Schnauze voll

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Mad Max
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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 20.09.2013 12:16

Der Stammtisch kann durchaus Recht haben. "Stammtisch" dient mittlerweile als Totschlagargument und Denunziation, um Missstände (daher vermutlich auch die häufige Verwendung in diesem Forum) in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu bringen. Eindrucksvoll zu beobachten am Themenkomplexen wie Ausländerkriminalität, -Sozialhilfequote, Islam oder auch ganz aktuell bzgl. der AfD.

Wenn Du mir dann noch sagen könntest, was an dem von mir geschriebenen "Schwachsinn" ist, wäre ich dankbar.

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Mikesch
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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mikesch » 20.09.2013 13:31

Pauschale Denunziation:
Deine Anmerkung:
...frühpensionierten faulen Säcken

Over n out, ich geh in Urlaub...
SELECT 'dreams' FROM 'erinnerungen' WHERE HARDCORE = 'yes'
Fotografie, Internet, Reisen, Tauchen & Tools
http://www.zuhause-im-wohnmobil.de

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 20.09.2013 14:49

Meiner Bezeichnung "frühpensionierten Faulen Säcken" war die Reaktion auf die Bemerkung "Viele sehen sowas gehen direkt in Frühpension oder werden "Krank" lachen sich kaputt" (Zitat). Ist doch ganz treffend, findest Du nicht?
Oder wie würdest Du Leute bezeichnen, die Hartz4 beziehen, nur weil sie keinen Bock haben zu arbeiten?
Oder ist "krank feiern" ein althergebrachter Grundsatz des Beamtentums, der unter dem Schutz des Grundgesetzes steht?

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 24.09.2013 23:46

"Arbeit macht frei" gelle Mad Max; wenn ich Ihre Beiträge hier im Forum so lese, kommt mir dieser Spruch schnell in den Kopf!

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 25.09.2013 10:42

"Arbeit macht unfrei" wenn man solche faulen Säcke durchfüttern muss und diese dann mit Nebenjobs weit mehr als viele verdienen, die deren Mindestpension finanzieren. Und das, während die Rente mehr und mehr in Richtung Existenzminimum geschliffen wird.
Wem seine Arbeit bzw. das Umfeld nicht mehr passen, muss sich halt eine andere suchen.
Aber dieses "dann geh ich halt in Frühpension" als weitverbreitete Drohgebärde (und dann auch realisiert) vieler Beamter ist eine Frechheit.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 25.09.2013 11:44

Ja was wollen Sie denn? Wissen Sie überhaupt was Sie wollen?

Entweder wollen Sie die Beamtenpensionen KÜRZEN oder in der Form abschaffen oder die Rente für die Allgemeinverdiener aus der freien Wirtschaft VERBESSERN sprich die alten Regelungen zur Berufsunfähigkeit wieder einführen. Bitte für eine Richtung entscheiden oder Sie sind unglaubwürdig.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 25.09.2013 12:51

Theaterkritiker hat geschrieben:Ja was wollen Sie denn? Wissen Sie überhaupt was Sie wollen?

Ja, sogar sehr genau.

Entweder wollen Sie die Beamtenpensionen KÜRZEN oder in der Form abschaffen oder die Rente für die Allgemeinverdiener aus der freien Wirtschaft VERBESSERN sprich die alten Regelungen zur Berufsunfähigkeit wieder einführen. Bitte für eine Richtung entscheiden oder Sie sind unglaubwürdig.

Optimal wäre natürlich, die alten Regelungen wieder einzuführen. Also den Status quo vor den großen Rentenreformen. Da das aber vor dem Hintergrund der Demographie, Eurokrise etc. völlig unrealistisch ist, sollten die Beamtenpensionen in dem selben Maß (bzw. in der selben Höhe) abgesenkt werden, wie dies bei der gesetzlichen Rentenversicherung der Fall war. Die "wirkungsgleiche" Übertragung der Rentenreformen auf die Beamtenversorgung ist ja ein Witz. Ist bis heute nicht annähernd geschehen.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 25.09.2013 15:12

Optimal wäre natürlich, die alten Regelungen wieder einzuführen. Also den Status quo vor den großen Rentenreformen. Da das aber vor dem Hintergrund der Demographie, Eurokrise etc. völlig unrealistisch ist, sollten die Beamtenpensionen in dem selben Maß (bzw. in der selben Höhe) abgesenkt werden, wie dies bei der gesetzlichen Rentenversicherung der Fall war.


