Grausame Jahre als ADL im Vollzug

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c20xe
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Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von c20xe » 22.04.2012 17:21

Hallo zusammen,
ich war von 04/1994 bis 11/2006 (seit 2005 im Krankenstand) in einem "Bauernknast" mit ca 600 Gefangenen und wurde 11/2006 gegen meinen Willen in Pension verfrachtet. Seit 2005 insgesamt 6 Begutachtungen durch den Amtsarzt.
Nun zu mir, meine Probleme im Strafvollzug haben durch einen Gefangenen Suizid 06/1994 unmerklich für mich angefangen. Ich hatte vor dessen Suizid noch ein Gespräch mit ihm geführt gehabt, und knapp 20 Minuten später, wollte ich zusammen mit einer Kollegin den Gefangenen nochmals aufsuchen und nach ihm schauen. Diesen Anblick, den ich dann ertragen musste, verfolgt mich bis Dato ! Die damalige Reanimation war erfolglos. Ich war mit der Beatmung beschäftigt und ein Kollege mit der Herzmassage. Bei der Reanimation drückte der Kollege zufrüh auf den Brustkorb und ich atmete die Restluft des Erhängten vollständig ein. Es sind bereits 18 Jahre her, aber mich verfolgt es fast täglich.

Die Jahre danach waren ein täglicher Wettlauf für mich. Sobald ich eine Zellentüre öffnen musste (gerade im Frühdienst bei der Lebend und Vollzähligkeitskontrolle) habe richtige Blockaden und Angstzustände bekommen !
Desweiteren war von einer psychologischen Betreuung gar nicht zu sprechen. Ich habe täglich mit meiner Situation den Knastalltag durchleben müssen. Die Nächte sind bis heute ein einziger Albtraum, ich wache überdurchschnittlich oft auf und werde durch Albträume gejagt, in denen ich die Erlebnisse, so was von realistisch, nochmals durchleben muss.

Da ich 10 Jahre lang in einem Zellenbau Dienst geschoben, in dem Mobbing an Kollegen durch den Bereichsdienstleiter zu "guten" und täglichen Ton gehörte. Man wurde durch den Bdl vor den Gefangenen als "Puffmusiker" betitelt oder gar als taugenix!
Abteilungsspezifische Entscheidungen (z.B. Telefonieren ausserhalb der Freizeit) wurde durch den Bdl in Gegenwart des Gefangenen auf eine dermassen unsozialen und böshaftigen Art aufgehoben, dass man sich beinahe beim Gefangenen für seine zuvor getroffene Entscheidung hätte entschuldigen müssen.
Fehler passieren auch im Strafvollzug täglich, aber ein noch zu kleiner Fehler, wurde in Gegenwart von Kollegen dermaßen breit ausgetreten, dass man aufrechtgehend unter der geschlossenen Türe durchgehen konnte ! Dies wurde dann schlußendlich beim täglichen Mittagessen in der Kantine durch den Bdl breit und ungefiltert dem AL und VDL mitgeteilt.

Private Dinge wurde in diesem Zellenbau weit nach außen getragen, sogar bis zu manchen Gefangenen, so dass im Sommer 2004 auf einmal ein Ex-Gefangener bei mr zu Hause erschien und mich beim Rasenmähen überraschte uud hinter mir in meinem Garten auftauchte. Der hätte mich "weg machen können" ohne das ich es gemerkt hätte ! Der Ex wollte Infos wegen einer erneuten Inhaftierung haben, und zwei Tage später war er "zufällig" auf meiner Abteilung. Ich meldete diesen Vorfall dem VDL, jedoch hat dies ihn überhaupt nicht interessiert.
Der Gefangene hatte sich nun Vorteile erhofft und versucht mich unter Druck zu setzten, in dem er nach meinem Haus , meinem Hund und nach meiner jetzigen Frau fragte, ob alles noch OK sei ????? Dies wurde ebenfalls von mir gemeldet und ich stieß erneut auf ignoranz seitens des VDL und des AL !!!!
Wie der Ex ler an meine Adresse gekommen ist, weis ich bis heute nicht, aber es hat mir gezeigt, wie schnell man im Fadenkreuz der Gefangenen ist.

