Schnauze voll

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bietmeister
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Schnauze voll

Beitrag von bietmeister » 02.10.2012 15:06

Lage: Zollbeamter bei der Zollfahndung - letzte Beförderung 1998 zum ZHS - mittlerweile 30 Jahre im Dienst. Keine goldenen Löffel geklaut- 1. Beurteilung - eda ( ein Jahr nach der Beförderung war das klar und verständlich) 2.Beurteilung evda - 3 Beurteilung evda - 4. Beurteilung evda- 5 Beurteilung - 6 Punkte - die 6. steht jetzt an.Ich rechne aber nicht mit viel mehr.

Langsam frage ich mich, ob ich wohl der dienstälteste Hauptsektretär des Landes bin und komme ins Grübeln, ob ich ein Volldepp bin? Ich mache meine Arbeit wie jeder andere, bin nie krank, habe nicht die Frau des Chefs - na ihr wisst schon -habe 300 Überstunden- ich glaube, dass es mir langsam reicht.

Die Frage ist nur, ob eine Klage etwas bringt? Aber mal ehrlich - gibts Hauptsekretäre, die jetzt schon das 6. Mal beurteilt werden??
Das ganze Problem ist die fehlende Anerkennung und das mir die Arbeit in der fahndung Spaß macht - sonst hätte ich jetzt schon einen Schein nach dem anderen.
So gehts aber nicht mehr weiter. Habe die Schnauze voll.

schäferhund
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Re: Schnauze voll

Beitrag von schäferhund » 02.10.2012 15:55

Hallo bietmeister,

zunächst willkommen hier im Forum. :D

Deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor. Wartezeiten von A 8 auf A 9 bis zu 20 Jahren (!) häufen sich immer mehr. Nur mal angenommen, es würde wirklich an Deinen Leistungen oder sonstigen Dingen liegen, dann müsste man mit Dir irgendwann das Gespräch suchen um geeignete Lösungswege zu finden. Anscheinend ist dies aber nicht geschehen. Dass das Ganze auch irgendwie an die Psyche geht, ist durchaus nachvollziehbar. Man grübelt Tag und Nacht: "Was habe ich nur verkehrt gemacht" - stimmt`s ? Wenn diese Grübeleien länger dauern, dann wird früher oder später tatsächlich eine Krankheit daraus. Dass Du Dich hier im Forum angemeldet hast war meiner Ansicht nach schon mal ein Schritt in die richtige Richtung :D

Magelnde Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber ist zwar nicht neu, hat sich in den letzten Jahren aber verstärkt. Man zählt nicht als Kollege und Mensch, sondern als lästiger Kostenfaktor. In der Privatwirtschaft ist es ähnlich, oft sogar schlimmer. Zugegeben, es muss nicht überall so sein.

Einen Rechtsanspruch auf Beförderung gibt es nicht. Folglich wirst Du mit einer Klage kaum Erfolg haben. Aber: Ich hatte mal einen Kollegen, dem ging es ähnlich wie Dir. Irgendwann besuchte er dann mal den Chef seines Chefs und plauderte so über den alltäglichen Dienstbetrieb. Der Ministerialbeamte hörte dabei aufmerksam zu und "spitzte" seine Ohren wie ein Hund :D . Nebenbei erfuhr er auch so, was er da für Leute als Amtsleiter hat. Wenige Wochen später bekam der Kollege nach 17 Jahren seine Beförderungsurkunde. Leider weiß ich nicht, ob dies auch bei Dir eine Lösung wäre - mit Zoll kenne ich mich einfach zu wenig aus. Auch müssen die sonstigen Rahmenverhältnisse irgendwie passen. Dass du gerne arbeitest und Deine Tätigkeit Dir auch Freude bereitet, solltest Du bei all dem Frust aber auch nicht vergessen.

Jedenfalls wünsche ich Dir viel Glück ! :wink:

Gruß vom

Schäferhund

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Ossikind
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Re: Schnauze voll

Beitrag von Ossikind » 02.10.2012 16:03

bietmeister hat geschrieben:
Langsam frage ich mich, ob ich wohl der dienstälteste Hauptsektretär des Landes bin
Bist du ganz ganz sicher nicht.
Kenne selbst 2 Kollegen mit Anfang 50 noch ZOS, auch fast 30 Jahre im Dienst und auch keine goldenen Löffel geklaut.
Einer am Amt ist sogar 53 und noch ZS, ok da war aber mal was......
Früher konnten Frauen kochen wie meine Mutter, heute können sie saufen wie mein Vater!

