Kopftuch die 2.

Hier kommen politische Themen zur Sprache.
Topgun
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Kopftuch die 2.

Beitrag von Topgun » 10.06.2015 20:27

Im Streit um einen Referendariatsplatz für eine islamische Kopftuchträgerin beim Bezirksamt Berlin-Neukölln
ist eine Entscheidung gefallen. Die Bloggerin B. U**** darf trotz des Neutralitätsgebotes für Beamte ihre
Ausbildung mit Kopftuch antreten, teilte die Behörde am Dienstag mit.
Dabei dürfe U**** jedoch keine „hoheitlichen Aufgaben mit Außenwirkung“ übernehmen.
Die Bewerberin, die einen Teil ihrer juristischen Ausbildung beim Bezirksamt absolvieren wollte, hatte angekündigt,
während der Arbeit nicht auf das religiöse Symbol verzichten zu wollen. Der Bezirk hatte deswegen angekündigt,
die Bewerbung erneut zu prüfen.

Wir wissen alle, was das bedeutet: Die Islamisierung unseres öffentlichen Lebens schreitet munter voran.
Typen wir U**** sind als Speerspitzen eingesetzt und tanzen von Erfolg zu Erfolg,
weil unsere Politik auf den Knien herumrutscht. :lol:
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Hauseltr
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Hauseltr » 11.06.2015 13:49

Typen wir U****

Typen wie Frau U**** sind mir lieber als solche dumpfen Typen, die meinen, sie müssen solche Leute (Typen) diskriminieren oder beleidigen!


Topgun Bemerkungen haben in einem Beamten-Talk-Forum nichts verloren.

Torquemada
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Torquemada » 11.06.2015 14:48

Hauseltr hat geschrieben:Typen wir U****

Typen wie Frau U**** sind mir lieber als solche dumpfen Typen, die meinen, sie müssen solche Leute (Typen) diskriminieren oder beleidigen!


Topgun Bemerkungen haben in einem Beamten-Talk-Forum nichts verloren.

:!: :!: :!: :!:

Richtig. In schöner Regelmäßigkeit versprüht der User Topgun hier seine widerwärtigen antiislamischen Ergüsse. Immer nach dem selben Schema.
Wie einige vin euch wissen, bin ich selbst Muslim und mit einer Migrantin verheiratet. Deshalb öden mich diese offenkundig tendenziösen Peinlichkeiten auch schon an.

Baumschubser
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Baumschubser » 12.06.2015 12:25

Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Eine breite öffentliche Empörung hat eine tapfere, schwache Frau aus den Krallen des Neuköllner Unrechts befreit. So scheint es. Die angehende Juristin (26) wollte doch nur mit einer traditionellen Kopf-Schulter-Verhüllung im Rechtsamt ihr Referendariat ableisten.

Doch das Berliner Neutralitätsgesetz und die bekannte Zurückhaltung der Neuköllner Verwaltung zum Kopftuchtragen im hoheitlichen Staatsdienst waren eine Hürde.

Sie wartete eine Entscheidung gar nicht ab. Die sozialen Netzwerke wurden aktiviert, befreundete Journalisten instrumentalisiert und der Shitstorm entfesselt. Was ist alles für ein Quark geschrieben und getönt worden.

Nach wenigen Tagen hat Neukölln entschieden, dass sie die drei Monate ohne hoheitliche Aufgaben und ohne Kontakte nach Außen in einem Büro abreißen kann. Sturm im Wasserglas beigelegt? Ja, aber nur scheinbar.

Das war eine politische Inszenierung. Nur wegen der Öffentlichkeitswirkung wurden wir Neuköllner ausgesucht. Die Dame ist eine szenebekannte Bloggerin und für mich Aktivistin des politischen Islam. Das Kopftuch bedeutet für die Frauen Fortschritt und Emanzipation, so ist ihre Weltsicht. Das ist schon hammerhart.

Es geht um staatliche Macht und gesellschaftliche Dominanz. Bei den 68er war es der Marsch durch die Institutionen. Heute nutzt man die Religionsfreiheit als Vehikel. Das Bezirksamt hat um des lieben Friedens willen nachgegeben. Der leichtere Weg. Verständlich.

Riesenstress wegen drei Monaten?

War Kneifen auch politisch?