Im Jahr 2003, wurde ich als "Zeuge" vor ein LG berufen, dass ich eine Aussage gegen einen Ex Gefangenen machen musste, dessen Drogenkarriere ich in Form von mehreren Meldungen dokumentiert hatte. Nun nach meiner nicht gerade postiven Aussagen gegen den Angeklagen, bedrohte mich einer seiner Brüder (RUSSEN) mit den Worten: DICH LEGE ICH UM, DASS VERSPRECHE ICH DIR!!! Ich meldete auch diesen Vorfall bei dem VDL + AL : IGNORANZ, und die Worte: Das ist Beruftsrisiko, dafür erhält man die Gitterzulage !!!!
Ich fuhr den täglichen Heimweg von der JVA bis nach Hause immer auf verschiedenen Wegen, der Blick immer in den Rückspiegel, und immer bereit, die Flucht zu ergreifen... und dass bis 2005 !

Ich hatte mich über die Jahre so trastisch in meiner Persönlichkeit verändert gehabt, jedem ist es aufgefallen, nur mir nicht und die Ausrede, "es ist gerade nur etwas Streß im Knast" war mein Lebensbegleiter.

Nach einem 7 Wöchigem Klinikaufenthalt und 1,5 jähriger Krankschreibung und ständigem negativem Kontaktaufnahmen seitens des AL und dem VDL, wurde ich gegen meinen Willen in der Vorzeitigen Ruhestand verfrachtet. Ich bestand darauf, mich anderweitig einzusetzten, alles ausser Knast, dem wurde aber gleich entgegen getan, mit den Worten: Unser Bundesland baut Beamtenstellen ab und ich sei somit dabei !!! Da war ich erst 37 Jahre alt , weg geschmissen, wie ein altes Spielzeug !

Kontakt zu den Kollegen habe ich total abgebrochen, ich kann auch nicht in die Stadt des Knastes fahren, da bekomme ich sofort wieder meine körperlichen Probleme und mein Blutdruck steig wieder wie zu Knastzeiten auf 240 zu 160 !!!

Jetzt nach 5,5 Jahren Pension, will mich der Knast erneut zu einer amtsärzlichen Untersuchung schicken... WANN HÖRT DASS ENDLICH AUF ???? Ich bin schließlich seit meiner damaligen Krankschreibung (7 Jahre ununterbrochen in ärztlicher Betreuung - Hausarzt und Psychater- damit ich das erlebte "verarbeiten" und wieder ein normales Leben führen kann. DIE haben schließlich MICH in Pension geschickt !!! Im Knast würde ich NIE wieder einer Tätigkeit nachgehen, vorher würde ich Pfandflaschen sammeln gehen !

Vielleicht liest jemand meinen kleine Auszug aus meiner Knastzeit und sieht in manchen Situationen parallelen.

Mit freundlichem Gruß
c20xe

schäferhund
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von schäferhund » 22.04.2012 19:50

Hallo c20xe,
zunächst herzlich willkommen, hier im Forum :D

Was Du da geschrieben hast, ist wirklich nur sehr schwer "verdaubar" und ich bin echt schockiert. Das Thema Mobbing u. Bossing wurde hier im Forum schon verhältnismäßig oft erörtert und offensichtlich scheint es da wohl gerade im Resort Strafvollzug eine gewisse Häufung zu geben. Ich sehe da eine allmähliche Verrohung der guten Sitten. Da Du ein verhältnismäßig junger Strafvollzugsbeamter bist, ist eine Nachuntersuchung nach ca. 5 Jahren auf den ersten Blick schon noch irgendwie nachvollziehbar, aber kommt es dann auch wirklich zu einer Reaktivierung ??

