Kfz-Steuer

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jaschatz
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von jaschatz » 18.05.2013 13:26

Hallo,
lese seit einiger Zeit in den Medien das dem Zoll bzw dem Bund Personal fehlt um die Kfz-Steuer einzutreiben. (Ab Juli 2014)

Nun meine Frage

Bin 56 Jahre seit knapp 40 Jahren Eisenbahner, leider ohne festen Dienstposten (A8) und hätte Interesse an der Tätigkeit.

Wo kann ich mich bewerben. Wohne in NRW.

Vielen Dank :wink:

kfz-ler
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von kfz-ler » 21.05.2013 11:56

Hallo jaschatz
ruf doch einfach mal bei einem Hauptzoll-Amt in Deiner Nähe an - die müßten das doch eigentlich auch wissen ?!
"Unser" Bundi "Hospi" hat das in einer Stellenausschreibung bei der Bundeswehr gelesen - müßte aber bestimmt auch anders gehen. Zudem geht es nicht nicht nur um die Beitreibung - die Festsetzung such m. W. auch noch Perrsonal.
Gruss
Kfzler

rosie22
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von rosie22 » 23.05.2013 09:53

jaschatz hat geschrieben:Hallo,
lese seit einiger Zeit in den Medien das dem Zoll bzw dem Bund Personal fehlt um die Kfz-Steuer einzutreiben. (Ab Juli 2014)

Nun meine Frage

Bin 56 Jahre seit knapp 40 Jahren Eisenbahner, leider ohne festen Dienstposten (A8) und hätte Interesse an der Tätigkeit.

Wo kann ich mich bewerben. Wohne in NRW.

Vielen Dank :wink:
Für diese Stellen können sich leider nur Telekom-MA bewerben.

Roadster
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Roadster » 23.05.2013 20:05

Wieso leider ?

jaschatz
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von jaschatz » 24.05.2013 08:44

Hallo,
vielen Dank für die Antworten.

Habe bei zwei Ämtern angerufen.
Ja es stimmt, bis jetzt ist nur die Bundeswehr und die Telekom zugelassen. Aber ich könnte mich ja so in 6 bis 8 Wochen nochmals melden. Bis dahin wären die Entscheidungen gefallen?
Jetzt warte ich eben weiter. Auf die Bahn wartet man ja schließlich auch. :lol:

Redsmith
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Redsmith » 28.05.2013 15:41

Hallo!
Ich habe mich auch als BW - ler auf eine Stelle bei den HZÄ beworben. Vorstellungsgespräch war Anfang Januar und ich habe kurze Zeit später die Mietteilung erhalten, dass ich für die Verwendung in Frage komme. Meine Personalstelle hatt auch schon das OK gegeben, dass ich gehen kann. Seitdem warte ich auf meine Abordnung. Nach mehrmaligem Nachfragen habe ich herausbekommen, dass die Verzögerung daher kommt, dass es wohl Probleme mit der Zuweisung der Haushaltstellen gäbe, auch im Zusammenhang mit den Kollegen von Vivento.
Weiß da jemand etwas genaueres, insbesondere für den Bereich Südwest (RLP/SL)?

MfG

Torquemada
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Torquemada » 26.06.2013 22:34

Das Projekt mit dem DEAL "Telekom zum Zoll" verzögert sich und ist regional auch teilweise gescheitert, wie "Kreise" wispern.

Gründe:

- Telekom will die Beamten gleich schicken, Zoll will frühestens ab Februar 2014
- Zoll sieht jetzt doch betreffs Bundeswehr Licht am Horizont
- Personalauswahl lief und läuft sehr schleppend, weil die Telekom zu viele alte Beamte schickt. Zoll hatte auf junge Leute gehofft und jetzt erst kapiert, dass es da nicht so viele gibt
- Bei den Bewerbungsgespräche seien viele Telekomleute zu behäbig und zu wenig motiviert, den harten Job (auch mit Kundenkontakten) zu machen
- Zoll will eigentlich die B-Kräfte von der Telekom durch ausschließlich C-Kräfte der Telekom "führen" lassen. Es gibt aber aus dem C-Bereich viel zu wenige GUTE Bewerber.