Ich finde nein und hätte mich der rituellen Beschimpfung gestellt und wie von ihr angedroht verklagen lassen. Die gesellschaftliche Landnahme wird nämlich nicht aufhören. Gestern der Kopftuchkotau in Schulen des Bundesverfassungsgerichts. Bremen und NRW sind sofort eingeknickt. Heute der Angriff auf das Neutralitätsgesetz.

Das Bundesverfassungsgericht erlaubt das Kopftuch im Unterricht. T**** fordert jedoch Neutralität hinter dem Lehrerpult. mehr...

Jede kann ihr Kopftuch tragen. Aber nicht als Repräsentanten und Amtsträger des Staates mit Hoheitlichen Aufgaben. Hier gilt die weltanschauliche-religiose Neutralitätspflicht.

Aber für welchen Staat stehen Ideologen und Orthodoxe?

Stellen Sie sich Richter mit der Kippa vor, die Muslime aburteilen. Oder Jugendamtsleute, die mit christlichen oder jüdischen Symbolen muslimische Kinder aus ihren Familien holen. Da ginge aber die Post ab.

Alle Religionen sind gleich zu achten. Aber Fundamentalisten wollen einen anderen Staat. Sie sind die Feinde der Freiheit und der Selbstbestimmung. Deshalb dürfen wir dem politischen Islam die Tür zur Macht auch nicht scheibchenweise öffnen.

von H****, denkt mal drüber nach, insbesondere über die letzten Sätze, ehe ihr pauschal die Stets-Betroffenen mimt oder die Nazi-Keule schwingt.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Topgun » 12.06.2015 13:46

Torquemada hat geschrieben:Richtig. In schöner Regelmäßigkeit versprüht der User Topgun hier seine widerwärtigen antiislamischen Ergüsse.
Immer nach dem selben Schema. Wie einige von euch wissen, bin ich selbst Muslim und mit einer Migrantin verheiratet.
Deshalb öden mich diese offenkundig tendenziösen Peinlichkeiten auch schon an.
Ich hab kein Schema. Ich habe eine eigene Meinung.
Wenn mir der Islam nicht geheuer ist, darf ich das sagen.
Egal, ob dir das passt oder nicht. :wink:
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Mikesch » 12.06.2015 14:51

Topgung findet vielleicht nicht immer den richtigen Ton, aber an der Kernaussage ist IMHO was dran. Baumschubser schreibt halt differenzierter ;-)

Mich ödet die Anbiederung an andere Religionen auch an. Bestehende Gesetze werden schlicht ignoriert. Ich erinnere auch mal an die Beschneidung, wo klar gegen das GG verstoßen wird!

Ich gehe allerdings weiter, eine wirkliche Trennung zwischen Staat und Religion!!
Religion, egal welche, ist Privatsache und hat nirgendwo, schon gar nichts in Ämtern, Schulen oder sonstwo etwas verloren!!
Wer sich nicht daran halten kann oder will, muss sich halt nen anderen Job suchen. Ein Zeuge Jehovas käme auch nie auf die Idee, zur Bundeswehr zu gehen. Oder man stelle sich vor, er ginge und würde es durchbekommen, keine Waffe tragen zu müssen :lol:

Ist aber nur ein Traum...
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Hauseltr » 12.06.2015 23:37

Baumschubser schreibt: Alle Religionen sind gleich zu achten. Aber Fundamentalisten wollen einen anderen Staat. Sie sind die Feinde der Freiheit und der Selbstbestimmung. Deshalb dürfen wir dem politischen Islam die Tür zur Macht auch nicht scheibchenweise öffnen.

Fundamentalisten sind in jeder Religion zu finden, nicht nur im muslimischen Glauben. Unter dem Begriff Christlicher Fundamentalismus werden vorwiegend solche Denkrichtungen im Christentum verstanden, die sich ausdrücklich auf die Bibel als Fundament (Bibeltreue) und wörtlich inspiriertes Wort Gottes berufen. Besonders in den USA ist der Christliche Fundamentalismus stark verbreitet.

Die Dame ist eine szenebekannte Bloggerin und für mich Aktivistin des politischen Islam. Macht sie das automatisch zur islamistischen Fundamentalistin im negativen Sinne?

Mir selber geht als Atheist jede Religion am Allerwertesten vorbei, ich stehe dem Islam in keiner Weise nahe. Aber es widert mich an, wie Topgun hier im Forum über den Islam herzieht und kein anderes Thema kennt.reibt

Mikesch schreibt: Mich ödet die Anbiederung an andere Religionen auch an. Bestehende Gesetze werden schlicht ignoriert. Ich erinnere auch mal an die Beschneidung, wo klar gegen das GG verstoßen wird!