Wie ich bereits schon in zwei anderen Beiträgen erst kürzlich erwähnt habe, ist mir in deutlich über 30 Dienstjahren kein einziger Fall bekannt geworden, in welchem dann tatsächlich auch eine Reaktivierung eines Bediensteten erfolgte. Wie es in den einzelnen Sparten, bzw. Bundesländern aussieht, kann ich aber leider nicht beurteilen - wahrscheinlich dürfte es ähnlich gehandhabt werden. Fraglich ist meiner Meinung nach auch, ob man nach sieben Jahren Abwesenheit vom Arbeitsleben als Erkrankter bzw. Traumatisierter so einfach wieder Fuß fassen kann. Also ich habe da schon meine Zweifel ! Bekannt ist natürlich auch, dass man tatsächlich in vielen Bundesländern Beamtenstellen abbaut und somit stimmen die Aussagen Deiner Vorgesetzten anscheinend schon.

Wichtig ist, dass Du weiterhin intensiv den Kontakt zu Deinen Ärzten pflegst und beim Amtsarzttermin Deinen Fall so schilderst, wie Du es hier im Forum getan hast. Ich vermute, dass du zu einem ganz erheblichen Teil das Opfer Deines Berufs wurdest und wünsche Dir für die Zukunft viel Kraft und alles Gute. :D


Gruß
Schäferhund

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 30.05.2012 07:54

"...und offensichtlich scheint es da wohl gerade im Resort Strafvollzug eine gewisse Häufung zu geben..."

Das ist eine sehr euphemistische und höfliche Umschreibung des Zustandes, wie auch ich ihn in 10 Jahren Strafvollzug erlebt habe.
Die oben genannten Zustände glaube ich sofort und ungesehen, denn auch ich habe sehr Ähnliches in 2 Knästen in 2 Bundesländern erlebt, Zustände die jeder Beschreibung spotten. Eine in sich geschlossene, völlig gestörte und kranke Subkultur, in der teilweise Anstaltsleiter nach bester Despotenmanier nach Gutsherrenart herrschen, tatkräftig unterstützt von Ihren Zuträgern und willfährigen Auftragsmobbern.

Was das Thema Reaktivierung angeht, so verfahren die Bundesländer durchaus unterschiedlich; während z.B. Hessen und Rheinland-Pfalz reaktivieren auf Teufel komm raus, wird man in Ba-Wü. (gottlob) in Ruhe gelassen. Ausserdem hat eine amtsärztliche Überprüfung auf Reaktivierung noch rein gar nix zu sagen.
Im oben genannten Fall sehe ich daher diesbezüglich keine Probleme.

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Bundesfreiwild
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bundesfreiwild » 31.05.2012 09:57

Sammeln sich die ganzen Schleimer, Ja-Sager, Mobber und Psychos im Strafvollzug? Man gewinnt echt so langsam den Eindruck, dass man dort als normaler Mensch völlig fehl am Platz ist. Aber... die Historie zeigt es eben (wenn man mal nachsieht), dass die Vollzieher oft nicht viel besser sind als die "Vollzogenen" und viele ihre eigene Gewaltbereitschaft, egal ob körperlich oder verbal geäußert, dort im (auch real) abgeschlossenen Umfeld ausleben, ihren Minderwertigkeitskomplexen als Brutalowärter und Scheisskollege Auslauf geben. Was die einen von den anderen trennt, ist anscheinend oft nur die Zellentür und der Feierabend.
Bedenkt, dass die Straftäter oft mehr unter ihren Wärtern gelitten haben als unter der Strafe ansich. Und diese Erkenntnis zieht sich durch alle - und vor allem sehr bekannte - Perioden der Geschichte.

Man hat auch vor Jahren mal Versuche gemacht, bei denen völlig normale Menschen dazu angehalten wurden, einem angeblich "Bösen" per Elektroschock (in ansteigender Stärke) eine Strafe zu verpassen. Die Erkenntnis war: Wer die Macht bekommt, der benutzt UND vor allem missbraucht sie auch in hohen Prozentsätzen. Nur relativ wenige der Versuchsleute konnten sich beherrschen und verweigerten sich der weiteren Versuchsdurchführung. Die anderen drückten weiter lustig das Knöpfchen, obwohl sie wussten, dass sie längst im tödlichen Stärkebereich angekommen waren.