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Re: Schnauze voll

Beitrag von leonsucher » 02.10.2012 16:08

schäferhund hat geschrieben: Aber: Ich hatte mal einen Kollegen, dem ging es ähnlich wie Dir. Irgendwann besuchte er dann mal den Chef seines Chefs und plauderte so über den alltäglichen Dienstbetrieb. Der Ministerialbeamte hörte dabei aufmerksam zu und "spitzte" seine Ohren wie ein Hund :D . Nebenbei erfuhr er auch so, was er da für Leute als Amtsleiter hat. Wenige Wochen später bekam der Kollege nach 17 Jahren seine Beförderungsurkunde.

Das lässt sich in der Praxis so nicht durchführen.
Der Kollege hier hat keine beförderungsfähige Beurteilung und eventuell auch keine zusätzlich nötige A9er Planstelle ( obwohl die Fahndung damit besser ausgestattet sein soll )
Desweiteren begründet selbst eine beförderungsfähige Beurteilung mit Planstelle keine Beförderung, wenn der entsprechende Block nicht freigegeben ist.
Die Blockbildung erfolgt in einem prozentual zulässigen Rahmen von der Höchstbeurteilung ( 15 Punkte ) abwärts.
Hat der Kollege also nächstens 7 Punkte muss bis dahin erstmal abgeräumt werden.
Das ist in einem Beurteilungszeitraum ( max. 3 Jahre ) nicht immer möglich.
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

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Re: Schnauze voll

Beitrag von watschenmann » 02.10.2012 16:12

Hallo
Es gibt auch ehemalige Bundesbehörden, jetzt angebeblich privatiesiert, da gehen Beamte als Obersekretär in Pension.
Ist also nicht nur beim Zoll so.
Gruß Watschenmann

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Mikesch
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Re: Schnauze voll

Beitrag von Mikesch » 03.10.2012 03:55

Willkommen im Club...

Klage lohnt gar nicht, das dauert so lange, dass Du deswegen wieder einen Tritt in den A... bekommst, mal abgesehen von dem ungewissen Ausgang...
Bekommst Du Recht, sind dann die nächsten Beurteilungen fürn A..., weil, Du bist renitent....

Wenn Du nicht zu den "Nasenfaktorbeamten" gehörst, ist das einfach rechenbedingt, in den Neunzigern ist jeder Hinz und Kunz durch die damaligen Frühpensionierungen befördert worden, die damals 40Jährigen beförderten A9er blockieren alle Stellen.

Meine Generation kackt langsam ab, das wird in gut ab 5 Jahren zu einem "Weinfest" führen, jede Flasche wird befördert... :-)
Einfach abwarten...
SELECT 'dreams' FROM 'erinnerungen' WHERE HARDCORE = 'yes'
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Re: Schnauze voll

Beitrag von leonsucher » 03.10.2012 08:58

Mikesch hat geschrieben: Klage lohnt gar nicht, das dauert so lange, dass Du deswegen wieder einen Tritt in den A... bekommst, mal abgesehen von dem ungewissen Ausgang...
Bekommst Du Recht, sind dann die nächsten Beurteilungen fürn A..., weil, Du bist renitent....
Klagen lohnt sehr wohl, besonders wenn man die A9er Stelle hat und wieder nur 6 Punkte bekommt........................ :D

Dann reicht einfach nur die erfolgreiche Klage nach Abänderung der Beurteilung auf min. 7 Punkte und man ist automatisch wieder in der Verlosung.
Gerade bei A8er kommt es zu diesen bizarren Situationen, dass jemand mit 7 Punkten befördert wird weil er eine A9 Stelle hat und jemand mit 12 - 15 Punkten ohne Stelle nicht.
Das habe ich selbst mehrfach in der Praxis erlebt.

Hat man dann eine beförderungsfähige Beurteilung aber keine A9er Stelle, muss man entweder spekulieren dass der eigene DP irgendwann angehoben wird ( bei Klage eher unwahrscheinlich ) oder sich eben für ausgeschriebene A9er wegbewerben. Die Verwaltung ist nämlich der Meinung, dass man sich für " herausgehobene " Stellungen im m.D. wie A9 auch bundesweit zu bewegen hat.. :|
Wer beim Metzger klingelt darf sich nicht wundern, wenn kein Schwein aufmacht..........