Dann erinnere ich mal daran, das auch in "christlichen" Staaten die Beschneidung an der Tagesordnung ist, teilweise aus "moralischen Gründen", wie in den USA. Aber auch in vielen afrikanischen Staaten, bzw. christlichen Gemeinden gehört auch die Beschneidung männlicher Kinder zum Tagesgeschehen.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Mikesch » 12.06.2015 23:58

Hauseltr hat geschrieben:Dann erinnere ich mal daran, das auch in "christlichen" Staaten die Beschneidung an der Tagesordnung ist, teilweise aus "moralischen Gründen", wie in den USA. Aber auch in vielen afrikanischen Staaten, bzw. christlichen Gemeinden gehört auch die Beschneidung männlicher Kinder zum Tagesgeschehen.
Na gut, dann beziehe ich diese Christen auch mal mit ein...
Korrigiere: Anbiederung an jeglicher Art von Religion! An die Christen wird sich hier ja auch angebiedert und die können sich hier Dinge raus nehmen...
Drum ja, strikte Trennung von Staat und Religion.

Was Topgun anbelangt, das muss ein Forum aushalten, ich finde sie in der Art auch nicht so prall. Man kann die Beiträge auch einfach missachten...
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Topgun » 13.06.2015 15:57

Ach Leute, man sollte meine Beiträge doch nicht missachten.
Aber lieber "Hausltr" eine Literaturempfehlung für dich:

"Mekka Deutschland".
(Kurzbeschreibung)
Detailliert und ohne Rücksicht auf die Denkverbote der Politischen Korrektheit
beschreibt Bestsellerautor U.U., wie Europa zu einer Kolonie des Islam wird.
Und alle schauen zu - oder einfach nur weg. In unseren Städten entstehen Parallelwelten,
in denen der Koran regiert. Unglaubliches geschieht in Deutschland, Österreich und vielen
anderen europäischen Ländern. Doch darüber zu sprechen ist tabu.

Mit Mekka Deutschland durchbricht U.U. dieses Kartell des Schweigens,
Wegschauens und Wegduckens. Gewohnt faktenreich und sauber belegt fügt U.
eine Vielzahl von Einzelbildern zusammen, die einen schockierenden Gesamtbefund
ergeben:
Europa wird zum Morgenland, in dem die Europäer bald nichts mehr zu sagen,
sondern nur noch zu zahlen haben.
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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Hauseltr » 13.06.2015 16:38

Da muss ich doch mal wieder herzlich lachen: :D

U *** keine Klarnamen, danke *** ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Bestsellerautor und politischer Aktivist sowie ehemaliger Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach Meinung von Kritikern aus Wissenschaft und Medien bewegt er sich in rechtspopulistischen, islam- und ausländerfeindlichen Kontexten und verbreitet Verschwörungstheorien.

Ein Bestsellerautor? :lol: :lol: :lol: :lol:

Ein Held? Am 27. März 2015 griff U *** bei einem AfD-„Bürgerstammtisch“ einen minderjährigen Zuhörer körperlich an. :roll: :roll: :roll:
****
Was man vom Kopp-Verlag, der**** verlegt zu halten hat? Das kann man hier lesen!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/versch ... 67704.html

Deine Überzeugungsversuche sind sowas von peinlich, dass Du die besser für dich behältst.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Baumschubser » 13.06.2015 18:29

Hauseltr hat geschrieben:......Christentum verstanden, die sich ausdrücklich auf die Bibel als Fundament (Bibeltreue) und wörtlich inspiriertes Wort Gottes berufen. Besonders in den USA ist der Christliche Fundamentalismus stark verbreitet.
........

Dann erinnere ich mal daran, das auch in "christlichen" Staaten die Beschneidung an der Tagesordnung ist, teilweise aus "moralischen Gründen", wie in den USA. Aber auch in vielen afrikanischen Staaten, bzw. christlichen Gemeinden gehört auch die Beschneidung männlicher Kinder zum Tagesgeschehen.
Wir reden hier aber über Dinge, die in D passieren und nicht von Problemen in den USA. Was die dort machen, ist mir schnurz. Natürlich ist mir bekannt, dass es dort sehr sehr viele christliche Extremisten gibt. Bei uns ist das allerdings etwas anders, sehe zumindest ich so. Fundamentalisten gibt es auch hier, allerdings bekommen die keinen Fuß auf den Boden. Bei den Muslimen sieht das leider anders aus. Hier sympatisieren gefühlt viel mehr Leute mit ISIS, aber auch mit Gegengruppierungen wie Medium Empire MC etc.