Mein Menschenbild hat sich in den letzten 25 Jahren dahingehend verändert, dass ich - in kritischen Situationen - von den wenigsten Charakterstärke, Eigenverantwortung oder auch nur Protest gegen missliche Zustände erwarte. Die Duckmäuser und Mitmacher sind deutlich in der Mehrheit. Die angebliche Krone der Schöpfung bekommt von mir höchstens ein Stirnband, auf dem draufstehen könnte: "Achtung - teilweise intelligent - aber immer gefährlich!"

Hm... vielleicht gibts ja auch schon ein Stoppschild rund um unseren Planeten, auf dem für Fremdintelligenzen so eine Warnung draufsteht! :mrgreen:

schäferhund
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von schäferhund » 31.05.2012 14:33

Bundesfreiwild hat geschrieben: Man hat auch vor Jahren mal Versuche gemacht, bei denen völlig normale Menschen dazu angehalten wurden, einem angeblich "Bösen" per Elektroschock (in ansteigender Stärke) eine Strafe zu verpassen. Die Erkenntnis war: Wer die Macht bekommt, der benutzt UND vor allem missbraucht sie auch in hohen Prozentsätzen. Nur relativ wenige der Versuchsleute konnten sich beherrschen und verweigerten sich der weiteren Versuchsdurchführung. Die anderen drückten weiter lustig das Knöpfchen, obwohl sie wussten, dass sie längst im tödlichen Stärkebereich angekommen waren.
Dabei handelt es sich um das "Milgram-Experiment" aus dem Jahre 1961. Man wollte hierdurch u.a auch einen Zusammenhang zwischen Macht, Machtmissbrauch und den grausamen Taten der Nationalsozialisten erforschen. Auf Wikipedia und YouTube wird dieses Psycho-Experiment gut beschrieben.
Es kann tatsächlich möglich sein, dass sich vielleicht überproportional viele Möchtegern-Sadisten für diesen Beruf bewerben in der Annahme, hier seine perversen Gedanken irgendwie in der Praxis ausleben zu können. Es ist für manche Typen einfach traumhaft, Macht über andere Menschen ausüben zu können. Haben diese Leute dann auch eine gewisse Machtbefugnis erreicht, können sie loslegen. Merken sie später jedoch, dass auch Inhaftierete Rechte haben und gleich mit Anwalt drohen, dann macht man sich ganz einfach an die eigenen Kollegen ran. Vielleicht erklärt sich so der hohe Anteil von Mobbern, Zuträgern & Co. im Justizvollzug.

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 10.06.2012 00:11

Meiner Erfahrung nach sind die teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen im Strafvollzug multifaktorell bedingt und zum grossen Teil auf eine völlig desolate und inkompetente Personalpolitik zurückzuführen, die über Jahrzehnte zurückzuverfolgen ist.

Es ist ein offenes Geheimnis, daß sich im Strafvollzug aufgrund fehlender Attraktivität des Berufsbildes jahrzehntelang der letzte Abschaum beworben hat und großteils auch genommen wurde, er durfte nur nicht vorbestraft sein. Es musste früher nocht nicht einmal eine Berufsausbildung nachgewiesen werden, es wurde alles eingestellt, was bei drei nicht auf den Bäumen war. Es wurde massenhaft Klientel eingestellt, die heute niemand mehr mit der Kneifzange anfassen würde.


Und es kam, wie es kommen musste; dieses Klientel sitzt dann irgendwann durch Filz und Klüngelei in wichtigen Führungspositionen und vergiftet die Arbeitsatmosphäre nachhaltig und unwiderruflich. Leute, die ihren Job ernst nehmen und unbestechlich und korrekt versuchen ihren Dienst verrichten, werden gnadenlos kaputtgemobbt, sei es durch die "Kollegen" im mittleren Dienst, und/oder durch tatkräftige Unterstützung durch die sog. "Führung".