Weshalb sollte das unrealistisch sein. Ihre Argumentation strotzt geradezu vor Widersprüchen und Unlogig. Sehen Sie mal in Frankreich können die Staatsbediensteten mit 58!!!! in Rente gehen, die Bediensteten der staatlichen Betriebe (z. B. der SNCF) sogar teilweise mit 50!, in Spanien beträgt das allgemeine Rentenalter 59 wie übrigends auch in Italien. In Griechenland betrug die allgemeine Altergrenze 55 Jahre bevor die Sparreform diese auf 63 angehoben hatte. Und da wollen Sie uns allen Ernstes erzählen, das die Einführung des "Status quo" vor den großen Rentenreformen VOR DEM HINTERGRUND DER DEMOGRAPHIE UND DER EUROKRIESE UNREALISTISCH SEI. Sie wollen die herbe Abschlägen bei früherer Verrentung auch auf die Beamten die im übrigen auch wie hier in RLP ab dem Jahr 2036 mit 68 in abschlagsfrei in Pension gehen sollen übertragen. Vielleicht sollte man um ihrer Argumentation zu Ende verfolgen, die RENTE GANZ ABSCHAFFEN. Selbstverständlich gebe ich natürlich zu, dass die Abschläge bei vorzeitiger Zurruhesetzung eines Beamten geringer ausfallen als bei den Angestellten in der freien Wirtschaft. Nur Ihre auf einer Sozialneidthese basierende Argumentation bringt Gesamtwirtschaftlich überhaupt keinen Erfolg sondern birgt vielmehr die Gefahr einer gesellschaftlichen Polarisierung aufgrund der beschriebenen Neidargumentation wie wir sie in Deutschland schon einmal hatten, mit dem Ergebnis der Ermordung vieler Millionen Menschen; und das wollte ich bereits eingangs mit der Erwähnugn der berühmten Schrift zum Ausdruck bringen.

Sie sind wirklich einer der letzten Spezies nicht nur hier im Forum die mit dieser Argumentation noch strotzen wollen. Ich selbst bin mit 45 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Anfangs - die ersten paar Wochen - hatte das noch zu gelegentlichem Unmut in meinem kleineren Heimatdorf bei den in der freien Wirtschaft tätigen Menschen geführt, mittlerweile hat sich dieser Unmut aber gelegt, und in den sog. Stammtischgesprächen (bin regelmäßiger Kneipengänger) kommt immer mehr zum Ausdruck, dass der Schuh doch wo ganz anders drückt. Wie heißt es doch so schön, "Der Fisch fängt immer vom Kopf her an zu stinken".

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 25.09.2013 16:07

Theaterkritiker hat geschrieben:Weshalb sollte das unrealistisch sein. Ihre Argumentation strotzt geradezu vor Widersprüchen und Unlogig. Sehen Sie mal in Frankreich können die Staatsbediensteten mit 58!!!! in Rente gehen, die Bediensteten der staatlichen Betriebe (z. B. der SNCF) sogar teilweise mit 50!, in Spanien beträgt das allgemeine Rentenalter 59 wie übrigends auch in Italien. In Griechenland betrug die allgemeine Altergrenze 55 Jahre bevor die Sparreform diese auf 63 angehoben hatte. Und da wollen Sie uns allen Ernstes erzählen, das die Einführung des "Status quo" vor den großen Rentenreformen VOR DEM HINTERGRUND DER DEMOGRAPHIE UND DER EUROKRIESE UNREALISTISCH SEI.

Und wo stehen diese Länder jetzt? Griechenland wird mit Krediten am Leben gehalten, Frankreich darbt, Spanien hat eine horrende Arbeitslosenquote, in Italien siehts auch düster aus. Wenn natürlich die Bahnfahrer in Frankreich mit 50 in den Ruhestand gehen dürfen, muss die arbeitende Bevölkerung natürlich für deren lange Rentenbezugsdauer zahlen. Ergebnis: steigende Lohnnebenkosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Musst Du nicht kapieren, mir aber hier diese Krisenländer als beispielhaft zu verkaufen, ist grotesk.
Wenn die Menschen im Durchschnitt ihre Rente länger beziehen, kann man das nicht ignorieren. Dann muss irgendeine Stellschraube im System geändert werden.
Aber dass muss bei allen geschehen, nicht nur bei den Bimbos, die in der GRV versichert sind.

Sie wollen die herbe Abschlägen bei früherer Verrentung auch auf die Beamten die im übrigen auch wie hier in RLP ab dem Jahr 2036 mit 68 in abschlagsfrei in Pension gehen sollen übertragen.