In Bayern wurde das Kruzifix an staatlichen Schulen verboten, was richtig so ist. Auch dieses Symbol hat in staatlichen Einrichtungen nichts zu suchen. Andersrum gehört aber auch eine Kippa oder eben das Kopftuch dazu. Im öffentlichen Dienst hat das alles nichts zu suchen, ich würde sogar soweit gehen, dass zumindest ein Lehrer kein Kruzifix offen tragen darf. Religion muss hier absolut Privatsache sein.

PS: Der lange Text oben stammt nicht aus meiner Feder, sondern ist ein Artikel von Heinz Buschkowsky.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Hauseltr » 14.06.2015 00:24

Im öffentlichen Dienst hat das alles nichts zu suchen, ich würde sogar soweit gehen, dass zumindest ein Lehrer kein Kruzifix offen tragen darf. Religion muss hier absolut Privatsache sein.

Nicht nur Lehrer, sondern auch andere Bedienstete im öffentlichen Dienst und anderen dem normalen Puplikumsverkehr zugänglichen Stellen. Ansonsten kann man sich darüber streiten, ob das Tragen von Kopftüchern eine religiöse Pflicht ist oder nicht. Es ist eher eine tradionelle Pflicht. Der Koran schreibt das nämlich nicht vor. Aus dem Koran lässt sich nicht unmittelbar ableiten, wie die korrekte Kleidung einer muslimischen Frau auszusehen hat. Eindeutig ist nur, dass sie ihre „Blöße“ verdecken soll.

So tragen z.B. alevitische Frauen weder Schleier noch Kopftuch.

Das Tragen von Kopftüchern war in Europa vor allem in den ländlichen Gebieten bis in die 1970er und 1980er Jahre allgemein üblich, entsprach der Mode und auch den herrschenden (Glaubens-) Konventionen.

Man mukiert sich hier also über etwas, was selbst in Deutschland vor nicht allzulanger Zeit noch üblich war, nämlich über das Tragen des Kopftuchs.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von Baumschubser » 14.06.2015 12:48

Damit hast du natürlich auch Recht. Auch im Christentum ist das Kopftuch zum einen Tradition, zum anderen aber eben auch ein religiöses Symbol. Denn die Regeln mit der Verhüllung gelten für Christen ebenso wie das Schweinefleischverbot. Das weiß nur heute kaum noch jemand und das Christentum spielt eben nicht mehr die Rolle hier bei uns. Es sind zwar nach wie vor viele in den beiden großen und vielen kleinen Kirchgemeinschaften, aber die Vormacht der Religion ist lange weg. Hinzu kommt eine deutliche Mäßigung, man würde in der christlichen Kirche heute wohl kaum einen Aufruf zum "Ehrenmord" tolerieren, eine Steinigung oder ähnliches. Da ist man zum Glück schon etwas weiter und ich persönlich wünsche mir, dass dies auch so bleibt.

Ansonsten stimme ich mit dir überein, dass religiöse Symbole generell bei Publikumsverkehr im öD nichts verloren haben. Es kann ja jeder eine Kette mit einem Kruzifix tragen, dann aber eben verdeckt.

Was das Kopftuch angeht, noch eine Anmerkung. Ich bin ein Kind der 70er, komme aus dem mehrheitlich nicht gläubigen Osten und kenne das aus meiner Kindheit noch. Das Kopftuch war allgegenwärtig damals, allerdings keinesfalls als religiöses Symbol, sondern vielmehr um die fast bei allen Frauen dauergewellten Haare bei der Arbeit etc. vor Deck und Witterungseinflüssen zu schützen, weil man sonst aussah wie ein explodierter Kaktus. Insofern war es zwar ein vormals religiöses Symbol, was zu der Zeit aber schon lange als reine Modeerscheinung sichtbar wurde und zusammen mit den Schlaghosen verschwunden ist.