Bestes aktuelles Bespiel (und hier ist der Anstaltsleiter nicht mal Volljurist, sondern studierter Theologe, der in der vulgärsten Fäkalsprache kommuniziert!):
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kas ... 37602.html
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kas ... 38629.html

Ganze 9% sind in der Anstalt mit dem AL zufrieden...9%! Und das ist ganz bestimmt kein "Einzelfall"...

Erschwerend kommt noch hinzu, daß nach der Maueröffnung viele aus den neuen Bundesländern, die bei der "Firma" waren, den Strafvollzug als letztes Auffangbecken für sich entdeckt haben. Wie es mit der Moral und Ethik dieses Packs aussieht, kann man sich denken.

egyptwoman
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von egyptwoman » 10.06.2012 01:19

schäferhund hat geschrieben:Erschwerend kommt noch hinzu, daß nach der Maueröffnung viele aus den neuen Bundesländern, die bei der "Firma" waren, den Strafvollzug als letztes Auffangbecken für sich entdeckt haben. Wie es mit der Moral und Ethik dieses Packs aussieht, kann man sich denken.
Mal abgesehen davon das dieses Statement unter aller Sau ist, es sind in diesem Forum auch Leute aus dem Osten und nicht alle die im Strafvollzug tätig waren, waren bei dieser "Firma" wie du dich so schön ausdrückst. Ich komme auch aus dem Osten und ich habe nie in dieser "Firma" gearbeitet oder war bei dieser tätig. Moral und Ethik stehen bei mir an erster Stelle. Auch durch Kollegen die solche Aussagen machen wie du wird das Arbeitsklima beeinträchtigt, den solche Sprüche musste ich mir auch öfter anhören auch das wir aus dem Osten erstmal das arbeiten lernen sollten etc.
Also überlege bitte genau was du hier schreibst, denn damit verunglimpfst du alle die aus dem Osten sind und im Strafvollzug arbeiten oder gearbeitet haben.

egyptwoman

schäferhund
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von schäferhund » 10.06.2012 08:54

He, He, He, egyptwoman :evil:

Du hast falsch zitiert. Dieses Zitat mit den Ost-Kollegen stammt nicht von mir, sondern vom Forumsteilnehmer Bias von Priene. Bitte lösche diesen Beitrag SOFORT !!!
Das ist ja Rufschädigung, was Du da mit mir machst.

Den Beitrag von "Bias von Priene" halte ich übrigens ebenso wie Du zumindest in seinem letzten Satz für nicht hinnehmbar.


Gruß
Schäferhund

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 10.06.2012 15:26

egyptwoman hat geschrieben:
schäferhund hat geschrieben:Erschwerend kommt noch hinzu, daß nach der Maueröffnung viele aus den neuen Bundesländern, die bei der "Firma" waren, den Strafvollzug als letztes Auffangbecken für sich entdeckt haben. Wie es mit der Moral und Ethik dieses Packs aussieht, kann man sich denken.
Mal abgesehen davon das dieses Statement unter aller Sau ist, es sind in diesem Forum auch Leute aus dem Osten und nicht alle die im Strafvollzug tätig waren, waren bei dieser "Firma" wie du dich so schön ausdrückst. Ich komme auch aus dem Osten und ich habe nie in dieser "Firma" gearbeitet oder war bei dieser tätig. Moral und Ethik stehen bei mir an erster Stelle. Auch durch Kollegen die solche Aussagen machen wie du wird das Arbeitsklima beeinträchtigt, den solche Sprüche musste ich mir auch öfter anhören auch das wir aus dem Osten erstmal das arbeiten lernen sollten etc.
Also überlege bitte genau was du hier schreibst, denn damit verunglimpfst du alle die aus dem Osten sind und im Strafvollzug arbeiten oder gearbeitet haben.

egyptwoman
Bevor du hier herumkeifst, solltest du erst mal genau lesen, was ich überhaupt geschrieben habe. Mit deinem Leseverständnis ******* keine persönlichen Beleidigungen ! - Mod ***********. Das wundert mich ehrlich gesagt kein bisschen, nachdem, was ich dort in 10 Jahren alles habe Kommen und Gehen sehen...