67, nicht 68.

Vielleicht sollte man um ihrer Argumentation zu Ende verfolgen, die RENTE GANZ ABSCHAFFEN. Selbstverständlich gebe ich natürlich zu, dass die Abschläge bei vorzeitiger Zurruhesetzung eines Beamten geringer ausfallen als bei den Angestellten in der freien Wirtschaft. Nur Ihre auf einer Sozialneidthese basierende Argumentation bringt Gesamtwirtschaftlich überhaupt keinen Erfolg sondern birgt vielmehr die Gefahr einer gesellschaftlichen Polarisierung aufgrund der beschriebenen Neidargumentation wie wir sie in Deutschland schon einmal hatten, mit dem Ergebnis der Ermordung vieler Millionen Menschen; und das wollte ich bereits eingangs mit der Erwähnugn der berühmten Schrift zum Ausdruck bringen.

Von der Reduzierung der Beamtenversorgung zum Holocaust. Deine "Argumentation" schlägt ja interessante Volten. :mrgreen:

Ich selbst bin mit 45 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Anfangs - die ersten paar Wochen - hatte das noch zu gelegentlichem Unmut in meinem kleineren Heimatdorf bei den in der freien Wirtschaft tätigen Menschen geführt, mittlerweile hat sich dieser Unmut aber gelegt, und in den sog. Stammtischgesprächen (bin regelmäßiger Kneipengänger) kommt immer mehr zum Ausdruck, dass der Schuh doch wo ganz anders drückt. Wie heißt es doch so schön, "Der Fisch fängt immer vom Kopf her an zu stinken".

Klar, der Schuh drückt immer anderswo. Nur nicht bei den Beamten. Dort ist alles in bester Ordnung. Beamten arbeiten halt in so hammerharten Berufen, deshalb gibt es dort so viele Frühpensionierungen. Nicht etwa, weil das vor allem für viele eine attraktive Alternative zum Arbeiten ist.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 25.09.2013 16:36

Und wo stehen diese Länder jetzt? Griechenland wird mit Krediten am Leben gehalten, Frankreich darbt, Spanien hat eine horrende Arbeitslosenquote, in Italien siehts auch düster aus. Wenn natürlich die Bahnfahrer in Frankreich mit 50 in den Ruhestand gehen dürfen, muss die arbeitende Bevölkerung natürlich für deren lange Rentenbezugsdauer zahlen. Ergebnis: steigende Lohnnebenkosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Musst Du nicht kapieren, mir aber hier diese Krisenländer als beispielhaft zu verkaufen, ist grotesk.
Wenn die Menschen im Durchschnitt ihre Rente länger beziehen, kann man das nicht ignorieren. Dann muss irgendeine Stellschraube im System geändert werden.
Aber dass muss bei allen geschehen, nicht nur bei den Bimbos, die in der GRV versichert sind.


Wer wir was nicht kapiert ist ja wohl klar. Aber so ist nunmal Ihre Argumentation. Aus meinem Vergleich mit der Regelaltersgrenze anderer "südlicher" Länder machen Sie hier [Zitati]"mir aber diese Krisenländer als beispielhaft zu verkaufen...."[Zitat Ende]. Sie drehen und wenden sich hier im Forum um Ihre eigene Achse das jedem normalen Menschen schwindelig würde. Es ist so, als würde jemand ein rotes Haus beschreiben und Sie behaupten allen Ernstes, das Haus sei grün.

Wie ich so einschätze, fordern Sie jetzt die Altersgrenzen in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland ebenfalls auf 67 oder mehr festzusetzen. Wie sie das der spanischen, italienischen, griechischen und französischen Jugend verkaufen wollen, ist mir schleierhaft, beträgt doch die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien 55 %, in Italien ca. 50 %, in Griechenland 56 % und in Frankreich 40 %. Also wenn sie dort die "Alten" noch länger arbeiten lassen wollen, wird die Jugendarbeitslosigkeit dort wohl ja kaum absinken. Oder ist bei Ihnen Eins plus Eins gleich Drei.

67, nicht 68.


Der Ministerrat noch zu Zeiten der reinen SPD-Regierung unter Kurtschen Beck hat vor fast drei Jahren beschlossen, die Pensionsregelaltersgrenze in RLP auf 68 anzuheben. Im Juli dieses hat Jahres das Landesparlament "vorläufig" die Pensionsregelaltersgrenze auf 67 Jahre angehoben. Aber glauben Sie mir, dabei wird es nicht bleiben.