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Re: Schnauze voll

Beitrag von schäferhund » 03.10.2012 10:45

Mikesch hat geschrieben:Hat man dann eine beförderungsfähige Beurteilung aber keine A9er Stelle, muss man entweder spekulieren dass der eigene DP irgendwann angehoben wird ( bei Klage eher unwahrscheinlich ) oder sich eben für ausgeschriebene A9er wegbewerben.
Bei uns war es dann so, dass herausgehobene A9er-Stellen nicht mit Beamten, sondern einfach mit Angestellten besetzt worden sind. Dies auch dann, wenn die Angestellten zuvor vom Tätigkeitsbild und der Qualifikation eindeutig mehr dem eD zuzuordnen waren. Vom mD-Beamten erwartete man, dass er den Angestellten gewissenhaft anlerne und danach einen A8-Posten innerhalb der Diensstelle annehme. Die verbeamteten Kollegen hatten somit kaum eine Chance, jemals A 9 zu erreichen. Laut PR wäre diese Regelung völlig legitim. :evil:

... so macht Arbeit im öD echt Spaß !

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Re: Schnauze voll

Beitrag von Painter » 05.10.2012 09:11

*** immer da , EDA*** singen schon viele Kollegen ( A 8 ter )!!!

Man macht seine Arbeit mehr als gut und wird mit einer schlechten Beurteilung nach der anderen bedacht .... :evil:
- oder es fehlt auf Jahre die nötige A9 er Planstelle !!!
- soll man für 150 Euro mehr seine Heimat , Familie und Freunde verlassen ( in FFM Flughafen is noch ne A9 er frei ,....
da sollten sie sich schnellstens bewerben wenn sie voran kommen wollen, :D ..... lach mich schlapp ) .

Es geht Berg ab , die Unzufriedenheit wächst gewaltig ... ich kann verstehen das viele die Schnauze voll
haben .

Gruss vom Painter :wink:
...???...

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Re: Schnauze voll

Beitrag von zolltrottel » 05.10.2012 14:54

willkommen im club. längere arbeitszeiten, weihnachtsgeld gekürzt, urlaubsgeld gestrichen, beurteilungen für den poppo, geschweige denn beförderungen, immer mehr arbeit, genervte, gereizte und agressive "bürger", 5 euro 12 cent abgaben für eine postverzollung..........es wird immer schlimmer. kein wunder, dass immer mehr kollegen in psychtherapie müssen.........

VFL BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH 1900 e.V :D :D

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Re: Schnauze voll

Beitrag von egyptwoman » 05.10.2012 20:06

@ zolltrottel: und viele gehen heimlich zum Therapeuten, damit es die Kollegen und der Chef nicht mitbekommen und man nicht zum AA zitiert wird oder weil man sich immer noch schämt einen Therapeuten zu brauchen, weil das Image immer noch so ist das viele meinen wenn man zum Psycho-Doc muss das man einen "an der Waffel hat" und somit geistig nicht zurechnungsfähig ist. Aber selbst wenn man ne therapie abgeschlossen hat und die Chefs und Kollegen davon wussten nimmt dann keine Rücksicht auf dich, im Gegenteil das Mobbing und die Mehrbelastung werden immer mehr um genau diesen Kollegen wieder mürbe zu machen und ihn soweit zu bringen das er in DDU geschickt wird oder "freiwillig" geht. (Eigene Erfahrung: ich hatte meine Therapie nach 1,5 Jahren abgeschlossen im Januar letzten Jahres, der nächste Zusammenbruch kam dann im Mai desselben Jahres) und trotzdem werden einem dann Auflagen für ne erneute Therapie gemacht die bei den meisten eh nix bringt und was mich besonders aufregt - das man diese Kollegen teilweise soweit bringt das sie psychopharmaka schlucken müssen, wovon die meisten recht schnell abhängig machen und wenn man die dann irgendwann mal absetzt bleibt genau deshalb dann ein Schaden zurück. Aber man muss ja den Gesetzen und Vorschriften folgen, der Mensch ist nix mehr wert wenn er nicht mehr so kann wie er soll.

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Re: Schnauze voll

Beitrag von Duffy » 08.10.2012 09:32

Bei uns gehen mehr Kolleginnen und Kollegen als A8 in den Ruhestand als als A9. Wir haben in der ganzen Behörde auch nur einen A9z. Von daher muss man nicht unbedingt Goldenes gestohlen haben um nach 30 Jahren noch A8er zu sein. Ich bin seit fast 30 Jahren dabei und man hat mir schon gesagt dass ich froh sein könne "bereits" A8 zu sein, man wolle in Zukunft mehr Leute mit A7 in Pension schicken. Als technischer Beamter ist das das Eingangsamt, also ohne eine einzige Beförderung durch gesamte Arbeitsleben.

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Re: Schnauze voll

Beitrag von zolltrottel » 08.10.2012 19:21

und wir müssen in der postverzollung 5,12 euro erheben und uns beschimpfen lassen ????? ohne mich..................................... :evil:


quelle: n-tv am 08.10.2012


Der Finanzminister und die GeigenBeamte zeigen Schäuble an

Hilft der Bundesfinanzminister Musikerinnen dabei, in Deutschland Steuern zu hinterziehen? Genau das werfen mehrere Zoll- und Finanzbeamte Wolfgang Schäuble vor. Es ist eine skurrile Geschichte: von Stradivaris, einem musikliebenden Minister und folgenschweren Briefen.