Es ist auch klar, dass es quasi keinerlei Übernahmen von Telekombeamten geben wird. Die Aussicht, nach zwei Jahren bei der Telekom im Nirwana zu sein, schreckt viele jetzt doch ab, die Jobs bei der regulären Telekom haben.

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Bundesfreiwild
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Bundesfreiwild » 27.06.2013 10:39

:lol: :lol: :lol: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

WAS hat Vivento dem Zoll denn da an Infos über die möglichen Bewerber zukommen lassen? Und... ist der Zoll völlig ahnungslos, dass seit 1998 keine "neuen" Beamten bei der Telekom mehr "gemacht" wurden und demzufolge das beamtete Personal mal mittlerweile um die 45 ist und es davon auch nicht besonders viele gibt?

Und... welche Ansprüche stellt der Zoll eigentlich an Kräfte im mittleren Dienst? Hier kommen Leute, die 30 Jahre Berufserfahrung haben, seit 25 Jahren mit SAP, Excel, Outlook, etc. arbeiten, alle Nase lang mit neuen Systemen oder Anwendungsänderungen zurecht kommen mussten und auch ihre Arbeitsinhalte oft 4-5 mal gewechselt haben.
Wer das konnte, wird auch mit einem anderen System klarkommen und sich einarbeiten. Kfz-Steuer ist nun KEIN so komplexes Thema, dass man sich nicht in paar Wochen einarbeiten könnte, samt System.

Immerhin haben es auch so ca. 5000 Beamte der Bewerberschar geschafft, sich vor paar Jahren in ein komplett neues Gesetz (Hartz IV), SAMT komplett neuem System einzuarbeiten - und das ein halbes Jahr früher, als sämtliche BA-Beamten.

Ich finde es schon eine gewisse Unverschämtheit vom Zoll, für eine auf 2 Jahre befristete Angelegenheit nicht auf "ältere" - sprich Beamte zwischen 50 und 55 in der Mehrheit, zugreifen zu wollen. Das grenzt ja schon an massenhafte Altersdiskriminierung.

Dass die Beamten der Telekom logischwerise als Beamte besondere Gründe haben MÜSSEN, sich zum Zoll zu bewerben, sollte den Herrschaften wohl klar sein. Es werden doch keine 2500 beamtete Bewerber in Massen zu einer anderen Behörde flüchten, und dann noch in eine nur befristete Tätigkeit, wenn es nicht gewichtige, arbeitsklimatische Umstände dafür gäbe. Für jemanden, der schon 30 Jahre arbeitet, ist Arbeit eben Arbeit. Die macht man für sein Geld, im Besten Falle so gut und engagiert man kann, und wenn sie endet und eine andere ansteht, ist das halt so. Was erwarten die? Hallelujah-Botschaften und Trampolinsprünge vor Begeisterung, dass man jetzt eben Aufgaben für den Zoll erfüllen darf? Die haben sie doch nicht alle. In welcher Welt leben die denn?

Wenn es außerdem wieder so eine abgesetzte, reine Telekomtruppe wird, die im eigenen Saft, ohne Kontakte zum regulären Zollpersonal, schmoren darf und nur über den Telekom-Teamleiter als Koordinator überhaupt Kontakt mit dem Zoll bekommt, sollen sie sich andere dafür suchen. Mich jedenfalls nicht. wenn die sich 25-35-jährige, am Besten in Uniform und auf Befehl und Gehorsam getrimmt vorstellen, dann sollen sie an den richtigen Stellen suchen.

Und wenn die meinen, bei der Bundeswehr würde das anders aussehen? Da kann ich nur lachen! Das Jungvolk ist im "Kriegs"einsatz, bzw. will die Bundeswehr selbst behalten, und der Personalüberhang, vor allem aus den BW-Verwaltungen wird auch eher Mittelalter sein. Und ob nun grad die Bundeswehrmenschen in den letzten 20 Jahren mehrfach neue Systeme und Strukturen in der Verwaltung erleben und bewältigen mussten und somit fitter und flexibler wären als die Telekomiker, wenn es um neue Aufgaben und Kontaktfähigkeit mit dem säumigen Bürger geht...

