ärztliche Untersuchung Berlin

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slywood
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ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von slywood » 22.06.2015 00:47

Hallo, ich , 49, seit einem Jahr dienstunfähig krank geschrieben, habe nun endlich einen Termin beim ärztlichen Dienst bekommen. Bin auf die Psyche hin krank. Wie läuft das ab? Bekomme ich dann auch einen Psychologen zugeteilt?
Nun habe ich eine Liste mit meinen Erkrankungen bekommen, dabei soll ich Unterlagen mitbringen. Nun ist es so, dass ich da kaum was habe.
Wäre über Zuschriften dankbar, da mir der Termin doch sehr im Magen liegt.

Torquemada
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von Torquemada » 22.06.2015 08:06

Normalerweise läuft das so ab, dass du ein Attest deines behandelnden Arztes (Psychiater) mitbringst.

tiefenseer
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von tiefenseer » 22.06.2015 09:57

Hi,

ich geh mal davon aus, dass Du beim PolArzt vorstellig werden sollst und von dort (wenn nicht schon getan) schriftlich eine Vorladung mit Terminbenennung erhalten hast( wirst).

Seitens ZSE hast Du ja bereits ein Schreiben erhalten, worin man dich unterrichtet hat, dass eine ärztliche Untersuchung beim PolArzt angeordnent ist. In diesem Schreiben wird dir auch genannt worden sein, warum das geschehen soll.
Und genau das solltest du nur befolgen.
Geht es jedoch darum Tage(Wochen/Monate) von Krankschreibungen zu belegen, dann warte den Termin beim PolArzt ab.
Bedenke bitte, dass du für jede schriftliche Stellungnahme Deiner Ärzte diese auch selbst bezahlen mußt und die Kosten hierfür nicht erstattet bekommst.
Bei diesem Termin beim PolArzt hast du die Möglichkeit eine Schweigepflichtsentbindung zu unterzeichnen. Darin sollte konkret beschrieben sein, um welche Anforderung/Information es sich bei dem behandelnden Arzt handelt. Lass dir von der Schweigepflichtsentbindung noch beim PolArzt eine Kopie geben.
Fordert der PolArzt schriftlich Befundberichte oder ähnliches ab, so werden die Kosten vom DH beglichen.
Deine Mitwirkungspflicht ist mit dem Unterzeichnen der Schweigpflichtesentbindung(en) völlig ausreichend.
Ich würde darüber hinaus den Kontakt zu meinem behandelndnen Arzt suchen und mit ihm die Anforderung Seitens des PolArztes besprechen.

Da du bereits seit einem Jahr dienstunfähig krank geschrieben bist wird es bei dieser Untersuchung (mit hoher Wahrscheinlichkeit) darum gehen, ob in den nächsten 6 Monaten eine solche wesentliche Besserung deines Gesundheitszustandes eintreten wird, so dass du deinen Dienst wieder aufnehmen kannst.
Ist der Pol.Arzt hiervon nicht überzeugt, wird er ZSE vorschlagen dich vorzeitig in den Ruhestand zu versetzen.

Was in diesem Fall alles zu beachten ist, dazu findest du hier im Forum viele hilfreiche Beiträge.
Gerne kannst Du mir auch für weitere Infos eine PN senden.

Gruß vom Tiefenseer
Ärgere Dich nicht über Deine Fehler und Schwächen, ohne sie bist Du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr.

slywood
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von slywood » 22.06.2015 10:39

Fühle mich damit ein bisschen überfordert, denn niemand sagt was genaues. Vielleicht kann ich ja dann was nachreichen. Bin da total unsicher.
Danke trotzdem für die Antwort.
Und wie lange dauert es, bis man dann eine Antwort von denen bekommt?? Läuft wohl auf eine Frühpensionierung hinaus.

egyptwoman
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von egyptwoman » 22.06.2015 16:51