Mehrere Zoll- und Finanzbeamte haben bei der Berliner Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Finanzminister Wolfgang Schäuble eingereicht. Die Staatsdiener werfen dem CDU-Politiker und dessen Haus laut "Bild"-Zeitung Strafvereitelung durch Unterlassen vor.

Die Geschichte: Im August 2012 will die Stargeigerin Yuzuko Horigome von Tokio aus in die Bundesrepublik einreisen. Bei ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen hat sie ihr Instrument bei sich, deklariert es jedoch nicht. Die Violine soll rund eine Million Euro wert gewesen sein. Einige Wochen später kommt es zu einem ähnlichen Fall. Dieses Mal gibt die Musikerin Yuki Manuela Janke - auch sie reist aus Japan ein - ihre Stradivari nicht an. Das gute Stück kostet fast sechs Millionen Euro.

Die Behörden am Flughafen handeln nach Vorschrift. Sie konfiszieren die Instrumente. Ihre Argumentation lautet: Die beiden Musikerinnen haben gegen die Einfuhrbestimmungen verstoßen, da sie nicht angegeben haben, die Geigen bei sich zu haben. Daraus resultiere, dass Steuern und eine Strafe nachgezahlt werden müssten. Die Prominenz der beiden Damen ließ der Zoll außer Acht.
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Hier kommt Wolfgang Schäuble ins Spiel. Das Bundesfinanzministerium schaltet sich in beiden Fällen ein und ordnet schriftlich an, dass die Geigen herausgegeben werden. Der "Bild"-Zeitung liegen die Schreiben nach eigenen Angaben vor.

Die Zoll- und Finanzbeamten wollen das nicht auf sich sitzen lassen. Sie zeigen Schäuble kurzerhand an. Schließlich seien dem Fiskus ohne Rechtsgrund Steuern und Strafgelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro durch die Lappen gegangen. Die Einfuhr der Geigen ohne rechtzeitige Deklaration habe schließlich den Tatbestand der Steuererziehung erfüllt.

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Re: Schnauze voll

Beitrag von ZS-forever » 08.10.2012 20:37

Und DIE Beamten können sich schon mal ganz schnell von ihrer nächsten - übernächsten und den 8 weiteren Beförderungen verabschieden.... Ja, ja, Zoll ist toll :twisted:

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Mikesch
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Re: Schnauze voll

Beitrag von Mikesch » 08.10.2012 23:35

Schei..., hab ich oft Schwein gehabt :-)
Meine Fotoausrüstung kostet zwar keine Millionen, aber so etliche Tausender sind es schon. In manchen Ländern muss die auch deklariert werden, aber ich gebe zu, es schon mal verbaselt zu haben.

Formal haben die Kollegen bestimmt richtig gehandelt, aber ist manchmal nicht auch ein wenig Weitblick gefragt?
Die Instrumente wurden garantiert offen getragen, so was packt man nicht ins Gepäck, ebenso wären die Instrumente wieder ausgeführt worden. Ist doch egal, ob die Dinger zehntausend oder zehnmillionen wert sind. Ist doch Schwachsinn, hier horrende Summen an Eingangsabgaben zu fordern für Gerätschaften, die nur vorübergehend eingeführt werden sollen, nur weil Formal ein Fehler begangen wurde. Ist doch Blödsinn zu glauben, hier handele es sich um Shhmuggel.
Hab ja keine Ahnung mehr vom Zollrecht, aber wäre es nicht weiser gewesen, dies über eine Sicherheit zu regeln?

Was Schäuble jetzt macht, ist natürlich Dummheit, einem Politiker dürfen nicht derart die Pferde durchgehen, da gibts noch andere Lösungen.

Die klagenden Kollegen können ihre Karriere wohl an den Nagel hängen. Aber ehrlich gesagt, so richtig Mitleid will da nicht aufkommen.
Die Abfertigung haben sie IMHO schon durch eine unpragmatische Lösung verkackt. Jetzt noch den obersten Chef anpissen, da muss man doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, auch wenn Schäuble so ne Dummheit begangen hat.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es die Junx bei "Reichen" mal krachen lassen wollten. Bei mir Hobbyknipser hätten die garantiert nicht son Terz gemacht.

Entscheidend ist doch, was aus der Kuh von Anfang an hinten raus gefallen wäre, Eingangsabgaben wären nie und nimmer nich erhoben worden.
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