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von arme Sau » 18.06.2015 18:19

Hauseltr hat geschrieben: ...
Das Tragen von Kopftüchern war in Europa vor allem in den ländlichen Gebieten bis in die 1970er und 1980er Jahre allgemein üblich, entsprach der Mode und auch den herrschenden (Glaubens-) Konventionen.
...
Und Gott sei Dank haben sich Frauen in Europa emanzipiert. Und "müssen" schon lange kein Kopftuch mehr tragen.

Wohingegen der Weg zB. in der Türkei, ein Rückwärtsgewandter ist.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... n-auf.html
Seit E. islamisch-konservative Partei in der Türkei regiert, wendet sich das Land mehr und mehr vom laizistischen Staatsmodell ab. Jetzt muss die säkulare Elite einen besonderen Tabubruch schlucken.

Selbst dieses kleinste Anzeichen von emanzipatorischer Entwicklung geht den vorgestrigen Islamisten zu weit.

Für mich ist das Kopftuch eine Form der Unterdrückung. Dazu sogar hochgehalten von Frauen wie B. U die nicht merken wie ihr Intellekt bereits in einem Käfig steckt!

Was mich an der Situation befremdet ist die Tatsache wie sich die Neuköllner, ja die Berliner Politik hat vorführen lassen !
Traurig wie weit es in Deutschland gekommen ist !
MEINE MEINUNG
Grüne Beiträge sind -Mod- Beiträge, schwarze geben meine "private Meinung" wieder!
---------
Wenn der Staat versagt http://www.harrywoerz.de/?pg=0

Totale Überwachung stoppen
http://www.pro-bargeld.com/gefahr-fuer-deutsche-sparer.html

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Re: Kopftuch die 2.

Beitrag von egyptwoman » 22.06.2015 17:20

Wie hier sicher einige Wissen bin ich vor 4 Jahren auch zum Islam konvertiert und ja ich trage auch Kopftuch und zwar immer in der Öffentlichkeit. Es gibt tatsächlich Frauen die dies weder als Unterdrückung sehen noch dazu gezwungen werden. Es mag seltsam klingen, aber ich fühle mich ohne Kopftuch so als ob ich halbnackt rumlaufen würde und das heißt ich fühle mich mehr als Unwohl. Nun bin ich aber Beamte, wenn auch seit längerem im vorzeitigen Ruhestand (für wie lange .....). Gesetz jetzt dem Fall ich müsste tatsächlich wieder im ÖD meinen Dienst leisten und es ist mir mehr als unangenehm, ja es würde mich sogar psychisch belasten ohne mein Kopftuch in der Öffentlichkeit aufzutreten, würde das nach den hier vorherrschenden Meinungen heißen, ich müsste notfalls kündigen und versuchen nen anderen Job zubekommen, wo aber im Endeffekt das gleiche Problem auftreten würde. Was also in dem Fall tun? Das Unwohlsein in der Öffentlichkeit ohne Kopftuch zu erscheinen würde in meinem Fall mehr Unwohlsein hervorrufen als die negativen Konsequenzen wenn ich mich weiter weigern würde ohne Kopftuch in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten, ja ich würde sogar noch weitergehen und ja auch solche Fälle gibt es, diese Frauen würden dann sogar eher das Haus nicht mehr verlassen als sich ohne Kopftuch zu zeigen.
Es ist ein sehr schwieriges Unterfangen, jeder mag seine Meinung dazu haben, ich habe meine und für mich bedeutet das, egal wo ich mich außerhalb des Hauses bewege, mein Haare sind bedeckt, das gleiche gilt wenn ich von nichtfamilienangehörigen Besuch bekomme, dann gilt für mich auch Kopftuch auf und lange Kleidung.
So und jetzt mal eine Frage: Warum eigentlich ist es für die Menschen so ein Problem religiöse Zeichen in der Öffentlichkeit zu akzeptieren? Macht der Mensch dadurch seine Arbeit schlechter, meint man das so ein religiöses Zeichen eine ansteckende Krankheit ist oder warum? Jeder sollte sich kleiden wie er sich wohl fühlt und mir persönlich ist eine Frau die ein Kopftuch trägt lieber, als eine die mit ungestylten, teils fettigen oder mit Schuppen übersäten Haaren in einem Büro sitzt in dem sie Kundenkontakt hat, genau dasselbe gilt für mich auch in anderen Berufsgruppen, egal ob Krankenschwestern, VerkäuferInnen etc. Nicht die Kleidung oder die religiösen Symbole machen einen guten AN aus sondern wie er seine Arbeit macht.

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