In dem Jahr in dem du krankgeschrieben warst, wirst du ja sicher Ärzte konsultiert haben. Du schreibst das es bei dir um die Psyche geht. Hast du schonmal Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufgenommen oder hattest du schon ein Gespräch mit einem Psychiater? Wenn ja dann sind das die Unterlagen die der PolArzt von dir haben will, einen Nachweis was du bisher unternommen hast um deine Gesundheit zu verbessern. Solltest du in der Hinsicht noch nichts unternommen haben würde ich dir raten (ich spreche aus Erfahrung), schnellstens einen Termin bei einem Psychiater einzuholen oder bei einem Psychotherapeuten, dann hast du schonmal was in der Hand damit der PolArzt sieht das du nicht nur den ganzen Tag krank daheim sitzt, könnte sich negativ auf sein Gutachten auswirken, denn es besteht deinerseits eine Mitwirkungspflicht deine Dienstfähigkeit wiederherzustellen und zu behalten, sofern das möglich ist. Ohne Unterlagen zum dem Termin zu gehen würde ich dir nicht empfehlen, sprich mit dem Hausarzt oder wer immer dich derzeit krankgeschrieben hat, auch dieser kann ein Gutachten oder eine kurze Übersicht über deinen Gesundheitszustand schreiben.
Wenn du beim Termin mit dem PolArzt warst, erstellt dieser ein Gutachten was er deinem Dienstherrn schickt, wie lange die Bearbeitung dann dauert kommt darauf an wie schnell der Sachbearbeiter ist. Bei mir hat es ca. 4 Wochen gedauert bis ich Antwort bekam. - Noch ein kleiner Hinweis, das Gutachten des PolArztes muss dir in Kopie ausgehändigt werden, da man gegen Gutachten Widerspruch einlegen kann, sofern sich dort unrichtige oder für dich nachteilige Hinweise finden.
Dein Dienstherr wird dir dann schreiben welche Maßnahmen du zu treffen hast, er kann dir auferlegen eine Therapie zu machen, er kann dir eine Wiedereingliederungsmaßnahme anbieten oder falls der PolArzt das feststellt, kann es durchaus möglich sein das man dich in ein anderes Ressort versetzt notfalls mit einer erneuten Ausbildung bzw Umschulung verbunden. Klar sollte dir sein das du auch bei einer vorzeitigen Pensionierung in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung musst, meist so alle 2 oder 3 Jahre, es sei denn das von vornherein feststeht das eine dauerhafte Wiederherstellung deiner Dienstfähigkeit ausgeschlossen ist, kann aber nur ein Gutachten klären.
Kenn das alles aus eigenem Erleben.
Viel Glück für dich und gute Besserung. Hoffe konnte dir ein bisschen mit meiner Antwort helfen.

slywood
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von slywood » 24.07.2015 12:31

Hallo und danke für die Antworten.
Mein Termin wurde kurzfristig abgesagt.
Nach fast einem Jahr Krankheit traue ich mir in meinem Job gar nichts mehr zu.
Gehe regelmäßig zur Therapie.
Wahrscheinlich bekomme ich jetzt kurzfristig einen Termin beim ärztlichen Dienst, ein Bericht vom Psychologen ist in Arbeit.
Ich denke, dass es auf eine Frühpensionierung hinaus läuft, da ich für mich keine Perspektiven mehr sehe. Hohe Aggressivität im Umgang mit dem Bürger haben sich nicht gebessert. Im Gegenteil, wenn ich daran denke, schwillt mir schon der Kamm.
Aber wo findet sich ein Plätzchen für mich. Bin ich arbeitswillig, - fähig??
Und wieviel bleibt mir übrig.
Bin 49, A 10, verheiratet, Land Berlin.
Ein Kollege sprach von 1400 Euro netto. Kann das hinkommen??

Trotzdem danke für die Antworten hier im Forum.

herr b
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Re: ärztliche Untersuchung Berlin

Beitrag von herr b » 24.07.2015 12:50

http://www.berlin.de/landesverwaltungsa ... gsbezuege/

Schau mal in meinen Link, das sollte dir weiter helfen fürs erste.
Ich bin befördert worden...
Aus dem Dienst!

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