Ich kann dazu nur sagen: Als ich die zukünftige Vorgesetzte der Vollstreckungsabteilung erlebt habe, habe ich mir schon gesagt: Unter der willst du gar nicht arbeiten. Den Typ kenne ich: Ende 50/Anfang 60, Karrieretyp der Emanzipationsbewegung der 70/80er-Jahre, zickige Körper/-sprache. Und was der Zoll jetzt hier so über die Bewerber der Telekom in Bausch und Bogen ablässt, bewegt mich dazu, meine Entscheidung - die ich schon im Vorstellungsgespräch gefällt habe - auch beizubehalten:
DA gehe ich nicht hin. Auch nicht nur für 2 Jahre.

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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Kater-Mikesch » 29.06.2013 19:28

man kann schon sagen, dass gerade Beamte bei der Telekom einiges gewohnt sind und sich mit mehr als einem System mehr als gut auskennen...
Ich finde es auch unmöglich, dass von den Beamten der Telekom einiges abverlangt wird aber im einen (Sau)-Stall kein Personal zur Verfügung ist, um ein neues System
aufzubauen...

Wenn ich schon Fragen beim Einstellungsgespräch höre:
"Was machen Sie abends wenn sie nach Hause gehen wollen und auf dem Schreibtisch liegt noch Arbeit" könnte ich die Wand hochgehen...
Gerade Beamte der Telekom sind durch die ewigen Umstrukturierungen, Abbau von Personal, Vorgesetzte die den Namen nicht wert sind und massenweise fehlende Unterstützung gewohnt, eigenständig und gut die Arbeit zu erledigen...

Ich gehe davon aus, dass die BA davon ein Lied singen kann - denn die eigene Belegschaft fängt schon an zu "weinen", wenn es Gerüchteweise mal um Personalabbau geht...
Unsere Beamten sind es meiner Meinug nicht wert, sich beim Zoll verschleißen zu lassen - denn diese Arbeit ist eher unterwertig und nicht sehr anspruchsvoll...
Fragt doch mal die Bearbeiter vom Finanzamt - da brauchte keiner einer besondere Ausbildung und die Arbeit hat nichts mit Steuerwissen zu tun - wenn man einen halbswegs guten Schulabschluss hat und eine einigermaßen gute Auffassungsgabe, dann kann man diese Arbeit in einem zweiwöchigen Kurs belegen...

Ich persönlich habe für zwei Weiterbildungen 5 Jahre !!! neben der normalen Arbeit gebüffelt und kann sagen, was Stress bereitet und wie gerade in den Prüfungsvorbereitungen der Stress immer höher und höher wird - ohne eine Unterstützung vom AG zu bekommen - ja sie schaffen das schon...
Diese Tätigkeiten beim Zoll werden mit Sicherheit von den Beamten der Telekom ohne Probleme erledigt!!!

Bruddler
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Bruddler » 30.06.2013 11:25

Kater-Mikesch hat geschrieben:man kann schon sagen,
- denn diese Arbeit ist eher unterwertig und nicht sehr anspruchsvoll...
Fragt doch mal die Bearbeiter vom Finanzamt - da brauchte keiner einer besondere Ausbildung und die Arbeit hat nichts mit Steuerwissen zu tun - wenn man einen halbswegs guten Schulabschluss hat und eine einigermaßen gute Auffassungsgabe, dann kann man diese Arbeit in einem zweiwöchigen Kurs belegen...
Theoretisch mag das sein, hängt aber auch etwas vom Umfang und Fallanzahl ab, der/die bearbeitet werden soll/en.
Hier ein Bericht aus der "unterwertigen und nicht sehr anspruchsvollen" bisherigen Praxis:
Übernahme der Verwaltung
Hallo zusammen,

ich bin seit knapp 30 Jahren im KFZ-Steuerbezirk tätig. Ich habe mit Interesse die Diskussion über die Verwaltung der KFZ-Steuer durch die Zollbehörden verfolgt.