Ich habe mitnichten "Alle" geschrieben, sondern " viele aus den neuen Bundesländern, die bei der "Firma" waren...", das ist bezüglich der Aussage des Textes ein grosser Unterschied.

Wenn du schon eine so unmissverständlicheTextpassage nicht richtig verstehst und eigene Aussagen dazudichtest, dann lässt das schon recht tief blicken.

Und mit Verlaub; das sind meine urpersönlichen Erfahrungen die ich in 10 Jahren im Strafvollzug gesammelt habe und es tangiert mich noch nicht einmal peripher, was du davon hälst.
Zuletzt geändert von Bias von Priene am 10.06.2012 15:49, insgesamt 2-mal geändert.

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 10.06.2012 15:29

schäferhund hat geschrieben:He, He, He, egyptwoman :evil:

Den Beitrag von "Bias von Priene" halte ich übrigens ebenso wie Du zumindest in seinem letzten Satz für nicht hinnehmbar.

Gruß
Schäferhund
Was, bitte sehr, hälst du in dem letzten Satz "für nicht hinnehmbar"? Hast du überhaupt einen blassen Schimmer, was im Strafvollzug tagtäglich abgeht?
Ich meine, hast du irgendwas Belastbares, ausser dem Schwachsinn aus der BILD-Zeitung?

Die wirren Spekulationen, die du zeichnest (Sadistischer Wärter fängt extra im Strafvollzug an, um arme Gefangene zu drangsalieren) ist derart daneben und unrealistisch, das ich diesen Unfug gar nicht erst kommentieren will.

schäferhund
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von schäferhund » 10.06.2012 16:27

Hallo Bias,

bitte richtig lesen ! Meine Kritik an Deinem Beitrag richtete sich nicht gegen den Beruf des Justizvollzugsbeamten an sich, sondern vielmehr an Deiner vielleicht etwas drastisch formulierten Aussage zu Kollegen aus dem Ostteil unseres Landes. Ich kann daher "egyptwoman" schon irgendwie verstehen. Auch ich war lange Zeit im öffentlichen Dienst beschäftigt und hatte sehr schwierige Kolleginnen und Kollegen, die einem das Arbeitsleben erschwerten. Dies war auch mit ein Grund (nicht der Hauptgrund), weshalb ich mich nun in Frühpension befinde. Ja, da waren auch widerwärtige Leute aus dem Osten dabei - aber auch aus dem Norden, dem Süden und dem Westen. Was Du mit "Firma" meinst, ist mir ein Rätsel - ich vermute die Stasi.

Durch meine ehemalige berufliche Tätigkeit hatte ich rund 35 Jahre lang mit dem Strafvollzug mehr zu tun, als Du es vermutest. Auch ich kenne die Verschubungpläne, das Strafvollzugsgesetz, die Strafvollstreckungsordnung, Strafvollzugsvergütungsordnung usw.usw. Ich habe zudem einen Angehörigen, der in diesem Bereich tätig ist, einen Vereinskollegen, einen Nachbarn und einen guten Freund. Also ich kann da schon etwas mitreden. Alle bestätigten übrigens weitgehend Deine Aussagen, wonach es tatsächlich in vielen Anstalten so ist, wie Du geschrieben hast. Mobbing ist in diesem Resort tatsächlich zu einer Plage geworden, was aber sicherlich nicht für alle JVAen gelten muss.
Außerdem: vom "armen Gefangenen" habe ich doch gar nichts geschrieben, sondern dass es Leute gibt, die ihre sadistischen Triebe gerne an Kollegen auslassen, so wie man es offenbar leider auch mit Dir gemacht hat (freilich findet man solche Typen auch in anderen Berufsgruppen). Ein ehemaliger Gefängnispsychologe bestätigte mir meine Vermutung übrigens schon vor 20 Jahren. Zitat: "Da bewerben sich bei uns Leute, die man unmöglich auf die Gefangenen und Kollegen loslassen kann" Er selbst ist übrigens nach einigen Jahren vom Strafvollzug wieder weg und hat nun seine eigene Praxis. Kann den Mann gut verstehen.