Klar, der Schuh drückt immer anderswo. Nur nicht bei den Beamten. Dort ist alles in bester Ordnung. Beamten arbeiten halt in so hammerharten Berufen, deshalb gibt es dort so viele Frühpensionierungen. Nicht etwa, weil das vor allem für viele eine attraktive Alternative zum Arbeiten ist.


Das bei den Beamten wahrlich nicht alles in bester Ordnung ist, habe ich bereits mehrfach hier im Forum zum Ausdruck gebracht und auch die Gründe meiner Frühpensionierung im Thread "Ein Weg zur Frühpensionierung" dargelegt.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 25.09.2013 18:04

Theaterkritiker hat geschrieben:
Und wo stehen diese Länder jetzt? Griechenland wird mit Krediten am Leben gehalten, Frankreich darbt, Spanien hat eine horrende Arbeitslosenquote, in Italien siehts auch düster aus. Wenn natürlich die Bahnfahrer in Frankreich mit 50 in den Ruhestand gehen dürfen, muss die arbeitende Bevölkerung natürlich für deren lange Rentenbezugsdauer zahlen. Ergebnis: steigende Lohnnebenkosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Musst Du nicht kapieren, mir aber hier diese Krisenländer als beispielhaft zu verkaufen, ist grotesk.
Wenn die Menschen im Durchschnitt ihre Rente länger beziehen, kann man das nicht ignorieren. Dann muss irgendeine Stellschraube im System geändert werden.
Aber dass muss bei allen geschehen, nicht nur bei den Bimbos, die in der GRV versichert sind.


Wer wir was nicht kapiert ist ja wohl klar. Aber so ist nunmal Ihre Argumentation. Aus meinem Vergleich mit der Regelaltersgrenze anderer "südlicher" Länder machen Sie hier [Zitati]"mir aber diese Krisenländer als beispielhaft zu verkaufen...."[Zitat Ende]. Sie drehen und wenden sich hier im Forum um Ihre eigene Achse das jedem normalen Menschen schwindelig würde. Es ist so, als würde jemand ein rotes Haus beschreiben und Sie behaupten allen Ernstes, das Haus sei grün.

Wie ich so einschätze, fordern Sie jetzt die Altersgrenzen in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland ebenfalls auf 67 oder mehr festzusetzen. Wie sie das der spanischen, italienischen, griechischen und französischen Jugend verkaufen wollen, ist mir schleierhaft, beträgt doch die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien 55 %, in Italien ca. 50 %, in Griechenland 56 % und in Frankreich 40 %. Also wenn sie dort die "Alten" noch länger arbeiten lassen wollen, wird die Jugendarbeitslosigkeit dort wohl ja kaum absinken. Oder ist bei Ihnen Eins plus Eins gleich Drei.

Ich "fordere" gar nichts. Ich konstatiere nur, dass in Deutschland die Rentner künftig mit 67 Jahren in Rente gehen werden müssen und das mit deutlich geringeren Renten, während in Ländern, die unter dem Euroschutzschirm sind (oder es bald sein werden) weiter fröhlich Siesta gehalten wird.
Auch hier vertritt Deutschland nicht die Interessen seiner Bürger. Aber daran scheinen sich die meisten nicht zu stören, die ganz große Koalition des "weiter so"
aus CDUCSUFDPSPDGRÜNE hat ja am Sonntag über 80% bekommen.
Du scheinst aber auch zu glauben, dass man Arbeit nur verteilen muss. Warum führt Spanien nicht die 25- Stunden Woche ein, dann hätten all die Jugendlichen endlich Arbeit.


Theaterkritiker hat geschrieben:Der Ministerrat noch zu Zeiten der reinen SPD-Regierung unter Kurtschen Beck hat vor fast drei Jahren beschlossen, die Pensionsregelaltersgrenze in RLP auf 68 anzuheben. Im Juli dieses hat Jahres das Landesparlament "vorläufig" die Pensionsregelaltersgrenze auf 67 Jahre angehoben. Aber glauben Sie mir, dabei wird es nicht bleiben.

blablabla. Gibt es ein Gesetz, dass die Anhebung der Pensionsregelaltersgrenze auf 68 Jahren vorschreibt? Dass Beamte stärker belastet werden als "normale" AN glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen sehe.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 26.09.2013 11:33

Auch hier vertritt Deutschland nicht die Interessen seiner Bürger. Aber daran scheinen sich die meisten nicht zu stören, die ganz große Koalition des "weiter so"
aus CDUCSUFDPSPDGRÜNE hat ja am Sonntag über 80% bekommen.