Für mich sieht es so aus, als ob keine/r der tatsächlich mit der Verwaltung der KFZ-Steuer befasst sein wird, hier schreibt. Oder ist von den Leuten doch jemand dabei? Dann wäre es doch ganz nützlich, auch mal deren bisherige Erfahrungen und Einschätzungen für die Zukunft zu kennen.
Aus meiner Sicht kann ich den Ausführungen von KFZ-Steuer Berlin größtenteils zustimmen.
Ich habe hier mit 3 Leuten einen Bereich von 190.000 Fällen zu bearbeiten. Insgesamt kommen wir in meinem Amt auf ca. 370.000 aktive Speicherkonten. Wir machen in meinem Bezirk den gesamten Publikumsverkehr für unsere KFZ-Steuerstelle, haben aber eine zentrale Telefonauskunft, die uns sehr entlastet.
Auch ich sehe als größtes Problem die Umsetzung der Verwaltung in der Fläche an. Heute hat praktisch jeder sein Finanzamt (FA) in einigermaßen erreichbaren Entfernungen vor der Tür. Dass es bei Flächenkreisen auch längere Entfernungen zum zuständigen FA gibt ist unumstritten. Da gibt es aber auch die Möglichkeit ein anderes, räumlich näher gelegenes FA aufzusuchen und die Unterlagen an das tatsächlich zuständige Amt weiterleiten zu lassen. Nach meiner momentanen Kenntnis werden die Konten meines Amtes ab April 2014 in einem Zollamt das ca. 70 KM entfernt liegt bearbeitet.
Da kommt man als Verwaltung ganz schnell in die Negativschlagzeilen, wenn man nicht Bürgerfreundlich arbeitet. Und sollte es tatsächlich eine Verpflichtung zur Vorlage der Originaldokumente bei einem Antrag auf Steuervergünstigung beim zuständigen Zollamt geben, ist man sehr bürgerunfreundlich. Da kommt die Zeitung mit den großen Buchstaben schnell mit dem großen Hammer der Schikane. Und womit? Mit Recht!
Da muss die Zollverwaltung PR-mäßig schon ganz schön aktiv werden, wenn alle Betroffenen davon erfahren sollen, wer in Zukunft für Sie zuständig sein wird.
Selbst wenn die Zollämter so dicht gesät sein sollten, wie die Finanzämter, bliebe es in meinen Augen ein Abenteuer, den Publikumsverkehr als Service vielleicht auch in den Zollämtern, die nicht mit der KFZ-Steuerverwaltung betraut sind, zu veranstalten. Wer nicht im Bereich KFZ-Steuer geschult ist, kann auch keine Auskünfte geben. Selbst bei mir im Haus ist außerhalb der KFZ-Steuerstelle die Kenntnis über unsere Arbeit sehr gering.
Und um dann evtl. die fehlenden Unterlagen beim Steuerpflichtigen nachzufordern, obwohl er ja schon an Amtsstelle vorgesprochen hat, ist auch nicht der Bringer.
Im Kollegenkreis gibt es aber dafür schon eine Lösung: Es bleibt einfach in jedem FA eine/r da von der KFZ-Steuerstelle und macht den Publikumsverkehr für die Zollverwaltung! ;-)
Und gewisse praktische Fragen, wie die, ob genügend Parkplätze für Besucher vorhanden und ob es auch welche für schwer behinderte Menschen gibt müssen geklärt werden. Ist für diese Personen auch ein Barrierefreier Zugang zur Dienststelle möglich? Gibt es ein separates Sprechzimmer? Und, und und.
Da haben wir auch das größte Problem bei der ganzen Diskussion: Momentan ist alles in der Schwebe, weder die Hospitanten was sie genau lernen sollen noch wir nicht, was wir denen von unserer Arbeit beibringen sollen. Eine Schulung im IT-Verfahren wie in Berlin, wird in unserem Amt aus dem Grund, dass beim Zoll ein vielleicht zwar ähnliches (die Aufgabenstellung bleibt ja dieselbe) aber im Endeffekt doch wieder anderes Programm verwendet wird, nicht vorgenommen. Wir haben wie aus Berlin geschildert auch lange gebraucht bis wir Konsens (unser Eingabeprogramm) im Griff hatten. Das auf die Schnelle (unsere Hospitanten bleiben nur 2 Monate hier) jemandem beizubringen geht nicht.
Deshalb haben wir uns darauf verlegt, den Hospitanten unsere tägliche Arbeit unter Schilderung der rechtlichen Grundlagen „vorzuführen“, am Publikumsverkehr teilnehmen zu lassen, und die zu bearbeitende Post und die Fallstricke die dabei zu beachten sind (für den Betrieb eines KFZ-Bezirks notwendige Sachen eben) und gerade nicht eine Benutzung unseres Systems (bis auf das punktuelle Eingeben einer Bankverbindung (BV) oder ähnliches) zuzulassen.