....und was die Bildzeitung anbetriftt, da kann ich leider nicht mitreden, was die da so jeden Tag schreibt. Die wird in unserer Familie nämlich aus Prinzip nicht gelesen (... so weit kommt`s noch !!)

Gruß
Schäferhund

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 10.06.2012 17:12

schäferhund hat geschrieben:Hallo Bias,

bitte richtig lesen ! Meine Kritik an Deinem Beitrag richtete sich nicht gegen den Beruf des Justizvollzugsbeamten an sich, sondern vielmehr an Deiner vielleicht etwas drastisch formulierten Aussage zu Kollegen aus dem Ostteil unseres Landes. Ich kann daher "egyptwoman" schon irgendwie verstehen...
Keine Sorge, ich kann richtig lesen und Texte auch richtig interpretieren.

Noch einmal: Es richtet sich nicht gegen alle aus dem Osten, sondern um eine ganz bestimmte Klientel!

Leute, lernt doch einfach mal Texte richtig zu lesen und projiziert nicht ständig eure Vorstellungen und Vorurteile in die Texte und dichtet vor allem nicht irgendwelche Phantastereien hinzu.

Habt ihr denn in der Ausbildung rein gar nichts gelernt? Mich würde nur mal brennend interessieren, wie ihr in den Klausuren bei den Fallbeispielen strafrechtlich relevante Sachverhalte und Tatbestandsmerkmale subsumiert habt. Das muss ja regelmässig Vieren und Fünfen gehagelt haben, meine Güte...

arme Sau
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von arme Sau » 10.06.2012 22:08

Leute, leute ne,

kommt doch alle mal wieder runter !

Wir stehen hier auf der selben Seite und sollten uns gegenseitig unterstützen und nicht noch zusätzlich drauf hauen :roll:
Grüne Beiträge sind -Mod- Beiträge, schwarze geben meine "private Meinung" wieder!
---------
Wenn der Staat versagt http://www.harrywoerz.de/?pg=0

Totale Überwachung stoppen
http://www.pro-bargeld.com/gefahr-fuer-deutsche-sparer.html

egyptwoman
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von egyptwoman » 11.06.2012 03:40

@schäferhund: hab jetzt erst gelesen das beim zitieren dein Name aufgetaucht ist, sorry, weiß nicht warum tut mir leid.

@bias von Priene: wie wir durch die Prüfungen gekommen sind? Ganz einfach gut gelernt und ich hatte im übrigen im Fach Strafrecht bei der Prüfung ne 1.
Wäre übrigens auch nett wenn du mal deine Wortwahl etwas überdenkst, du schreibst teilweise sehr verletzend und entsprechende Spitzfindigkeiten wie dein Statement:
Bias von Priene hat geschrieben:Habt ihr denn in der Ausbildung rein gar nichts gelernt? Mich würde nur mal brennend interessieren, wie ihr in den Klausuren bei den Fallbeispielen strafrechtlich relevante Sachverhalte und Tatbestandsmerkmale subsumiert habt. Das muss ja regelmässig Vieren und Fünfen gehagelt haben, meine Güte...
sind meiner Meinung nach auch daneben.
Wie arme Sau schon schrieb wir sitzen hier alle im selben Boot, es reicht schon das man von den Vorgesetzen und Kollegen gemobbt wird, das muss hier jetzt nicht auch noch sein. Hier gibt es genug Leute die aus diesem Grund im Vorruhestand sind mich eingeschlossen.

egyptwoman

Bias von Priene
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Re: Grausame Jahre als ADL im Vollzug

Beitrag von Bias von Priene » 11.06.2012 16:02

So´n Kinder a a ist mir einfach zu dumm, Beitrag gelöscht *** Mod ***

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