Wie schrieb doch einst Berthold Brecht (und es war nicht Edmund Stoiber aus Bayern): "Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber". Das habe ich am Sonntag abend auch gedacht. Einziger Lichtblick war der Rauswurf der FDP aus dem Bundestag, das hat mich gefreut.

Du scheinst aber auch zu glauben, dass man Arbeit nur verteilen muss. Warum führt Spanien nicht die 25- Stunden Woche ein, dann hätten all die Jugendlichen endlich Arbeit.


Ja und, vielleicht gibt es keine andere Lösung. Hier in D hätten wir wahrscheinlich eine genaus so hohe Jugendarbeitslosigkeit wie in Spanien oder Griechenland wenn wir soviele Kinder hätten wie die da unten; Stichwort Demografischer Faktor. Während die deutsche Frau statistisch gesehen lediglich 1,17 Kind bekommt, kriegt eine spanische Frau 2,28 Kinder. Also liegt das Problem der hohen Arbeitslosigkeit und der Unterfinanzierung der Rentenkasse nicht an den hohen Lohnnebenkosten - die sind beispielsweise in der SAHEL-ZONE sehr niedrig, also müsste dort ja ein wirtschaftlicher Boom herrschen - sondern wo anders, nämlich an dem wirtschaftlichen System des Kapitalismus.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Mad Max » 26.09.2013 13:30

Theaterkritiker hat geschrieben:
Du scheinst aber auch zu glauben, dass man Arbeit nur verteilen muss. Warum führt Spanien nicht die 25- Stunden Woche ein, dann hätten all die Jugendlichen endlich Arbeit.


Ja und, vielleicht gibt es keine andere Lösung. Hier in D hätten wir wahrscheinlich eine genaus so hohe Jugendarbeitslosigkeit wie in Spanien oder Griechenland wenn wir soviele Kinder hätten wie die da unten; Stichwort Demografischer Faktor. Während die deutsche Frau statistisch gesehen lediglich 1,17 Kind bekommt, kriegt eine spanische Frau 2,28 Kinder. Also liegt das Problem der hohen Arbeitslosigkeit und der Unterfinanzierung der Rentenkasse nicht an den hohen Lohnnebenkosten - die sind beispielsweise in der SAHEL-ZONE sehr niedrig, also müsste dort ja ein wirtschaftlicher Boom herrschen - sondern wo anders, nämlich an dem wirtschaftlichen System des Kapitalismus.


1. Fertalitätsrate Deutschland 1.36, Spanien ebenfalls 1.36 (Zahlen von 2011). Auch googeln will gelernt sein.
2. In der Sahel- Zone können die Lohnnebenkosten noch so gering sein, wenn die Produktivität gering ist, das politische Umfeld instabil ist und die Menschen kaum gebildet sind, wird dort kaum jemand investieren.
China boomt eben weil dort die Lohnnebenkosten niedrig, die politischen Rahmenbedingungen stabil sind und die Menschen bildungshungrig sind (wie generell eher in Asien und weniger in Afrika).

Warum bist *** Mod *** eigentlich frühpensioniert worden? *** Mod *** ?

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 26.09.2013 14:55

Warum bist *** Mod *** eigentlich frühpensioniert worden? *** Mod *** ?


Muss ich eigentlich alles ZWEIMAL sagen! Hatte bereits ausgesagt, dass der Grund meiner Frühpensionierung im Thread "Ein Weg zur Pensionierung" zu finden ist.

Tatsache ist jedenfalls (wenn die von mir angegeben Zahlen zur sog. Fertalitätsrate aus der Presse stammen) dass der viel beschworene demografische Faktor in Spanien anders ist als in Deutschland. Jedenfalls hat Spanien wesentlich mehr Kinder als Deutschland.

China boomt eben weil dort die Lohnnebenkosten niedrig, die politischen Rahmenbedingungen stabil sind und die Menschen bildungshungrig sind (wie generell eher in Asien und weniger in Afrika).


Au Backe "politische Rahmenbedingungen stabil". Ich lach mich weg. Ich will gar nicht wissen, wie viele Millionen Bestechungsgelder ausländische Firmen in China ausgeben müssen um dort zu wirtschaften, von den Problemen mit eigenen Patenten bei chinesischen Firmen ganz zu schweigen.

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Re: Schnauze voll

Beitragvon Theaterkritiker » 26.09.2013 14:56



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