Wir wären gerne bereit, wenn das System in den Zollbehörden getestet wird (Hier bei uns soll ab September ein Parallelbetrieb von Finanzämtern und Pilotzollämtern stattfinden) unsere Erfahrungen und Erwartungen an ein nutzerfreundliches IT-System einzubringen indem wir zum Beispiel in die Zollämter gehen.
Leider (für die Zollstellen) stimmt es, dass der Bund bei der Zulassung eines Fahrzeuges auf die Erteilung eines Steuerbescheides verzichtet hat. Meine Zulassungsbehörde (ZB) hat mir berichtet, dass insbesondere die Vertreter der Stadtstaaten (auch Berlin) auf die Vorteile für alle Beteiligten hingewiesen haben. Immerhin würde damit die Zustellung des sogenannten Leistungsgebotes mit einer Empfangsbestätigung in der ZB vorgenommen, gleichzeitig wäre auch die verpflichtende Entrichtung der ersten Jahressteuer in der ZB möglich (ja es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die die Steuer nicht zahlen!), die Prüfung der BV auf Richtigkeit wäre ebenfalls durch die Zahlung am Automaten erfolgt. Aber nein, der Bund hat andere Pläne. Immerhin hätte er diese Dienstleistung den Kommunen bezahlen müssen. In meinen Augen eine Milchmädchenrechnung.
Auch auf andere Weise erschwert der Dienstherr die Arbeit der Beschäftigten bei den Zollbehörden: Die ZB teilt heute dem Halter oder dem Beauftragten mit, wenn ein KFZ-Steuer-Rückstand besteht. Das beinhaltet sowohl die Steuernummer als auch den Betrag. Die ZB akzeptiert einen Barzahlungsbeleg über die offene Summe und nimmt die Zulassung vor. In Zukunft soll die ZB bloß noch sagen dürfen, dass ein „Zulassungshinderungsgrund“ besteht, darf aber für die weitere Abwicklung nur an die Zolldienststellen verweisen.
In meinem Amt haben wir, als wir das auch noch selbst machen mussten, in einem Jahr über 700 Besucher alleine deswegen gehabt. Wohlgemerkt nur die Rückstände über 10€ und nur die Rückstände die in meinem Bundesland vorhanden waren. Wenn in Zukunft eine bundesweite Rückstandsüberprüfung (DAS ist mit der Bundeseinheitlichen Datenbank gemeint) stattfinden soll und schon Rückstände über 5€ eine Zulassung verhindern, dann haben die Zolldienststellen vielleicht mit 1000 bis 1500 Besuchern pro Jahr alleine deswegen zu kämpfen. Aber vielleicht will der Bund mit dem Zoll als Vollstreckungsbehörde die Zulassung nicht nur von den offenen KFZ-Steuer-Beträgen abhängig machen? Es böte sich ja auch an, alle offenen Unterhaltszahlungen oder anderes mit denen der Zoll in der Beitreibung behaftet ist, als einen solchen Grund zu betrachten. Wer weiß?
Und wenn ich als Zollverwaltung dann schon jemand wegen Rückständen im Haus habe, und der erzählt mir, dass er die Zahlung ja schon geleistet hat, dann muss ich im Zweifelsfall mit meiner Bundeskasse (Gibt ja nur 4 Stück oder?) reden. Das wird dann eine ganz schöne Warteschleife geben. Wir reden so schon oft genug mit unserer Finanzkasse und die mit uns. Da sind übrigens landesweit eine ganze Menge Leute mit der kassentechnischen Abwicklung der KFZ-Steuer beschäftigt.
Und die Vollstreckungsstelle (auch hier in meinem FA ist eine rege Kommunikation mit meiner Vollstreckungsstelle notwendig, weil auch dort eine Menge Leute mit der Beitreibung von KFZ-Steuerrückständen zu tun haben) sitzt vielleicht auch wieder in einem anderen Amt.
Nix da mit kurzen Dienstwegen.
...
Bis jetzt haben wir keine Ahnung, wann wir unsere Unterlagen an den Zoll liefern müssen. Verlangt wurden z.B.: die Akten der vergangenen 10 Jahre, obwohl wir nur 3 Jahre Aufbewahrungsfrist haben. Diese Unterlagen müssen beim Zoll ja auch erst mal sinnvoll untergebracht werden.
Jedes Amt (praktisch jeder Bezirk) hat sein eigenes Ablagesystem, obwohl wir alle nach den gleichen Vorgaben arbeiten. Bei dem einen werden vorweg die Einzelbuchstaben einsortiert und dann alle anderen Buchstabenkombinationen (A, B C … AA, AB, AC…), bei dem anderen wird der Einzelbuchstabe direkt vor den Kombinationen abgelegt (A, AA, AB usw.). Macht ja nix, wir wissen ja, wie wir abgelegt haben. Wir finden alles wieder. Wenn ich aber als Zollverwaltung für mehrere Kennzeichen zuständig bin, dann bekomme ich im Zweifelsfall eben für jedes Kennzeichen eine anders angelegte Ablage. Viel Spaß.

