung vorgeladen wurde und alle arbeiten sie nebenher. Viele weit mehr als die 450€.
Noch eine Frage: Wo ist der Unterschied ob ich vom Fernmeldeamt oder von der Telekom pensioniert wurde - ich habe bei meinen Kollegen keinen Unterschied bemerkt - oder sehe ich da was falsch?

viele Grüße
Also damals war das noch alles Deutsche Bundespost. Dann wäre ja auch Briefträger drin. Und zu den Kollegen, die bei der Telekom rausgemobbt worden sind/werden: Es waren nicht die Beamten, die die Grundlagen für Loyalität aufgekündigt haben, sondern die Politik mit ihrem Privatisierungswahn. Diese Episode wird innerhalb einer Generation ihr Ende finden. DDU und Vorruhestand sind die begleitenden Erscheinungen. Es bleiben die Angestellten, die den Karren weiterziehen dürfen...

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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Siggi09 » 19.09.2017 14:35

AndyO hat geschrieben:
19.09.2017 11:27
Diese Episode wird innerhalb einer Generation ihr Ende finden. DDU und Vorruhestand sind die begleitenden Erscheinungen.
Gibt es bei den PNU eigentlich jüngere Beamte als Baujahr 1970? Dann dürfte das Thema ab 2025 rasant Geschichte sein.

Bruddler
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Bruddler » 19.09.2017 16:23

Siggi09 hat geschrieben:
19.09.2017 14:35

Gibt es bei den PNU eigentlich jüngere Beamte als Baujahr 1970? Dann dürfte das Thema ab 2025 rasant Geschichte sein.
In meinen Gerichtsverfahren gab es auch Beigeladene mit Jahrgang 1973 und 1974.
An diesen dürfte das T-Geschäft wohl noch bis mindestens 2043/44 seine Freude haben.
Die CDSU-, FDP- und AFD-Wähler werden dafür sorgen.
Wir werden es gut und gerne erleben.
Nahles sagte: "Die Absage von Angela Merkel an eine Rente mit 70 ist in der Union nicht mehrheitsfähig." Mit Schäuble habe ihr wichtigster Minister heute klar gemacht, dass die Union die Rente mit 70 wolle.
http://www.boerse-online.de/nachrichten ... 1002353386
Gegebenenfalls kommt das auch erst, wenn die ewige Kanzlerin nicht mehr im Amt ist.
Ich würde der neuen Regierung bzw. Lobbyistenvertretung aber zutrauen, dass sie dies bereits am 25.09.2017 ankündigt.

Possi
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Possi » 19.09.2017 17:14

Bei der DPAG gibt es auch noch Beamte des Jahrganges 1975....

Siggi09
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Siggi09 » 19.09.2017 18:10

Bruddler hat geschrieben:
19.09.2017 16:23
In meinen Gerichtsverfahren gab es auch Beigeladene mit Jahrgang 1973 und 1974.
An diesen dürfte das T-Geschäft wohl noch bis mindestens 2043/44 seine Freude haben.
Die CDSU-, FDP- und AFD-Wähler werden dafür sorgen.
Huch, das können aber nicht mehr viele sein, wenn man bedenkt dass ab 1993 kaum noch verbeamtet wurde (soweit ich weiß).

Was die Rente mit 70 angeht kann man nur an die Mehrwertsteuer erinnern. CDU wollte 2% erhöhen, SPD wollte gar nicht erhöhen und die folgende GroKo hat dann um 3% erhöht. Wendet man diese Logik wieder an, wird die nächste GroKo die Rente auf 72 anheben. Meinetwegen mit einem Zwischenschritt auf 70.

Vor diesem Hintergrund:
http://www.demografie-portal.de/SharedD ... rtung.html
http://www.demografie-portal.de/SharedD ... ntner.html

und der Tatsache, dass die Gehälter real seit 2000 stagnieren und prekäre Beschäftigung mit geringen Beiträgen zur Sozialversicherung, die die erworbenen Ansprüche der noch "gut bezahlten" Generation abdecken soll, zunimmt, wird der Politik wohl nichts anderes einfallen. Dass die Gehälter/Sozialabgaben seit rund 20 Jahren nicht mehr mit der Produktivität steigen, interessiert in der Politik ja niemanden.

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_ ... bbIII1.pdf

Fragero
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Fragero » 20.09.2017 01:58

connigra hat geschrieben:
18.09.2017 15:31
hallo nochmals,

mich würde jetzt aber interessieren was aus fragero und dem Termin beim Postarzt wurde?? Weiß das jemand?
Grüße
Hallo,
der Termin wurde seitens des Amtsarztes auf Anfang Oktober verschoben

Liebe Grüße

AndyO
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von AndyO » 20.09.2017 10:08

Siggi09 hat geschrieben:
19.09.2017 14:35
Gibt es bei den PNU eigentlich jüngere Beamte als Baujahr 1970? Dann dürfte das Thema ab 2025 rasant Geschichte sein.
Für die Telekom endete die Regelausbildung für den gehobenen Dienst in Heusenstamm im dritten Quartal 1992. Die jüngsten Kollegen waren dort 24. Also Jahrgang 68. Im Amt wurden noch bis Anfang 96 Nachzügler aus dem mittleren Dienst verbeamtet, auch ein paar Kollegen, die Versprechen vor Dieburg hatten. Ich möchte nicht beschwören, dass es keine jüngeren Beamte gibt, aber die, die Baujahr 70 oder jünger sind, wird man an wenigen Händen abzählen können. Wenn die 55er Regelung noch 5 Jahre verlängert wird, könnten 2025 alle, die gehwillig sind, gegangen sein (Telekom).

AndyO
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von AndyO » 20.09.2017 10:16

Siggi09 hat geschrieben:
19.09.2017 18:10
Was die Rente mit 70 angeht kann man nur an die Mehrwertsteuer erinnern. CDU wollte 2% erhöhen, SPD wollte gar nicht erhöhen und die folgende GroKo hat dann um 3% erhöht. Wendet man diese Logik wieder an, wird die nächste GroKo die Rente auf 72 anheben. Meinetwegen mit einem Zwischenschritt auf 70.
Solange Merkel meint, die Anzahl der Dauerhartzer jährlich um einige 100.000 aufstocken zu können, wird es keine Entlastung der Sozialkassen geben. Im Gegenteil. Ein Dauerhartzer hat in etwa die 4fache Bezugszeit eine Rentners. Da die Renten um dieses Armutsniveau ausgesteuert werden (Zitat Merkel im Fensehinterview > "Sie bekommen doch individuellen Wohnungskostenzuschuß"), ist die Marschrichtung klar. Und die geburtenstarken Jahrgänge kommen ja erst ab 2030. Für die ist dann oberhalb des Armutsniveaus nix mehr da, bzw. der Renteneintritt erst nach dem Ableben... :evil:

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