Was ein weiteres Thema für mich ist, ist das es in meinen Augen eben alle „Frischlinge“ sind, die mit der KFZ-Steuer arbeiten. Da gibt es niemanden Altgedienten, der seine Erfahrungen hat und neue Kräfte einarbeiten kann.
Es gab ja schon Anfragen an den Bund, ob nicht doch ein Angebot für die jetzigen Kräfte gemacht wird (auch im Hinblick auf die Anwerbesituation), die sind aber alle negativ beschieden worden. Eine Anfrage der Ehefrau eines Kollegen, wurde so beantwortet, dass sein Wissen als Finanzbeamter ja für die Landesfinanzverwaltung nützlich sein wird.
Nach 10, 20 oder 30 Jahren ist von einem „Wissen“ außerhalb der KFZ-Steuer nach meinen Erfahrungen nichts mehr vorhanden. Auch aus diesem Grund würden meiner Meinung nach, manche Kolleginnen und Kollegen einem Angebot vom Bund nicht ablehnend gegenüberstehen. Ich nehme mich da persönlich nicht aus.
Wir könnten wahrscheinlich schneller die Grundlagen des neuen Systems lernen als die neuen den gesamten Rechtsbereich KFZ-Steuer.
Es ist sehr lang geworden, was ich hier geschrieben habe, aber Leute wie der Kollege aus Berlin wissen, dass man noch sehr viel mehr schreiben könnte.
http://www.zoll-board.de/board1-%C3%B6f ... ndex3.html

Aber wenn der Schäuble und die Männer des Drohnenonkels das zukünftig alles übernehmen, wird sicher alles einfacher und besser.
Nachdem, was da so zu lesen ist und wie das alles laufen soll, geh ich dennoch davon aus, dass von mir ab 2014 vorläufig keine Kfz-Steuer mehr verlangt wird.
Dagegen habe ich zunächst mal nichts.

bumat
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von bumat » 01.07.2013 19:24

Angeblich sind Verhandlungen im Gange, dass ggf. in Saarbrücken ein Callcenter für die KFz-Steuer eingerichtet werden soll. So hat es mir eine Kollegin erzählt, die sich auch zum Zoll beworben hat.

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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Kater-Mikesch » 03.07.2013 11:58

aktuell stocken die Vorstellungsgespräche - die Vivento-Berater/ínnen wissen aktuell von nichts. Der Zoll hüllt sich in Schweigen...

War wahrscheinlich nur ein Gag...

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Bundesfreiwild
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Bundesfreiwild » 03.07.2013 14:23

Na... dann aber ein Gag, für den der Zoll viel Arbeitszeit geopfert hätte...
Warten wir mal ab...

Callcenter in Saarbrücken. Ja klar. Da haben die ja auch grad VCS zugemacht und bringen die VCS-leute derzeit mit Zuweisungen zur DTKundenservice unter.
VIEL besser wäre natürlich, man bekäme Gehalts-Deckungsbeiträge von außen (andere Behörde). Das ginge mal wieder mit einem rein Vivento-TransferMitarbeiter-bestückten, separaten Callcenter für Zollangelegenheiten.

Nur.. ich dachte, wir sollen da Vollstreckung machen und nicht Hotline für evtl. Rückfragen zur Kfz-Steuer?

Ach... sollen Vivento und Zoll doch erstmal im Hintergrund zusammen zu Potte kommen, was sie eigentlich wo und wann machen wollen und mit wem.
Da scheint ja eigentlich noch nix wirklich abgesprochen zu sein.
Ich bin mal gespannt, ob auch nur ein/eine Einzige/r von den Bewerbern eine Zusage bis Ende Juli/August vom Zoll bekommt, so wie das dort im Bewerbungsgespräch angesagt wurde.

Redsmith
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Redsmith » 03.07.2013 16:35

Also ich habe mittlerweile die Information, dass in SB die Call-Center - Lösung vom Tisch ist und KFZ-Steuerstelle eingerichtet wird... Man darf gespannt sein...

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Brauner
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Re: Kfz-Steuer

Beitrag von Brauner » 05.07.2013 23:44

Bundesfreiwild hat geschrieben:Telekom: ...
... >>> SNIP

dann fangen hier Stasi-Zeiten an, die der Osten in 40 Jahren NIE erlebt hat!....

... >>>SNIP

ICH frage mich JETZT schon, in WELCHEM Staat ich eigentlich lebe!
Schon vergessen?

Es ist eigentich ganz einfach, bei dem großen Telekom Bespitzelungsskandal hat man eine Berliner Detektei beauftragt, wo der Geschäftsführer ehemaliger STASI Mitarbeiter war.

Die STASI Zeiten haben nicht angefangen, sondern gehen weiter.

Kennst Du Methoden der Zersetzung, die in STAATSSICHERHEIT DER DDR RICHTLINIE NR. 1/76 stehen ?
Beschäftigung von Gruppen, Gruppierungen und Organisationen mit ihren internen Problemen mit dem Ziel der Einschränkung ihrer feindlich-negativen Handlungen;
systematische Organisierung beruflicher und gesellschaftlicher Mißerfolge zur Untergrabung des Selbstvertrauens einzelner Personen;
Dies finde ich für Telekom uneingeschränkt zutreffend. --->>>

örtliches und zeitliches Unterbinden bzw. Einschränken der gegenseitigen Beziehungen der Mitglieder einer Gruppe, Gruppierung oder Organisation auf der Grundlage geltender gesetzlicher Bestimmungen, z.B. durch Arbeitsplatzbindungen, Zuweisung örtlich entfernt liegender Arbeitsplätze usw.
[/b]



http://www.behoerdenstress.de/methoden- ... %C3%B6ren/
Und bis dahin bleiben sie Querulanten, solange das Rückgrat nicht gebrochen wird.

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